Coronavirus: Schutzkonzepte

Einrichtungen, Betriebe, Schulen und Organisatoren von Veranstaltungen müssen spezifische Schutzkonzepte umsetzen. Zudem hat der Bundesrat am 4. Dezember 2020 beschlossen, dass Betreiber von Skigebieten und Wintersportorte ebenfalls Schutzkonzepte haben müssen.  

Vorgaben für Schutzkonzepte

Für alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe, einschliesslich obligatorische Schulen und nachobligatorische Bildungseinrichtungen, sowie für Veranstaltungen braucht es ein Schutzkonzept. Auch Betreiber von Skigebieten und Wintersportorte müssen Schutzkonzepte umsetzen. Private Veranstaltungen sowie öffentlich nicht zugängliche Betriebe benötigen keine Schutzkonzepte.

Nach wie vor ist es immer und überall wichtig, Abstand zu halten, die Hände regelmässig gründlich zu waschen, wenn nötig Masken zu tragen und Trennwände anzubringen, um eine erneute Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

Für alle Branchen gelten dieselben Vorgaben für Schutzkonzepte. Diese Vorgaben sind durch die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie (Art. 4 und Anhang) geregelt. Verbindliche Rahmen- und Musterschutzkonzepte gibt es nicht mehr, Branchen und Verbände können diese jedoch als Hilfestellung zur Verfügung stellen. Die Betreiber resp. Veranstalter sind weiterhin verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Informationen zu den Schutzkonzepten finden Sie auch auf der Webseite des SECO.

In allen Situationen gilt: Personen mit Krankheitssymptomen sollen zu Hause bleiben und sich testen lassen.

Das Schutzkonzept muss folgende Vorgaben berücksichtigen:

  1. Es muss Massnahmen zur Hygiene (z. B. Möglichkeit zum Händewaschen oder Händedesinfektion, regelmässige Reinigung von Oberflächen) und zur Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern vorsehen.
  2. Zudem muss es Massnahmen vorsehen, damit die Vorgaben der Maskenpflicht gewährleistet werden (insbesondere in öffentlich zugänglichen Innen- und Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben).
  3. Es muss Massnahmen vorsehen, damit der erforderliche Abstand auch beim Zutritt in die Einrichtung, in den Betrieb oder in die Veranstaltung eingehalten wird. Dies betrifft nicht den Zugang zu Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs. Die detaillierten Vorgaben zu den Quadratmeterbegrenzungen finden Sie im Anhang der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.
  4. Falls weder die Abstände eingehalten noch Schutzmassnahmen ergriffen werden können, müssen die Betreiber resp. Veranstalter die Kontaktdaten der anwesenden Personen aufnehmen. Wird eine Person positiv auf das neue Coronavirus getestet, ist dadurch sichergestellt, dass sämtliche engen Kontakte dieser Person rückverfolgt werden können (Contact Tracing). Beachten Sie: Diese Massnahme ist nicht als prioritäre Massnahme zu verstehen, da sie Übertragungen des Coronavirus vor Ort nicht verhindern kann. Bei der Erhebung der Kontaktdaten müssen Betreiber resp. Veranstalter folgendes einhalten:
    • Information der anwesenden Personen zur Erhebung und Verwendungszweck der Kontaktdaten
    • Auf Anfrage: Weiterleitung der Kontaktdaten an die kantonalen Behörden
    • Aufbewahrung der Kontaktdaten während 14 Tagen und anschliessende Vernichtung der Daten
  5. Im Schutzkonzept wird eine Person bezeichnet, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist und den Kontakt zu den kantonalen Behörden pflegt.

Spezifische Informationen zu den Vorgaben für Schutzkonzepte, zur Erhebung von Kontaktdaten und zu Quadratmeterbegrenzungen finden Sie im Anhang der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Schutzkonzepte sind die Betriebe, Einrichtungen, Schulen oder Veranstalter selbst. Weder Bund noch Kantone genehmigen sie. Die Aufsicht über die Umsetzung der Schutzkonzepte sowie die Kontrollen obliegen den Kantonen.

Die Vorgaben für Schutzkonzepte können sich je nach Situation ändern. Informieren Sie sich regelmässig, ob Ihr Schutzkonzept den aktuellen Vorgaben entspricht.

