Coronavirus: Massnahmen und Verordnungen

Aufgrund der Epidemie gibt es verschiedene Massnahmen, Regeln und Verbote. Diese haben alle dasselbe Ziel: die Eindämmung des Coronavirus. Wenn nötig passt der Bundesrat die nationalen Regeln an. In einigen Kantonen gelten strengere Regeln.

News: Lockerung der Massnahmen

Übersicht der geltenden Massnahmen

Diese Lockerungen gelten ab dem 19. April:

Übersicht: nationale Regeln und Verbote

Die untenstehende Übersicht zeigt, welche Regeln und Verbote zurzeit national gelten. Das heisst, in der ganzen Schweiz gelten mindestens diese Massnahmen. In den Kantonen kann es strengere Massnahmen geben. Informationen dazu finden Sie unter dem Titel Kantonale Massnahmen.


Arbeit

Homeoffice-Pflicht: Homeoffice ist in allen Bereichen Pflicht, in denen es ohne unverhältnismässigen Aufwand möglich ist zu Hause zu arbeiten.

Maskenpflicht in Innenräumen: Wenn mehrere Personen im selben Raum arbeiten oder zusammen in einem Fahrzeug sind, müssen alle eine Maske tragen. Diese Regel gilt auch bei grossem Abstand wie z.B. in einem Grossraumbüro. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite Masken.

Schutz am Arbeitsplatz: Informationen finden Sie auf der Seite Schutzkonzepte und auf der Seite Besonders gefährdete Personen.


Private Treffen und Feste

Bei Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis (z.B. Treffen und Feste) ist die erlaubte Anzahl Personen eingeschränkt. Bei dieser Anzahl werden Kinder mitgezählt. Empfehlung: Nur wenige Haushalte gleichzeitig treffen.

Regel drinnen: Erlaubt sind maximal 10 Personen.
Regel draussen: Erlaubt sind maximal 15 Personen.

Diese Regeln gelten nur für Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis. Anlässe wie z.B. ein Vereinsfest, eine Versammlung oder ein Anlass in der Pfarrgemeinde sind weiterhin verboten.


Versammlungen im öffentlichen Raum

Im öffentlichen Raum (z.B. auf Spazierwegen, in Parkanlagen oder auf Plätzen) gilt: Menschenansammlungen mit mehr als 15 Personen sind verboten.


Öffentliche Veranstaltungen

Grundsätzlich gilt: Veranstaltungen sind verboten.


Masken

An vielen öffentlichen Orten gilt Maskenpflicht. Beispielsweise in Geschäften, in Restaurants, im öffentlichen Verkehr und in belebten Fussgängerbereichen. Genaue Informationen finden Sie auf der Seite Masken. Als Faustregel gilt: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können.  


Läden, Märkte und Dienstleistungsbetriebe

Läden und Dienstleistungsbetriebe: Alle Läden dürfen wieder öffnen. Für Dienstleistungsbetriebe gibt es keine Beschränkung der Öffnungszeiten mehr. Allerdings ist für Läden und Dienstleistungsbetrieben die erlaubte Anzahl Kundinnen und Kunden beschränkt. Genaue Informationen dazu finden Sie im Anhang der entsprechenden Verordnung.

Märkte: Märkte dürfen drinnen und draussen stattfinden. Messen sind aber weiterhin verboten.


Restaurants und Bars geschlossen

Gastronomiebetriebe sind geschlossen.

Ausnahmen: Betriebskantinen, Schulkantinen der obligatorischen Schulen und der Sekundarstufe II sowie Restaurants für Hotelgäste dürfen offenbleiben. Take-away-Angebote und Lieferdienste sind erlaubt.  


Clubs geschlossen

Diskotheken und Tanzlokale sind geschlossen. Die Durchführung von Tanzveranstaltungen ist verboten.


Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen

  • Drinnen geöffnet: Museen, Bibliotheken und Lesesäle, Archive, Anlagen für den Reitsport, Hotelanlagen (z.B. Wellness) für Hotelgäste.
  • Draussen geöffnet: alle Aussenbereiche von Freizeitbetrieben (z.B. Zoos, botanische Gärten, Kunsteisbahnen, Tennis- und Fussballplätze, Skigebiete etc.)
  • Weiterhin geschlossen: Kinos, Casinos, Fitnesscentren, öffentliche Wellnessanlagen.
  • Für Kinder und Jugendliche geöffnet: Einrichtungen für Sport und Kultur dürfen für Aktivitäten von Personen bis Jahrgang 2001 drinnen und draussen öffnen. Dies betrifft z.B. Sportvereine, Theatergruppen, Jugendorchester und Jugendtreffs.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche mit Jahrgang 2001 oder jünger gilt:

  • Alle kulturellen und sportlichen Proben und Trainings sind ohne Einschränkungen erlaubt. Auch Auftritte und Wettkämpfe sind erlaubt, wenn sie ohne Publikum stattfinden.
  • Gemeinsames Singen ist erlaubt, auch in Chören oder im Musikunterricht. Konzerte sind erlaubt, wenn sie ohne Publikum stattfinden (z.B. Video-Streaming).
  • Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind erlaubt. Jugendtreffs sind offen. Verboten bleiben aber weiterhin Feste und Tanzveranstaltungen.

Erwachsene: Kulturelle Aktivitäten in der Freizeit

Für Erwachsene mit Jahrgang 2000 oder älter gilt:

Drinnen: Kulturelle Freizeitaktivitäten in Innenräumen dürfen mit maximal 5 Personen stattfinden, wenn alle eine Maske tragen und genügend Abstand einhalten.

