Coronavirus: Schutzkonzepte

Durch Schutzkonzepte soll eine Verbreitung des Coronavirus verhindert werden. Deshalb müssen alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe, die geöffnet sein dürfen, spezifische Schutzkonzepte umsetzen. Auch Betreiber von Skigebieten und Wintersportorte müssen Schutzkonzepte haben.

Vorgaben für Schutzkonzepte

Für alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe, die geöffnet sein dürfen, braucht es ein Schutzkonzept. Auch Betreiber von Skigebieten und Wintersportorte müssen Schutzkonzepte umsetzen.

Nach wie vor ist es immer und überall wichtig, Abstand zu halten, die Hände regelmässig gründlich zu waschen, wenn nötig Masken zu tragen und Trennwände anzubringen, um eine Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

Für alle Branchen gelten dieselben Vorgaben für Schutzkonzepte. Diese Vorgaben sind durch die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie (Art. 4 und Anhang) geregelt. Verbindliche Rahmen- und Musterschutzkonzepte gibt es nicht mehr, Branchen und Verbände können diese jedoch als Hilfestellung zur Verfügung stellen. Die Betreiber sind weiterhin verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Informationen zu den Schutzkonzepten finden Sie auch auf der Webseite des SECO.

In allen Situationen gilt: Personen mit Krankheitssymptomen sollen zu Hause bleiben und sich testen lassen.

Das Schutzkonzept muss folgende Vorgaben berücksichtigen:

  1. Es muss Massnahmen zur Hygiene (z. B. Möglichkeit zum Händewaschen oder Händedesinfektion, regelmässige Reinigung von Oberflächen) und zur Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern vorsehen.
  2. Zudem muss es Massnahmen vorsehen, damit die Vorgaben der Maskenpflicht gewährleistet werden (insbesondere in öffentlich zugänglichen Innen- und Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben).
  3. Es muss Massnahmen vorsehen, damit der erforderliche Abstand auch beim Zutritt in die Einrichtung, in den Betrieb oder in die Veranstaltung eingehalten wird. Dies betrifft nicht den Zugang zu Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs. Die detaillierten Vorgaben zu den Quadratmeterbegrenzungen finden Sie im Anhang der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.
  4. Falls weder die Abstände eingehalten noch Schutzmassnahmen ergriffen werden können, müssen die Betreiber die Kontaktdaten der anwesenden Personen aufnehmen. Wird eine Person positiv auf das neue Coronavirus getestet, ist dadurch sichergestellt, dass sämtliche engen Kontakte dieser Person rückverfolgt werden können (Contact Tracing). Beachten Sie: Diese Massnahme ist nicht als prioritäre Massnahme zu verstehen, da sie Übertragungen des Coronavirus vor Ort nicht verhindern kann. Bei der Erhebung der Kontaktdaten müssen Betreiber folgendes einhalten:
    • Information der anwesenden Personen zur Erhebung und Verwendungszweck der Kontaktdaten
    • Auf Anfrage: Weiterleitung der Kontaktdaten an die kantonalen Behörden
    • Aufbewahrung der Kontaktdaten während 14 Tagen und anschliessende Vernichtung der Daten
  5. Im Schutzkonzept wird eine Person bezeichnet, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist und den Kontakt zu den kantonalen Behörden pflegt.

Spezifische Informationen zu den Vorgaben für Schutzkonzepte, zur Erhebung von Kontaktdaten und zu Quadratmeterbegrenzungen finden Sie im Anhang der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Schutzkonzepte sind die Einrichtungen und Betriebe selbst. Weder Bund noch Kantone genehmigen sie. Die Aufsicht über die Umsetzung der Schutzkonzepte sowie die Kontrollen obliegen den Kantonen.

Die Vorgaben für Schutzkonzepte können sich je nach Situation ändern. Informieren Sie sich regelmässig, ob Ihr Schutzkonzept den aktuellen Vorgaben entspricht.

Besondere Bestimmungen für Restaurants und Bars von Hotelbetrieben sowie für Mensen und Kantinen

Es dürfen aktuell nur Restaurants und Bars geöffnet sein, die sich in einem Hotel befinden, sowie Mensen und Betriebskantinen. Für Hotelrestaurants und -bars und für Mensen und Kantinen gelten zusätzlich zu den Vorgaben für Schutzkonzepte folgende besonderen Bestimmungen:

  • Die Konsumation von Speisen und Getränken muss sitzend erfolgen. Dies gilt drinnen und draussen.
  • Zwischen den Gästegruppen in Hotelrestaurants und -bars muss immer entweder der Abstand eingehalten werden oder eine Abschrankung vorhanden sein.
  • Die maximale Grösse einer Gästegruppe in Hotelrestaurants und -bars ist 4 Personen. Ausnahmen gibt es für Familien.
  • In Kantinen dürfen nur Personen verpflegt werden, die im Betrieb arbeiten. In Mensen und Verpflegungsbetrieben von obligatorischen Schulen dürfen ausschliesslich Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und weiteres Personal essen. Der Abstand muss zwischen allen anwesenden Personen eingehalten werden.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Restaurants und Bars finden Sie in Art. 5a der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Besondere Bestimmungen für Skigebiete

Betreiber von Skigebieten und Wintersportorte, die viele Gäste erwarten, müssen ein Schutzkonzept umsetzen.  