Besondere Bestimmungen für Restaurants und Bars

Seit dem 29. Oktober 2020 gelten für Restaurants und Bars zusätzlich zu den Vorgaben für Schutzkonzepte folgende besonderen Bestimmungen:

  • Die Konsumation von Speisen und Getränken muss sitzend erfolgen. Dies gilt drinnen und draussen.
  • Die Betriebe müssen zwischen 23.00 Uhr bis 06.00 Uhr geschlossen sein. Ausnahme für Silvester: in der Nacht vom 31. Dezember 2020 auf den 1. Januar 2021 dürfen die Betriebe bis 01.00 Uhr geöffnet bleiben.
  • Die Betreiber müssen die Kontaktdaten von mindestens einer Person pro Gästegruppe erheben.
  • Zwischen den Gästegruppen muss immer entweder der Abstand eingehalten werden oder eine Abschrankung vorhanden sein.
  • Die maximale Grösse einer Gästegruppe ist 4 Personen. Ausnahmen gibt es für Familien.
  • In Kantinen dürfen nur Personen verpflegt werden, die im Betrieb arbeiten. In Mensen und Verpflegungsbetrieben von obligatorischen Schulen dürfen ausschliesslich Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und weiteres Personal essen.

Zusätzliche Vorgabe für Restaurants und Bars in Skigebieten: Bis 17.30 Uhr dürfen in Innenräumen die Gäste nur eingelassen werden, wenn es für sie einen freien Tisch gibt. Es ist zu verhindern, dass Gäste eintreten und im ganzen Restaurant nach einem freien Tisch suchen, obwohl keiner frei ist. Die Restaurants müssen den Eintritt von Gästen entsprechend beschränken.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Restaurants und Bars finden Sie in Art. 5a der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Besondere Bestimmungen für Skigebiete

Betreiber von Skigebieten und Wintersportorte, die viele Gäste erwarten, müssen ein Schutzkonzept umsetzen. Dies hat der Bundesrat am 4. Dezember 2020 beschlossen und per 9. Dezember 2020 in Kraft gesetzt.

Vorgehen für Betreiber von Skigebieten

Reichen Sie das Schutzkonzept innert nötiger Frist der zuständigen kantonalen Stelle ein. Nachdem Sie das Schutzkonzept eingereicht haben, entscheidet die kantonale Stelle innerhalb von 10 Tagen über die Bewilligung. Der Betrieb ist nur zulässig, wenn die kantonale Bewilligung vorliegt. Übergangsregelungen bestehen für Skigebiete, die bereits in Betrieb sind oder den Betrieb vor dem 22. Dezember 2020 aufnehmen wollen. Die kantonale Stelle kann den Betrieb bewilligen, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 5c, Absatz 3 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie erfüllt sind.

Falls mehrere Anbieter ein Skigebiet betreiben, muss jeder ein Schutzkonzept einreichen und eine eigene Bewilligung haben. Die Kantone müssen die Umsetzung des Schutzkonzeptes regelmässig überprüfen.

Bestimmungen für Betreiber von Skigebieten

Das Schutzkonzept von Betreibern von Skigebieten muss nebst den allgemeinen Vorgaben für Schutzkonzepte folgende Besonderheiten berücksichtigen:

  • Geschlossene Fahrzeuge, wie beispielsweise Gondeln und Seilbahnen, dürfen maximal zu zwei Dritteln ihrer Kapazität besetzt werden.
  • Auf allen Skiliften und Gondeln gilt Maskenpflicht, auch beim Anstehen. Zudem muss beim Anstehen der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Es muss Massnahmen vorsehen, damit der Abstand von 1,5 Metern auch auf den Zugangswegen zum Skigebiet sowie in den Zugangs- und Wartebereichen der Anlagen eingehalten wird.
  • Personen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert sind oder die Symptome haben, dürfen nicht ins Skigebiet eingelassen werden. Das Schutzkonzept muss dazu Massnahmen vorsehen, beispielsweise die Besuchenden zur Selbstdeklaration verpflichten. Ebenfalls muss das Personal die Anweisung erhalten, Personen mit offensichtlichen Symptomen nicht zu befördern, ausser sie können belegen, dass die Symptome nichts mit Covid-19 zu tun haben.
  • Das Schutzkonzept ist sowohl mit den Schutzkonzepten der Wintersportorte und denjenigen der Betreiber von Restaurants und Bars in diesem Gebiet zu koordinieren.
  • Die vorgesehenen Massnahmen und deren Einhaltung müssen überwacht werden. Besuchende, die sich nicht an die Vorgaben halten, sind aus dem Skigebiet zu weisen.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Betreiber von Skigebieten finden Sie in Art. 5c der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Vorgehen für Wintersportorte

