Coronavirus: Schutzkonzepte

Durch Schutzkonzepte soll eine Verbreitung des Coronavirus verhindert werden. Deshalb müssen Einrichtungen, Betriebe, Schulen sowie Organisatoren von Veranstaltungen spezifische Schutzkonzepte umsetzen.

Vorgaben für Schutzkonzepte

Für alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe, die geöffnet sein dürfen, sowie für Veranstaltungen braucht es ein Schutzkonzept.

Nach wie vor ist es immer und überall wichtig, Abstand zu halten, die Hände regelmässig gründlich zu waschen, wenn nötig Masken zu tragen und Trennwände anzubringen, um eine Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

Für alle Branchen gelten dieselben Vorgaben für Schutzkonzepte. Diese Vorgaben sind durch die Covid-19-Verordnung besondere Lage (Art. 10 und Anhang) geregelt. Verbindliche Rahmen- und Musterschutzkonzepte gibt es nicht mehr, Branchen und Verbände können diese jedoch als Hilfestellung zur Verfügung stellen. Die Betreiber sind weiterhin verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Informationen zu den Schutzkonzepten finden Sie auch auf der Webseite des SECO.

In allen Situationen gilt: Personen mit Krankheitssymptomen sollen zu Hause bleiben und sich testen lassen.

Das Schutzkonzept muss folgende Vorgaben berücksichtigen:

1.     Es muss Massnahmen zur Hygiene (z. B. Möglichkeit zum Händewaschen oder Händedesinfektion, regelmässige Reinigung von Oberflächen) und Lüftung vorsehen.

2.     Zudem muss es Massnahmen vorsehen, damit die Vorgaben der Maskenpflicht gewährleistet werden (insbesondere in öffentlich zugänglichen Innenbereichen von Einrichtungen und Betrieben).

3.     Massnahmen betreffend die Einhaltung des Abstands, es sei denn, bei Personen über 16 Jahren wird der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat eingeschränkt, damit der erforderliche Abstand auch beim Zutritt in die Einrichtung, in den Betrieb oder in die Veranstaltung eingehalten wird. Dies betrifft nicht den Zugang zu Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs.

4.     Werden weder eine Gesichtsmaske getragen noch der erforderliche Abstand eingehalten und sind keine wirksamen Schutzmassnahmen angebracht, wie z. B. geeignete Abschrankungen, müssen die Betreiber die Kontaktdaten der anwesenden Personen aufnehmen.

In bestimmten Settings müssen die Kontaktdaten immer erhoben werden (Diskotheken, Veranstaltungen im Innenbereich ohne Zertifikatspflicht, bei sportlichen und kulturellen Aktivitäten in Innenräumen, bei welchen keine Maske getragen wird). Wird eine Person positiv auf das neue Coronavirus getestet, ist dadurch sichergestellt, dass sämtliche engen Kontakte dieser Person rückverfolgt werden können (Contact Tracing). Es müssen dafür folgende Daten erhoben werden: Name und Vorname, Wohnort und Telefonnummer.  Beachten Sie: Diese Massnahme ist nicht als prioritäre Massnahme zu verstehen, da sie Übertragungen des Coronavirus vor Ort nicht verhindern kann. Bei der Erhebung der Kontaktdaten müssen Betreiber folgendes einhalten:

  • Information der anwesenden Personen zur Erhebung und Verwendungszweck der Kontaktdaten
  • Auf Anfrage: Weiterleitung der Kontaktdaten an die kantonalen Behörden
  • Aufbewahrung der Kontaktdaten während 14 Tagen und anschliessende Vernichtung der Daten

5.     Im Schutzkonzept wird eine Person bezeichnet, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist und den Kontakt zu den kantonalen Behörden pflegt.

Das Schutzkonzept für öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe, einschliesslich Bildungseinrichtungen, sowie die Organisatoren von Veranstaltungen mit Covid-Zertifikat-Pflicht muss zudem Massnahmen zur Umsetzung der Zugangsbeschränkung (z. B. Durchführung der Zugangskontrolle oder Information der Besucherinnen und Besucher über das Erfordernis eines Zertifikats) enthalten.

