Coronavirus: Forschung und Wissenschaft

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Forschungsprojekten. Zudem stellen wir Ihnen Literaturrecherchen mit Zusammenstellungen von wissenschaftlichen Artikeln und weiterführende Links zur Verfügung.

Forschungsprojekte

Zu Covid-19 laufen diverse Forschungsprojekte. Aktuell finden Sie auf unserer Webseite Informationen zum Programm Corona Immunitas und zum Projekt zur Untersuchung des Abwassers auf das Coronavirus.

Corona Immunitas

Bei einer Infektion mit dem neuen Coronavirus bildet der Mensch im Blut spezifische Antikörper. Durch die Bestimmung dieser Antikörper lässt sich feststellen, wie viele Personen in der Bevölkerung eine Infektion durchlaufen haben.

Ein schweizweit angelegtes Langzeit-Monitoring soll Erkenntnisse über die Verbreitung und Auswirkungen des Coronavirus bringen. Es läuft im Rahmen von Corona Immunitas, einem nationalen wissenschaftlichen Programm der Swiss School of Public Health (SSPH+).

Ziele des Programms

Die Bestimmung von Antikörpern soll:

  • die Verbreitung des Coronavirus in verschiedenen Regionen der Schweiz sowie in spezifischen Bevölkerungs- und Berufsgruppen nachweisen;
  • Hinweise bringen, ob und wie gut Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus nützen;
  • feststellen, ob nach einer Infektion ein Schutz vor einer erneuten Ansteckung besteht und falls ja, wie lange dieser Schutz anhält.

Befragungen sollen Erkenntnisse über die Auswirkung des Coronavirus bringen, und zwar:

  • auf unser tägliches Leben,
  • auf unser Verhalten,
  • unsere Gesundheit, und
  • auf die Gesellschaft.

Programm: Beteiligung, Umfang und Dauer

An Corona Immunitas sind vierzehn Hochschulen und Institutionen beteiligt, die über die ganze Schweiz verteilt sind. In 40 Studien werden dabei mehr als 30 000 in der Schweiz wohnhafte Personen untersucht.

Corona Immunitas läuft bis Ende 2021.

Das BAG unterstützt das Programm inhaltlich und finanziell. Die Erkenntnisse daraus liefern für die nationale und kantonale Politik wichtige Grundlagen, um das weitere Vorgehen bei der Bewältigung der Coronavirus-Epidemie festzulegen.

Untersuchung des Abwassers auf das Vorhandensein von Sars-CoV-2

Sind Personen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, scheiden sie Erbgut (RNA) dieses Virus mit dem Stuhl aus. Auf diese Weise gelangt RNA des Virus in das Abwasser, wo diese nachgewiesen werden kann. Seit Februar 2021 sammelt die Eawag täglich Abwasserproben von sechs Kläranlagen und analysiert diese auf das Vorhandensein von Sars-CoV-2. Mit diesen Untersuchungen kann festgestellt werden, ob und in welchem Ausmass Menschen im Einzugsgebiet einer Kläranlage infiziert sind.

Bei den Kläranlagen handelte es sich bis Ende Juli 2021 um die Abwasserreinigungsanlagen (ARAs) Lausanne, Laupen, Zürich, Lugano, Altenrhein und Chur. Die Auswahl der ARAs berücksichtigt sowohl deren geographische Verteilung als auch die Struktur der Einzugsgebiete, das heisst ob es sich eher um einen städtisch oder ländlich geprägten Raum handelt. Ab August 2021 wird anstelle der ARA Lausanne neu die ARA Genf beprobt, da i) deren Einzugsgebiet grösser ist, ii) sich ein internationaler Flughafen im Einzugsgebiet befindet und iii) der grenzüberschreitende Pendlerstrom beträchtlich ist.

Die Zahlen aus den Abwasseranalysen können die Entwicklung der Pandemie in den Einzugsgebieten gut abbilden. Damit haben Abwasseranalysen das Potential, im Idealfall frühzeitig Hotspots und allfällige Wiederanstiege von Fallzahlen zu erkennen. Die Untersuchungen der Abwasserproben laufen bis Sommer 2022. Der Schlussbericht soll Ende 2022 vorliegen.

Ausführliche Informationen finden Sie auf der Webseite der Eawag. Das BAG unterstützt das Projekt inhaltlich und finanziell.  

Literaturrecherchen

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden viele wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Wir stellen Ihnen zu ausgewählten Themen Dokumente zur Verfügung, in denen wissenschaftliche Artikel zusammengestellt und wichtige Erkenntnisse daraus zusammengefasst werden.

Informieren Sie sich von Zeit zu Zeit über neue Literaturangaben. Die Dokumente werden von Mitgliedern der Swiss School of Public Health (SSPH+) im Auftrag des BAG erstellt. Die Stiftung SSPH+ bündelt die akademische Public-Health-Expertise von 12 Schweizer Hochschulen.

Wirksamkeit von nicht-pharmazeutischen Massnahmen

In diesem Dokument finden Sie eine Zusammenstellung von wissenschaftlichen Artikeln über die Wirksamkeit von nicht-pharmazeutischen Massnahmen.  


Covid-19-Impfstoffe

In diesen Dokumenten finden Sie eine Zusammenstellung von wissenschaftlichen Artikeln über bereits zugelassene Covid-19-Impfstoffe sowie über Impfstoffe, die aktuell (noch) nicht zugelassen sind. Die Angaben umfassen Informationen zu Schutzwirkung, Immunität und Nebenwirkungen.


Impfprogramm in Israel

In diesen Dokumenten finden Sie eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Literatur über das Impfprogramm in Israel. Die Dokumente umfassen Informationen zur dortigen Impfstrategie und zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe.


Epidemiologie von Sars-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen

Die Zusammenstellung enthält wissenschaftliche Artikel zur Übertragung und Verbreitung des neuen Coronavirus bei Kindern und Jugendlichen.


Auswirkungen von Covid-19 auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

In diesen Dokumenten finden Sie eine Zusammenstellung von wissenschaftlichen Artikeln über die Auswirkungen von Covid-19 auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die Angaben umfassen Informationen zu den Auswirkungen der Pandemie sowohl auf die alltäglichen Aktivitäten, als auch auf die physische und psychische Gesundheit dieser Personen.


Langzeitfolgen von Covid-19

In diesen Dokumenten finden Sie eine Zusammenstellung von wissenschaftlichen Artikeln über die Langzeitfolgen von Covid-19: Von den Grundlagen bis zu den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen.


Bedeutung von Aerosolen bei der Übertragung von Sars-CoV-2

In diesem Dokument finden Sie eine Zusammenstellung von wissenschaftlichen Artikeln zur Übertragung von Sars-CoV-2 via Tröpfchen oder Aerosolen. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Rolle von Aerosolen bei der Übertragung gelegt.

Weiterführende Themen

Situation Schweiz

Daten und Berichte zur epidemiologischen Lage, Medienkonferenz, News zum Coronavirus

Monitoring

Aktuelle Berichte zu Mobilitätsverhalten der Bevölkerung, Umsetzung der Schutzkonzepte, Wirtschaftslage.

Letzte Änderung 21.09.2021

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Infoline Coronavirus
Tel. +41 58 463 00 00

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