Wintersportorte müssen ihre Schutzkonzepte ab dem 18. Dezember 2020 vorweisen können und umsetzen. Schutzkonzepte von Wintersportorten benötigen keine kantonale Bewilligung. Die Verantwortung liegt bei den Gemeinden selbst. Die Aufsicht über die Umsetzung der Schutzkonzepte sowie die Kontrollen obliegen den Kantonen.

Bestimmungen für Wintersportorte

Das Schutzkonzept von Wintersportorten muss folgende Vorgaben berücksichtigen:

  • Es muss Massnahmen vorsehen, um die Öffnungszeiten von Geschäften und Restaurants/Bars zu koordinieren. Beispielsweise soll es für die anwesenden Touristen während des ganzen Tages möglich sein einzukaufen, so dass ein grosses Gedränge wegen kurzer Öffnungszeiten verhindert wird. Zudem muss es Massnahmen vorsehen, welche die Einhaltung der Abstände bei allfälligen Warteschlagen vor den Betrieben gewährleisten.
  • Es muss definieren, wie Personenflüsse in Bahnhöfen und bei Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sowie bei Parkplätzen geregelt sind.
  • Es muss ausweisen, wo Covid-19-Tests durchgeführt werden können.
  • Es muss aufzeigen, wie das Personal eingesetzt wird und wie das Personal die Einhaltung der Massnahmen überwacht.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Wintersportorte finden Sie in Art. 5b der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Besondere Bestimmungen für Veranstaltungen

Seit dem 29. Oktober 2020 gelten für Veranstaltungen zusätzlich zu den Vorgaben für Schutzkonzepte folgende besonderen Bestimmungen:

  • Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmenden sind verboten. Mitwirkende Personen wie Künstlerinnen und Künstler, Sportlerinnen und Sportler, Personal und Sicherheitsbeauftragte zählen nicht zu diesen 50 Personen.
  • Messen und Märkte in Innenräumen sind verboten.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Veranstaltungen finden Sie in der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Schutzkonzepte müssen nur für öffentliche Veranstaltungen, aber nicht für private Veranstaltungen erstellt werden.  

Vorgaben zum Schutz von Arbeitnehmenden

Arbeitgeber müssen kein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen, sofern der Betrieb nicht öffentlich zugänglich ist. Jedoch sind Arbeitgeber verpflichtet, den Schutz der Arbeitnehmenden gemäss Verordnung zu gewährleisten.

Das heisst, Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmenden die Empfehlungen betreffend Hygiene und Abstand einhalten können. In Innenräumen muss ausserdem jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer eine Maske tragen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Seite Masken.

Die Arbeitgeber müssen zudem weitere Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung) treffen. Dies umfasst die physische Trennung, getrennte Teams oder das Tragen von Masken in Aussenbereichen oder in Fahrzeugen.  

Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des SECO

Homeoffice-Empfehlung

Aufgrund der hohen Fallzahlen, sollen Mitarbeitende falls möglich wieder im Homeoffice arbeiten. Dadurch reduzieren sich die Kontakte und somit die Verbreitung des Virus.

Für Arbeitnehmende, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, gilt das Arbeitsgesetz: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden mit entsprechenden Massnahmen zu schützen.

Weiterführende Themen

So schützen wir uns

Verhaltens- und Hygieneregeln: Abstand halten, Hände waschen, in Taschentuch oder Armbeuge husten/niesen, bei Symptomen zu Hause bleiben, Empfehlungen betreffend Masken und Homeoffice

Letzte Änderung 11.12.2020

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Kontakt

Anfragen im Zusammenhang mit Covid-19 beantworten wir nicht schriftlich.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten. Wir aktualisieren sie laufend.

Auf Kontakte und Links finden Sie Kontaktinfos, auch zu anderen Bundesstellen und den Kantonen.

Tel.
+41 58 463 00 00

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