Coronavirus: Testen

Für die Bekämpfung der Epidemie ist es wichtig, möglichst alle Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus zu erkennen. Lassen Sie sich deshalb testen, wenn Sie Symptome von Covid-19 haben. Der Bund bezahlt in diesem Fall die Testkosten.

Teststrategie und Übernahme der Testkosten

Der Bund verfolgt folgende Ansätze, um möglichst alle Ansteckungen des neuen Coronavirus zu erkennen:

Aktuelle BAG-Teststrategie

Weiterhin gilt: Alle Personen mit Krankheitssymptomen des neuen Coronavirus sollen sich unmittelbar nach Beginn der Symptome testen lassen. Das Ziel dieser Strategie ist, möglichst alle Ansteckungen zu erkennen. Nur so können Infektionsketten gezielt unterbrochen werden. Dies ist für die Bewältigung der Epidemie zentral. Deshalb übernimmt der Bund die Kosten sowohl für PCR-Tests als auch für Antigen-Schnelltests, wenn eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • Sie haben Symptome, die zu Covid-19 passen.
  • Sie erhalten eine Meldung der SwissCovid App, dass Sie Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Auf der Seite SwissCovid  App und Contact Tracing erhalten Sie Informationen dazu.
  • Sie befinden sich in Quarantäne aufgrund eines engen Kontaktes zu einer infizierten Person. Sie können sich einmalig ab dem 5. Tag nach dem Kontakt testen lassen. Ein negativer Test beendet die Quarantäne jedoch nicht vorzeitig.
  • Die kantonale Stelle oder ein Arzt/eine Ärztin ordnet Ihnen einen Test im Rahmen einer Ausbruchsuntersuchung an.

Der Bund übernimmt die Testkosten nicht, wenn:

  • Sie ein negatives Testresultat für eine Reise benötigen.
  • Der Test auf Wunsch Ihres Arbeitgebers erfolgt.
  • Der Test im Ausland durchgeführt wird.

Beachten Sie: Diese Teststrategie entspricht der Empfehlung des BAG. Die Umsetzung liegt in der Verantwortung der Kantone und kann von der Empfehlung abweichen.

Zusätzlich ab 21. Dezember 2020: Erweiterter Einsatz von Schnelltests ausserhalb der BAG-Teststrategie

Der Bundesrat hat am 18. Dezember 2020 entschieden, dass Antigen-Schnelltests und weitere Schnelltests auch bei Personen durchgeführt werden können, die die Kriterien des BAG nicht erfüllen. Es geht vor allem darum, Personen ohne Symptome ausfindig zu machen, um Infektionsketten frühzeitig unterbrechen zu können. Durch den erweiterten Einsatz von weiteren Schnelltests sollen Wirtschaft und Gesellschaft entlastet werden. So können Schnelltests beispielsweise als Bestandteil von Schutzkonzepten für Hotels, Messen, internationale Kongresse, Konzerte, Sportveranstaltungen oder am Arbeitsplatz integriert werden.

In dieser Situation gilt folgendes:

  • Tests, die in einem solchen Rahmen durchgeführt werden, bezahlt der Bund nicht.
  • Die Teilnahme an Tests ist grundsätzlich freiwillig.
  • Alle Schnelltests müssen immer durch geschultes Fachpersonal erfolgen.
  • Ein positives Resultat von einem Schnelltest wird immer mit einem PCR-Test bestätigt. Die Kosten für die Bestätigungs-PCR werden vom Bund übernommen.
  • Der Einsatz von Schnelltests ist kein Ersatz für die Hygiene- und Verhaltensregeln oder für bestehende Schutzkonzepte.

Generell gilt: Wenn die Testkosten nicht vom Bund übernommen werden, empfehlen wir Ihnen, sich im Voraus über die Höhe der Kosten zu informieren, da diese variieren können.

