Neues Coronavirus: SwissCovid App und Contact Tracing

Beim Contact Tracing werden enge Kontakte von mit dem Coronavirus infizierten Personen ausfindig gemacht. Die SwissCovid App unterstützt dies: Sie stellt fest, ob wir Kontakt mit einer infizierten Person hatten. Dadurch können wir Übertragungsketten stoppen.

SwissCovid App hilft Übertragungsketten schneller zu stoppen

Die SwissCovid App für Mobiltelefone (Android/iPhone) trägt zur Eindämmung des neuen Coronavirus bei. Sie ergänzt das klassische Contact Tracing – die Rückverfolgung neuer Ansteckungen durch die Kantone – und hilft somit, Übertragungsketten zu stoppen. Die SwissCovid App ist im Apple Store und Google Play Store verfügbar.

Icon SwissCovid App

SwissCovid App downloaden

Bitte installieren Sie die SwissCovid App aus den regulären App-Stores.

Die Nutzung der SwissCovid App ist freiwillig und kostenlos. Je mehr Personen die App installieren und verwenden, umso wirksamer unterstützt sie die Eindämmung des neuen Coronavirus.

Weiterhin gilt: Wir alle müssen die Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen. Denn durch die Kombination von SwissCovid App, Contact Tracing und Einhalten der Regeln können wir das neue Coronavirus weiter eindämmen.

Wie funktioniert die SwissCovid App?

Installieren Sie die SwissCovid App auf Ihr Apple- oder Android-Mobiltelefon. Danach müssen Sie nichts weiter tun, als das Mobiltelefon bei eingeschalteter Bluetooth-Funktion bei sich zu haben.

Innerhalb der Reichweite von Bluetooth tauscht das Mobiltelefon mit allen anderen Mobiltelefonen, welche ebenfalls eine kompatible App installiert haben, die zufälligen IDs (Identifizierungscodes) aus. Die zufälligen IDs werden für 14 Tage auf dem Mobiltelefon gespeichert und danach automatisch gelöscht.

Kompatible Apps sind die SwissCovid App und gleichartige Apps aus anderen Ländern (zum Beispiel die Corona-Warn-App aus Deutschland). Die Speicherung der zufälligen IDs von Nutzerinnen und Nutzer von anderen Länder-Apps werden zurzeit zwar gespeichert. Eine Warnung über diese Apps ist jedoch noch nicht möglich.

So erfolgt die Meldung

Wird eine SwissCovid App-Nutzerin oder ein -Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet, erhält diese Person von den kantonalen Behörden den Covidcode (Freigabecode). Nur mit dem Covidcode kann sie oder er die Benachrichtigungsfunktion in der App aktivieren. Dadurch warnt die Person andere App-Nutzerinnen/-Nutzer, mit der sie während der Ansteckungsphase (zwei Tage vor Ausbruch der Krankheitssymptome) in engem Kontakt stand. Mit Eingabe des Covidcodes erfolgt die Benachrichtigung an diese automatisch. Eine benachrichtigte Person erfährt nicht, von wem die Meldung stammt. Dennoch kann es sein, dass sich jemand anhand des Datums an die Person und den Kontakt erinnern kann.

Eine Meldung wird ausgelöst, wenn die App-Nutzerin oder der App-Nutzer innerhalb eines Tages insgesamt mindestens 15 Minuten mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern in der Nähe von mindestens einer infizierten Person war. Es kann sein, dass man an einem Tag mehreren infizierten Personen für weniger als 15 Minuten begegnet ist. Da diese Kontakte gesamthaft länger als 15 Minuten dauerten, informiert die SwissCovid App, dass die Möglichkeit einer Ansteckung besteht.

Die benachrichtigen Personen können die in der App genannte Infoline SwissCovid anrufen und die weiteren Schritte abklären. Die Privatsphäre wird dabei jederzeit gewahrt. Hat eine benachrichtigte Person bereits Krankheitssymptome, sollte sie zu Hause bleiben, den Kontakt zu anderen Menschen meiden, den Coronavirus-Check machen oder ihre Ärztin/ihren Arzt anrufen.

Durch dieses solidarische Verhalten können wir alle helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Schutz der Privatsphäre

Daten, welche das Mobiltelefon über andere Nutzerinnen und Nutzer erfasst, speichert es einzig lokal. Das Mobiltelefon oder die SwissCovid App senden keine Personen- oder Ortungsdaten an zentrale Speicherorte oder Server. Daher kann niemand rekonstruieren, mit welcher Person man Kontakt gehabt hatte und wo der Kontakt stattfand.

Wenn die Coronavirus-Krise überstanden ist, oder falls sich die App als wirkungslos erweisen sollte, wird das System abgestellt.

SwissCovid App installieren und aktivieren

Im folgenden Video erfahren Sie, wie Sie innerhalb einer halben Minute die SwissCovid App auf Ihrem Mobiltelefon installieren und aktivieren.

SwissCovid App Monitoring

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT übermittelt dem Bundesamts für Statistik BFS täglich die Zahlen der aktiven Apps und der eingegebenen Covidcodes. Informieren Sie sich darüber auf der BFS-Webseite Monitoring zur SwissCovid App.  