Spezifische Informationen zu den Vorgaben für Schutzkonzepte finden Sie im Anhang 1 der Covid-19-Verordnung besondere Lage.

Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Schutzkonzepte sind die Einrichtungen, Betriebe und Organisatoren selbst. Weder Bund noch Kantone genehmigen sie; nur bei Grossveranstaltungen werden die Schutzkonzepte im Rahmen des Bewilligungsverfahren geprüft. Die Aufsicht über die Umsetzung der Schutzkonzepte sowie die Kontrollen obliegen den Kantonen.

Die Vorgaben für Schutzkonzepte können sich je nach Situation ändern. Informieren Sie sich regelmässig, ob Ihr Schutzkonzept den aktuellen Vorgaben entspricht.

Besondere Bestimmungen für Restaurants, Bars und Kantinen

Für Restaurants und Bars gelten zusätzlich zu den Vorgaben für Schutzkonzepte folgende besonderen Bestimmungen:

In Innenbereichen mit Covid-Zertifikatspflicht

Den Zugang zu Innenbereichen müssen die Betreiber auf Personen mit einem Impf- oder Genesungszertifikat beschränken (2G). Die Betreiber müssen für eine wirksame Lüftung der Räumlichkeiten sorgen. Für die Gäste gilt eine Sitzpflicht und ausser am Sitzplatz eine Maskenpflicht, ausser wenn der Zugang auf geimpfte oder genesene Personen, die zusätzlich über ein Zertifikat für ein negatives Testresultat verfügen (2G+) beschränkt ist.

In Aussenbereichen ohne Covid-Zertifikatspflicht

In Aussenbereichen muss zwischen den Tischen ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden oder eine Abschrankung angebracht werden. Wird eine Zugangsbeschränkung vorgesehen (z.B. 3G) fallen diese Vorgaben weg.

In Kantinen dürfen nur Personen verpflegt werden, die im Betrieb arbeiten. Es gilt Sitzpflicht. Der Abstand muss im Innenbereich zwischen allen anwesenden Personen eingehalten werden. Dieselben Schutzmassnahmen gelten auch für Gassenküchen und Restaurationsbetriebe in Transitbereichen von Flughäfen.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Gastronomiebetriebe finden Sie in Art. 12 der Covid-19-Verordnung besondere Lage.

Besondere Bestimmungen für Veranstaltungen

Schutzkonzepte müssen für öffentliche Veranstaltungen erstellt und umgesetzt werden. Für private Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis, die nicht in öffentlich zugänglichen Einrichtungen stattfinden, braucht es kein Schutzkonzept. Beachten Sie: Für private Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis gelten folgende Begrenzungen: maximal 30 (bei 2G) bzw. 10 Personen drinnen, maximal 50 Personen draussen.

Die spezifischen Vorgaben für Veranstaltungen finden Sie in den unten aufgeführten Artikeln der Covid-19-Verordnung besondere Lage:

  • Veranstaltungen im Freien mit oder ohne Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem Zertifikat: Art. 14
  • Veranstaltungen Art. 15
  • Grossveranstaltungen: Art. 16
  • Fach- und Publikumsmessen: Art. 18
  • Veranstaltungen im Bereich Politik: Art. 19

 

Vorgaben zum Schutz von Arbeitnehmenden

Vorgaben zum Schutz von Arbeitnehmenden

Arbeitgeber müssen kein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen, sofern der Betrieb nicht öffentlich zugänglich ist. Jedoch sind Arbeitgeber verpflichtet, den Schutz der Arbeitnehmenden gemäss Verordnung zu gewährleisten. Das heisst, Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmenden die Empfehlungen betreffend Hygiene und Abstand sowie die Maskenpflicht in Innenräumen einhalten können.

Die Arbeitgeber sind verpflichtet sicherzustellen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeitsverpflichtungen von zu Hause aus erfüllen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Sie treffen die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen.

Die Arbeitgeber müssen zudem weitere Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung) treffen. Dies umfasst z.B. die physische Trennung, getrennte Teams oder regelmässiges Lüften. Neu hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, das Vorweisen des Covid-Zertifikats von seinen Arbeitnehmenden zu verlangen und diese Informationen zum Zweck des angemessenen Schutzes zu verwenden.

Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des SECO

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Letzte Änderung 22.12.2021

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