Weitere Informationen finden Sie im Faktenblatt Coronavirus - Kostenübernahme der Analyse und der damit verbundenen medizinischen Leistungen. (PDF, 855 kB, 22.12.2020)

Testarten im Überblick

Das Angebot und die Verfügbarkeit von verschiedenen Tests entwickeln sich laufend. Zum Schutz der Bevölkerung und im Interesse einer zielgerichteten Bewältigung der Epidemie muss der Einsatz der Tests sorgfältig geprüft werden. Seit dem 2. November 2020 sind neben PCR-Tests auch Antigen-Schnelltests zur Diagnose einer Infektion mit dem neuen Coronavirus möglich. Diese Tests werden schrittweise in den verschiedenen Kantonen eingeführt und die Verfügbarkeit wird in den nächsten Wochen zunehmen. Per 21. Dezember 2020 sind weitere Schnelltests zur Diagnose einer Infektion ebenfalls zulässig. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Testarten.

PCR-Test

Der PCR-Test stellt fest, ob Sie eine Infektion mit dem neuen Coronavirus haben. Der Test wird über einen Nasen-Rachen-Abstrich oder einen Rachen-Abstrich durchgeführt. Gemäss neuesten Erkenntnissen ist ein PCR-Test über eine Speichelentnahme gleich zuverlässig wie ein Nasen-Rachen-Abstrich oder Rachen-Abstrich. In einigen Institutionen kann daher ein PCR-Test auch über eine Speichelentnahme erfolgen. Das Resultat liegt in der Regel zwischen 24 bis 48 Stunden vor. Den Abstrich führen Ihre Ärztin/Ihr Arzt, Spitäler und Testzentren durch. Die entsprechende Analyse der Probe erfolgt in einem bewilligten Labor.

Antigen-Schnelltest

Seit dem 2. November 2020 schweizweit Antigen-Schnelltests auch ausserhalb von bewilligten Laboratorien durchgeführt werden. Antigen-Schnelltests liefern ein Testergebnis innerhalb von 15 bis 20 Minuten. Durch ihre Einführung können mehr Menschen getestet werden und der Zugang zur Testung wird erleichtert. Es können somit mehr positive Fälle nachgewiesen werden und die betroffenen Personen können sich schneller in Isolation begeben. Antigen-Schnelltests stellen wie PCR-Tests fest, ob Sie sich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben. Der Test wird durch dafür spezifisch geschultes Personal über einen Nasen-Rachen-Abstrich durchgeführt. Nebst Arztpraxen, Spitälern und Testzentren werden Antigen-Schnelltests auch in Apotheken angeboten. Die Antigen-Schnelltests geben ein weniger verlässliches Resultat an als PCR-Tests. Aufgrund der aktuell begrenzten PCR-Testkapazitäten erachtet das BAG den Einsatz von Antigen-Schnelltests gleichwohl als sinnvoll. Dies, weil so bedeutend mehr Personen getestet werden und sich bei positivem Resultat in Isolation begeben können.

Ein Antigen-Schnelltest kann in Betracht gezogen werden, wenn Sie Symptome des neuen Coronavirus haben und alle folgenden Kriterien erfüllen:

  • Ihre Symptome haben vor weniger als 4 Tagen begonnen.
  • Sie gehören nicht zu den besonders gefährdeten Personen.
  • Sie arbeiten nicht im Gesundheitswesen mit direktem Patientenkontakt.
  • Sie werden ambulant behandelt.
Ein Antigen-Schnelltest kann in folgenden Situationen in Betracht gezogen werden, wenn Sie keine Symptome des neuen Coronavirus haben:
 
  • Sie erhalten eine Meldung der SwissCovid App, die Ihnen anzeigt, dass Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten.
  • Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder die kantonale Stelle ordnet den Schnelltest an, weil Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten.
  • Sie werden im Rahmen eines Schutzkonzeptes (z.B. bei Sportveranstaltungen, Konzerten usw.) oder auf Anraten Ihres Arbeitgebers getestet.