Weitere Informationen

Rechtliche Grundlagen

Damit die SwissCovid App lanciert werden konnte, musste das Epidemiengesetz angepasst werden. Der Bundesrat hat dem Parlament eine entsprechende Vorlage vorgelegt. In der Juni-Session hat es den gesetzlichen Grundlagen zur App zugestimmt und den Gesetzesentwurf nur geringfügig angepasst. Er regelt Organisation, Betrieb, bearbeitete Daten und Nutzung der App. Das Parlament hat der Gesetzänderung am 19. Juni 2020 zugestimmt.

Bei Meldung sich kostenlos testen lassen

Wer via SwissCovid App eine Meldung erhält, dass eine mögliche Ansteckung mit dem neuen Coronavirus besteht, kann sich kostenlos testen lassen. Lesen Sie auch die entsprechende FAQ.

Entschädigung für Erwerbsausfall bei Massnahmen gegen das Coronavirus

Informieren Sie sich zu diesem Thema auf der Seite des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV

Sicherheitstest

IT-Fachleute und verschiedene Personengruppen haben die Funktionsweise und die Datensicherheit der SwissCovid App während der Pilotphase umfassend getestet. Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) hat die Testergebnisse entgegengenommen und die nötigen Anpassungen der App veranlasst.

Informationen zum Sicherheits-Test des SwissCovid-Systems (Public Security Test «SwissCovid Proximity Tracing System») finden Sie auf der Webseite des NCSC/MELANI.

Herausgeber

Das SwissCovid App-System wurde in unserem Auftrag in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT, den beiden Eidgenössisch Technischen Hochschulen Zürich (ETH) und Lausanne (EPFL) und der Schweizer Firma Ubique entwickelt.

FAQ, Faktenblatt, Berichte, Verordnung, technische Informationen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Faktenblatt

Berichte

Verordnung und Erläuterungen

Technische Informationen

Contact Tracing: Rückverfolgung von Übertragungsketten

Das Ermitteln von Kontaktpersonen ist eine der wirksamsten Massnahme zur Bekämpfung von Epidemien. Dazu gehört die Identifizierung von Übertragungsketten und ihre Unterbrechung, indem sich erkrankte Personen isolieren und sich Kontaktpersonen in Quarantäne begeben (siehe Seite Vorgehen bei Symptomen und möglicher Ansteckung).

Contact Tracing ist möglich, wenn die Zahl der täglichen Neuansteckungen tief ist. Dadurch können die kantonalen Behörden enge Kontakten rückverfolgen und so die Ausbreitung des neuen Coronavirus unter Kontrolle halten.

Wie funktioniert Contact Tracing?

Die kantonalen Behörden sind für die Rückverfolgung von Übertragungsketten zuständig. So gehen sie vor:

Coronavirus-Test fällt positiv aus

  • Die kantonalen Behörden ermitteln gemeinsam mit der getesteten Person, mit wem sie engen Kontakt hatte – und zwar in den zwei Tagen vor Auftreten von Krankheitssymptomen bis zur Anweisung zur Isolation.
  • Die Behörden informieren die ermittelten Personen über eine mögliche Ansteckung.
  • Falls diese Kontaktpersonen keine Symptomen haben, müssen Sie sich für zehn Tage seit dem Ansteckungszeitpunkt in Quarantäne begeben. Entwickeln sie während dieser Zeit keine Symptome, dann heben die Behörden die Quarantäne wieder auf.

Eine kontaktierte Person hat bereits Krankheitssymptome

  • Sie muss in Isolation. Wenn bei ihr der Test positiv ausfällt, erfolgt bei ihr ebenfalls ein Contact Tracing durch die Behörden.

Bei einer Person in Quarantäne treten Krankheitssymptome auf

  • Sie muss sofort in Isolation und wird auf das neue Coronavirus getestet.
  • Fällt bei ihr der Test positiv aus, beginnt die Suche nach Kontaktpersonen.
  • Weil sich die Person bereits in Quarantäne befindet, sollte es – wenn überhaupt – nur sehr wenige enge Kontaktpersonen geben. Durch die Quarantäne wurde die Übertragungskette bereits unterbrochen.

Dokumente

downloads

Downloads in verschiedenen Sprachen

Infokampagne «So schützen wir uns»: Plakate, Videos und Anleitungen in verschiedenen Sprachen, auch in Sprachen der Migrantinnen und Migranten

Weiterführende Themen

SwissCovid App: Datenschutzerklärung & Nutzungsbedingungen

Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung zur SwissCovid App

Situation Schweiz

Kennzahlen zu Coronavirus-Infektionen und Todesfällen, epidemiologische Lage, Suche nach Antikörpern, Beratungsgremium, Medienkonferenz, News

Massnahmen und Verordnungen

Massnahmen, Lockerungen, Voraussetzung für Öffnungen, erlaubte Veranstaltungen oder Aktivitäten, weiterhin verboten, Strafbestimmungen, Erläuterungen

Letzte Änderung 06.08.2020

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Kontakt

Anfragen im Zusammenhang mit COVID-19 beantworten wir nicht schriftlich.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten. Wir aktualisieren sie laufend.

Auf Kontakte und Links finden Sie Kontaktinfos, auch zu anderen Bundesstellen und den Kantonen.

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