Vorgehen für Betreiber von Skigebieten

Reichen Sie das Schutzkonzept innert nötiger Frist der zuständigen kantonalen Stelle ein. Nachdem Sie das Schutzkonzept eingereicht haben, entscheidet die kantonale Stelle innerhalb von 10 Tagen über die Bewilligung. Der Betrieb ist nur zulässig, wenn die kantonale Bewilligung vorliegt. Die kantonale Stelle kann den Betrieb bewilligen, sofern die Voraussetzungen gemäss Art. 5c, Absatz 3 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie erfüllt sind.

Falls mehrere Anbieter ein Skigebiet betreiben, muss jeder ein Schutzkonzept einreichen und eine eigene Bewilligung haben. Die Kantone müssen die Umsetzung des Schutzkonzeptes regelmässig überprüfen.

Bestimmungen für Betreiber von Skigebieten

Das Schutzkonzept von Betreibern von Skigebieten muss nebst den allgemeinen Vorgaben für Schutzkonzepte folgende Besonderheiten berücksichtigen:

  • Geschlossene Fahrzeuge, wie beispielsweise Gondeln und Seilbahnen, dürfen maximal zu zwei Dritteln ihrer Kapazität besetzt werden.
  • Auf allen Skiliften und Gondeln gilt Maskenpflicht, auch beim Anstehen. Zudem muss beim Anstehen der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden.
  • Es muss Massnahmen vorsehen, damit der Abstand von 1,5 Metern auch auf den Zugangswegen zum Skigebiet sowie in den Zugangs- und Wartebereichen der Anlagen eingehalten wird.
  • Personen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert sind oder die Symptome haben, dürfen nicht ins Skigebiet eingelassen werden. Das Schutzkonzept muss dazu Massnahmen vorsehen, beispielsweise die Besuchenden zur Selbstdeklaration verpflichten. Ebenfalls muss das Personal die Anweisung erhalten, Personen mit offensichtlichen Symptomen nicht zu befördern, ausser sie können belegen, dass die Symptome nichts mit Covid-19 zu tun haben.
  • Das Schutzkonzept ist sowohl mit den Schutzkonzepten der Wintersportorte und denjenigen der Betreiber von Restaurationsbetrieben (Take-away) in diesem Gebiet zu koordinieren.
  • Die vorgesehenen Massnahmen und deren Einhaltung müssen überwacht werden. Besuchende, die sich nicht an die Vorgaben halten, sind aus dem Skigebiet zu weisen.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Betreiber von Skigebieten finden Sie in Art. 5c der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Vorgehen für Wintersportorte

Wintersportorte müssen ihre Schutzkonzepte ab dem 18. Dezember 2020 vorweisen können und umsetzen. Schutzkonzepte von Wintersportorten benötigen keine kantonale Bewilligung. Die Verantwortung liegt bei den Gemeinden selbst. Die Aufsicht über die Umsetzung der Schutzkonzepte sowie die Kontrollen obliegen den Kantonen.

Bestimmungen für Wintersportorte

Das Schutzkonzept von Wintersportorten muss folgende Vorgaben berücksichtigen:

  • Es muss Massnahmen vorsehen, um die Öffnungszeiten von Geschäften und Take-away-Betrieben zu koordinieren. Beispielsweise soll es für die anwesenden Touristen während des ganzen Tages möglich sein einzukaufen, so dass ein grosses Gedränge wegen kurzer Öffnungszeiten verhindert wird. Zudem muss es Massnahmen vorsehen, welche die Einhaltung der Abstände bei allfälligen Warteschlagen vor den Betrieben gewährleisten.
  • Es muss definieren, wie Personenflüsse in Bahnhöfen und bei Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sowie bei Parkplätzen geregelt sind.
  • Es muss ausweisen, wo Covid-19-Tests durchgeführt werden können.
  • Es muss aufzeigen, wie das Personal eingesetzt wird und wie das Personal die Einhaltung der Massnahmen überwacht.

Spezifische Informationen zu den Bestimmungen für Wintersportorte finden Sie in Art. 5b der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Vorgaben zum Schutz von Arbeitnehmenden

Arbeitgeber müssen kein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen, sofern der Betrieb nicht öffentlich zugänglich ist. Jedoch sind Arbeitgeber verpflichtet, den Schutz der Arbeitnehmenden gemäss Verordnung zu gewährleisten.

Das heisst, Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmenden die Empfehlungen betreffend Hygiene und Abstand einhalten können. In Innenräumen muss ausserdem jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer eine Maske tragen, sobald mehr als eine Person im gleichen Raum anwesend ist. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf der Seite Masken.

Die Arbeitgeber müssen zudem weitere Massnahmen gemäss dem STOP-Prinzip (Substitution, technische Massnahmen, organisatorische Massnahmen, persönliche Schutzausrüstung) treffen. Dies umfasst die physische Trennung, getrennte Teams oder das Tragen von Masken in Aussenbereichen oder in Fahrzeugen.  

Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des SECO

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Verhaltens- und Hygieneregeln: Abstand halten, Hände waschen, in Taschentuch oder Armbeuge husten/niesen, bei Symptomen zu Hause bleiben, Empfehlungen betreffend Masken und Homeoffice

Letzte Änderung 20.01.2021

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