Weitere Schnelltests

Neben den Antigen-Schnelltests werden in Zukunft weitere Arten von Schnelltests auf den Markt kommen. Die Zuverlässigkeit dieser Schnelltests muss vor einem Einsatz in der Praxis geprüft werden. Der Bundesrat hat am 18. Dezember 2020 das Prüfverfahren für weitere Schnelltests genauer definiert. Damit ist eine hochwertige Qualität dieser Tests sichergestellt.
Durch die Ermöglichung des Einsatzes weiterer Schnelltests können noch mehr Menschen getestet werden insbesondere auch solche ohne Symptome und der Zugang zur Testung wird erneut erleichtert. Wie auch bei Antigen-Schnelltests führen Ärzte, Spitäler und Testzentren diese Schnelltests durch. Die Probenentnahme wird je nach Verfahren des Schnelltests unterschiedlich sein.

Für alle oben aufgeführten Testarten gilt: Bitte halten Sie Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, falls Sie ein negatives Testergebnis erhalten haben und:

  • Ihre Symptome sich verschlechtern oder zusätzliche Symptome des neuen Coronavirus auftreten.
  • Ihre Symptome während mehr als 2 Tagen nach der Testung anhalten und sich nicht verbessern.
  • Sie erfahren, dass Sie in den 14 Tagen vor Beginn der Symptome Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten.

Serologischer Test

Durch serologische Tests lassen sich Antikörper, wie zum Beispiel gegen das neue Coronavirus, im Blut nachweisen. Antikörper weisen darauf hin, dass die getestete Person Kontakt mit dem Virus hatte. Derzeit ist unklar, ob entwickelte Antikörper vor einer erneuten Infektion schützen. Ausserdem ist es möglich, dass diese Tests Antikörper anzeigen, obwohl keine vorhanden sind. Die getesteten Personen wiegen sich dann in falscher Sicherheit. Deshalb empfehlen wir diesen Test zurzeit nicht.

Wann soll ich einen Test machen?

Mit dem Coronavirus-Check finden Sie am einfachsten heraus, ob Sie sich testen lassen sollen. Der Check ist anonym und berücksichtigt neben den Symptomen auch andere Faktoren wie Vorerkrankungen oder Alter. Alternativ können Sie auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und besprechen, ob ein Test empfohlen wird.

Lassen Sie sich testen, wenn der Coronavirus-Check oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt dies empfiehlt. Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen bis das Testergebnis vorliegt.

Wie Sie sich nach einem positiven oder negativen Testergebnis verhalten sollen, erfahren Sie auf der Seite Isolation und Quarantäne.

Kinder unter 12 Jahren müssen sich nicht in jedem Fall testen lassen. Informationen zum Vorgehen bei Kindern mit Symptomen finden Sie ebenfalls auf der Seite Isolation und Quarantäne.

Wo kann ich einen Test machen?

Sie können sich bei verschiedenen Ärztinnen und Ärzten, Testzentren, Spitälern und Apotheken auf das neue Coronavirus testen lassen.
Die Kantone sichern den Zugang zu den Tests. Informationen zu den Testangeboten finden Sie deshalb auf den kantonalen Webseiten:

Weiterführende Themen

Isolation und Quarantäne

Vorgehen bei Krankheitssymptomen und nach Kontakt mit einer infizierten Person, Informationen zu Isolation und Quarantäne und Empfehlungen für symptomatische Kinder

So schützen wir uns

Verhaltens- und Hygieneregeln: Abstand halten, Hände waschen, in Taschentuch oder Armbeuge husten/niesen, bei Symptomen zu Hause bleiben, Empfehlungen betreffend Masken und Homeoffice

Krankheit, Symptome, Behandlung

Informationen zur Krankheit Covid-19, zu den Symptomen und dem Krankheitsverlauf sowie zum Ursprung des neuen Coronavirus

Letzte Änderung 22.12.2020

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Kontakt

Anfragen im Zusammenhang mit Covid-19 beantworten wir nicht schriftlich.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten. Wir aktualisieren sie laufend.

Auf Kontakte und Links finden Sie Kontaktinfos, auch zu anderen Bundesstellen und den Kantonen.

Tel.
+41 58 463 00 00

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