Neues Coronavirus: Situation Schweiz

Kennzahlen zu bestätigten Coronavirus-Infektionen und Todesfällen infolge der Krankheit, die epidemiologische Lage, Infos zu Tracing-App, Suche nach Antikörpern, Beratungsgremium, Medienkonferenz und News: Lesen Sie hier.

Bestätigte Coronavirus-Infektionen, Todesfälle, epidemiologische Lage

5.6.2020, 8 Uhr, bestätigt in der Schweiz:

Auf das neue Coronavirus positiv getestet: 30 936 Personen, 23 mehr gegenüber dem Vortag
Verstorben: 1660 Personen

Situationsbericht zur epidemiologischen Lage in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein (PDF, 749 kB, 05.06.2020)

Daten des Situationsberichtes (XLS, 21 kB, 05.06.2020)

Die hier veröffentlichen Daten basieren auf Informationen, die uns Laboratorien, Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler übermittelt haben. Sie beziehen sich auf Meldungen, die wir heute früh erhalten haben und können deshalb von denjenigen Zahlen abweichen, welche die Kantone kommunizieren.

3.6.2020, Überwachung der Verdachtsfälle

Wöchentlicher Bericht über die gemeldeten Verdachtsfälle (PDF, 180 kB, 03.06.2020)

Die Auswertung und Veröffentlichung erfolgt wöchentlich. Die Daten basieren auf dem Sentinella-Meldesystem: 150 bis 250 Hausärztinnen und Hausärzte melden auf freiwilliger Basis alle Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf COVID-19.

7.5.2020, Zwischenbilanz zum neuen Coronavirus in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein

COVID-19: Epidemiologische Zwischenbilanz, Stand 27. April 2020 (PDF, 1 MB, 07.05.2020)

Der Bericht beschreibt die allgemeine epidemiologische Lage sowie die Auswirkungen der Massnahmen in Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus. Anlass ist die erste Lockerung der Massnahmen.

Grafische Darstellungen der Daten

Unter den folgenden Links finden Sie grafische Darstellungen.

Die Darstellung des zeitlichen Verlaufs basiert auf dem Falldatum. Es entspricht in der Regel dem Datum der Probeentnahme. Bei den Todesfällen ist das Todesdatum massgebend. Bei den Zahlen der letzten zwei bis drei Tage handelt es sich um provisorische Zahlen, da die Meldungen zum Teil verzögert eintreffen.

Labors und Ärzte übermitteln die Zahlen zu den neuen Fällen zeitgleich an uns und die kantonsärztlichen Dienste. Wir aktualisieren die Daten täglich um 8 Uhr. Danach plausibilisieren wir sie und bereiten sie für die Publikation auf. Dies bedingt eine zeitliche Verzögerung. Deshalb können die von uns veröffentlichten Fallzahlen zu anderen Quellen abweichen.

Die Auswertungen sind auf Datensätze beschränkt, für welche Angaben zu Alter, Geschlecht und Wohnkanton vollständig vorhanden sind. Angaben aus dem Fürstentum Liechtenstein sind ausgeschlossen. Aus diesen Gründen unterscheiden sich die Kennzahlen der grafischen Darstellung zu den oben veröffentlichen Zahlen.

Hier können Sie die Basisdaten für die grafischen Darstellungen herunterladen:

Laborbestätigte COVID-19-Fälle im zeitlichen Verlauf

Die Grafik zeigt die geographische Verteilung der auf das neue Coronavirus positiv getesteten Personen im zeitlichen Verlauf.

Rückverfolgung von Übertragungsketten (Contact Tracing)

Das Ermitteln von Kontaktpersonen ist eine der wirksamsten Massnahme zur Bekämpfung von Epidemien. Dazu gehört die Identifizierung der Übertragungsketten und ihre Unterbrechung, indem die erkrankten Personen isoliert und die Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden.

Wie funktioniert Contact Tracing?

Contact Tracing ist Detektivarbeit. Die kantonalen Behörden sind für die Rückverfolgung von Übertragungsketten zuständig. So gehen sie vor:

Bei einer Person fällt der Coronavirus-Test positiv aus.

  • Die kantonalen Behörden ermitteln gemeinsam mit ihr, mit wem sie engen Kontakt hatte – und zwar in den zwei Tagen vor Auftreten von Krankheitssymptomen bis zur Anweisung zur Isolation.
  • Die Behörden informieren die ermittelten Personen über eine mögliche Ansteckung.
  • Falls diese keine Symptomen haben, müssen Sie sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Entwickeln sie während dieser Zeit keine Symptome, dann heben die Behörden die Quarantäne wieder auf.

Eine von den Behörden kontaktierte Person hat bereits Krankheitssymptome.

  • Sie muss in Isolation. Wenn bei ihr der Test positiv ausfällt, erfolgt bei ihr ebenfalls ein Contact Tracing durch die Behörden.

Bei einer sich in Quarantäne befindenden Person treten Krankheitssymptome auf.

  • Sie muss sofort in Isolation und wird auf das neue Coronavirus getestet.
  • Fällt bei ihr der Test positiv aus, beginnt die Suche nach Kontaktpersonen.
  • Weil sich die Person bereits in Quarantäne befindet, sollte es – wenn überhaupt – nur sehr wenige enge Kontaktpersonen geben. Durch die Quarantäne wurde die Übertragungskette bereits unterbrochen.

Dank Einhaltung der Massnahmen Rückverfolgung wieder möglich

Durch die Massnahmen des Bundesrats (Lockdown), und weil sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz an die Hygiene- und Verhaltensregeln gehalten haben, sind die täglichen Neuansteckungen gesunken. Dadurch ist es nun möglich, die Ausbreitung des neuen Coronavirus durch das Contact Tracing unter Kontrolle zu halten. Ergänzend dazu wird eine Smartphone-App (siehe nächster Abschnitt) zum Einsatz kommen. Sie wird zur Eindämmung des neuen Coronavirus beitragen.

Die SwissCovid App hilft Übertragungsketten zu stoppen

Schweizer COVID-App zum Contact-Tracing: bereit und datenschutzkonform

Die SwissCovid App für Smartphones (Android/iPhone) soll zur Eindämmung des neuen Coronavirus beitragen. Sie ergänzt das klassische «Contact Tracing», also die Rückverfolgung von neuen Ansteckungen durch die Kantone. Somit hilft sie, die Übertragungsketten zu unterbrechen. Die Funktion der App wird in den kommenden Wochen intensiv getestet.

Für diese Phase hat der Bundesrat am 13. Mai eine befristete Verordnung verabschiedet. Sie stützt sich auf das Datenschutzgesetz und regelt Organisation, Betrieb, bearbeitete Daten und Nutzung der App für die Dauer dieser Testphase. Damit die App von der Bevölkerung genutzt werden kann, wird das Parlament die gesetzliche Grundlage dazu in der Sommersession im Juni beraten und verabschieden.

Auch unter Einsatz der SwissCovid App ist es wichtig, dass alle weiterhin alle Hygiene- und Verhaltensregeln strikt einhalten. Durch die Kombination von App, klassischem «Contact Tracing» und Einhaltung der Regeln wollen wir verhindern, dass sich das Virus wieder stärker verbreitet

Wie funktioniert die SwissCovid App?

Die App nutzt Bluetooth-Technologie, um anonym Zeitdauer und Distanz zu anderen Smartphones zu messen. Die App merkt sich, wenn ein Kontakt länger als 15 Minuten und näher als 2 Meter bestand. Wird bei einer Person (welche die App nutzt) das neue Coronavirus festgestellt, kann sie einen Freischaltcode in die App eingeben. Sie warnt dadurch andere App-Nutzerinnen/-Nutzer, die sich während der Ansteckungsphase in ihrer Nähe aufgehalten haben.

Die Warnmeldung soll sensibilisieren, damit:

  • man sich bei typischen Symptomen sofort testen lässt und
  • den Kontakt zu anderen Personen möglichst vermeidet, da man selbst schon ansteckend sein könnte.

Die Nutzung der App ist freiwillig und kostenlos. Je mehr Personen die App installieren und nutzen, umso wirksamer unterstützt sie die Eindämmung des neuen Coronavirus.

Das System der SwissCovid App ist auf Anonymität ausgelegt

Daten, welche die App sammelt, speichert sie einzig auf dem eigenen Smartphone. Sie sendet keine Personen- oder Ortungsdaten an zentrale Speicherorte oder Server. Daher kann niemand rekonstruieren, mit welcher Person man Kontakt gehabt hatte.

Die SwissCovid App entwickeln wir in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT sowie den Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne und Zürich (EPFL und ETHZ). Sie entspricht den Bedürfnissen nach maximalem Schutz der Privatsphäre.

Öffentlicher Sicherheitstest der SwissCovid-App

Ab sofort können Sie die SwissCovid-App testen. IT-Fachleute und interessierte Personen überprüfen, ob die Sicherheit der App gewährleistet ist. Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) nimmt die Testergebnisse entgegen. Es bewertet und priorisiert sie und veranlasst die nötigen Anpassungen der App.

Alle Personen, die sich am Test beteiligen, können auf der Webseite des NCSC ihre Rückmeldungen eintragen. Das NCSC wird sie täglich zusammenfassen und im Sinne der Transparenz auf seiner Webseite veröffentlichen.

Informationen zum Test (Public Security Test «SwissCovid Proximity Tracing System») finden Sie auf der Webseite des NCSC/MELANI.

Suche nach Antikörpern

Wie viele Personen in der Schweiz haben bereits eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht? Und ist man danach immun? Diese Fragen will die Swiss School of Public Health (SSPH+), ein Netzwerk aus zwölf Schweizer Hochschulen, beantworten. Sie lanciert dazu eine schweizweite Studie.

Die Studie basiert auf dem Konzept von Professor Milo Puhan, Leiter des Instituts für Epidemiologie an der Universität Zürich. Sie soll herausfinden:

  • Wie viele Menschen in der Schweiz haben bereits eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht?
  • Sind Menschen nach einer Infektion immun gegenüber einer erneuten Infektion mit dem neuen Coronavirus?
  • Und wenn ja, wie lange hält die Immunität an?

Dazu sollen sich bis Oktober 2020 zeitlich gestaffelt rund 25 000 Personen aus der Bevölkerung und spezifischen Berufsgruppen testen und untersuchen lassen. Ein Bluttest zeigt, ob jemand eine Coronavirus-Infektion durchlaufen hat. Antikörper im Blut deuten auf eine durchgemachte Infektion hin.

Die Studie unterstützen wir inhaltlich und finanziell. Die Erkenntnisse daraus liefern unteranderem auch für die nationale und kantonale Politik wichtige Grundlagen. Basierend darauf kann sie das weitere Vorgehen bei der Bewältigung der Coronavirus-Epidemie festlegen und später über ein Impfprogramm in der Schweiz entscheiden.

Link: https://www.corona-immunitas.ch/

Wissenschaftliches Beratungsgremium

Der Bund setzt ein wissenschaftliches Beratungsgremium ein, die «Swiss National COVID-19 Science Task Force». Darin vertreten sind Forscherinnen und Forschern aus der gesamten Hochschullandschaft. Die Task Force steht unter der Leitung von Matthias Egger, Präsident des Nationalen Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNSF). Auftraggeber sind der Krisenstab des Bundesrates zur Bewältigung der Coronavirus-Krise KSBC, das BAG und das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI.

Mit ihrer Arbeit wird die «Swiss National COVID-19 Science Task Force» einen Beitrag zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie leisten. Sie stellt ihre Kompetenz in den Bereichen Wissenschaft und Forschung den zuständigen politischen Behörden zur Verfügung.

Ausführliche Informationen auf der Webseite der Swiss National COVID-19 Science Task Force.

Bewältigung Coronavirus-Krise: Bund will Organisationen und Gruppen miteinbeziehen

Der Krisenstab des Bundesrats Corona (KSBC) hat die «COVID-19 Verbindungsstelle Zivilgesellschaft» ins Leben gerufen. Sie bietet eine Plattform für den Austausch mit der Zivilgesellschaft. Das heisst, nicht profitorientierte und politisch unabhängige Organisationen und Gruppen können Anliegen und Beiträge einsenden. Die Verbindungsstelle bündelt und prüft diese.

Ziele der «COVID-19 Verbindungsstelle Zivilgesellschaft»:

  • Zivilgesellschaft bei der Bewältigung der Corona-Krise miteinbeziehen
  • Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft vereinfachen und verbessern
  • Potenzial zivilgesellschaftlicher Initiativen besser erschliessen
  • Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten

Die Verbindungstelle Zivilgesellschaft freut sich auf Anliegen und Beiträge. Weitere Informationen und das Kontaktformular finden Sie auf der Webseite der COVID-19 Verbindungsstelle Zivilgesellschaft.

Medieninformation, 29. Mai 2020, 14 Uhr

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Ansteckung, Tests, Schwangerschaft, Symptome, Behandlung, Schutz, Masken, Bestattung, Lockerungen, Eindämmung, SwissCovid App, Kinder, Schule, Sport, Reisen

Massnahmen und Verordnung

Massnahmen, Lockerungen, Voraussetzung für Öffnungen, erlaubte Veranstaltungen oder Aktivitäten, weiterhin verboten, Strafbestimmungen, Erläuterungen

Letzte Änderung 05.06.2020

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