Draussen: Kulturelle Freizeitaktivitäten im Freien dürfen mit maximal 15 Personen stattfinden, wenn alle eine Maske tragen oder genügend Abstand einhalten. Diese Regel ermöglich z.B. Proben von Theatergruppen, aber keine Veranstaltungen vor Publikum.


Erwachsene: Singen

In diesen Situationen ist Singen für Erwachsene mit Jahrgang 2000 oder älter verboten: Fast überall, wo in der Freizeit gemeinsam gesungen wird z.B. in Gottesdiensten, im Freundeskreis, in einer Band und in nicht-beruflichen Chören. Das Verbot gilt drinnen und draussen.

In diesen Situationen ist Singen erlaubt:

  • Alleine oder im Familienkreis.
  • Für berufliche Sängerinnen und Sänger: Proben sind grundsätzlich erlaubt, Auftritte nur an erlaubten Veranstaltungen wie z.B. als Begleitung einer religiösen Veranstaltung.
  • Für berufliche Chöre: Proben sind grundsätzlich erlaubt, Auftritte nur ohne Publikum (z.B. Video-Streaming).

Erwachsene: Sport in der Freizeit

Für Erwachsene mit Jahrgang 2000 oder älter gilt:

  • Kontaktsportarten (z.B. Kampfsport, Eishockey, Fussball) sind verboten.
  • In allen anderen Sportarten sind Trainings im Freien maximal 15 Personen erlaubt, wenn alle mindestens 1,5 Meter Abstand halten oder alle eine Maske tragen.
  • Trainings in Innenräumen sind verboten.

Profibereich: Sport und Kultur

Berufliche Wettkämpfe und Auftritte vor Publikum sind verboten (Veranstaltungsverbot). Ohne Publikum z.B. für Fernseh-Übertragungen sind sie erlaubt.

Für berufliche Proben und Trainings gibt es keine Einschränkungen. Wenn immer möglich müssen aber die Vorgaben betreffend Hygiene, Abstand und – bei Nichteinhaltung des Abstands – Maske beachtet werden. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler bzw. Tänzerinnen und Tänzer, Schauspielerinnen und Schauspieler oder Orchestermitglieder etc. zu schützen.  

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Sport BASPO und auf der Webseite des Bundesamtes für Kultur BAK.


Schulen

Obligatorische Schulen: Präsenzunterricht ist erlaubt. Die Schulen müssen ein Schutzkonzept umsetzen.

Sekundarstufe II (z.B. Gymnasien und Berufsschulen): Präsenzunterricht ist erlaubt. Die Schulen müssen ein Schutzkonzept umsetzen. Zudem müssen alle Personen vor Ort eine Maske tragen. Für den Sportunterricht gibt es keine Beschränkung der Gruppengrösse, er darf auch in Sporthallen stattfinden.  

Tertiärstufe (z.B. Universitäten und Fachhochschulen): Präsenzunterricht ist nur dann erlaubt, wenn eine Präsenz vor Ort unbedingt notwendig ist (z.B. Unterricht zur Bedienung einer bestimmten Maschine, Sezieren im Medizinstudium) und sofern er notweniger Bestandteil des Bildungsgangs ist. Ansonsten muss auf Fernunterricht umgestiegen werden. Prüfungen im Zusammengang mit Bildungsgängen, im Bereich der höheren Berufsbildung oder zum Erwerb eines amtlichen Ausweises dürfen unter Berücksichtigung von Schutzmassnahmen vor Ort durchgeführt werden.

Schulen und Kurse im Freizeitbereich: Präsenzunterricht ist bei Kursen für Erwachsene (Jahrgang 2000 oder älter) verboten. Einzellektionen, wie beispielsweise in der Musikschule oder für die Bootsführerprüfung, sind erlaubt.


Skigebiete

Skigebiete (d.h. Transportanlagen mit Skipisten) dürfen nur mit einer Bewilligung des Kantons geöffnet werden. Die Kantone dürfen die Bewilligung nur erteilen, wenn insbesondere die erforderlichen Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung vorhanden sind und die epidemiologische Lage im Kanton eine Öffnung erlaubt. Die Betreiber der Skigebiete müssen ein strenges Schutzkonzept umsetzen, u.a. mit Maskenpflicht in den Transportanlagen sowie in den Warteräumen davor. Die Schliessung der Restaurationsbetriebe gilt auch in Skigebieten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Schutzkonzepte.


Schutzkonzepte

Alle Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen.


Isolation

Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen in Isolation. Informationen finden Sie auf der Seite Isolation und Quarantäne.


Quarantäne

In Quarantäne müssen:  

  • Personen, die engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten. Informationen finden Sie auf der Seite Isolation und Quarantäne.
  • Personen, die aus Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen. Informationen finden Sie auf der Seite Einreise in die Schweiz.

Ordnungsbussen

Widerhandlungen gegen Massnahmen zur Bekämpfung der Epidemie werden explizit als Straftatbestände aufgeführt und können teilweise mit Ordnungsbussen bestraft werden. Die Höhe der Busse beträgt je nach Delikt zwischen 50 und 200 Franken. Mit einer Ordnungsbusse gebüsst werden kann etwa, wer im öffentlichen Verkehr sowie in den Bahnhöfen und an den Haltestellen oder in und vor öffentlich zugänglichen Einrichtungen keine Maske trägt. Ordnungsbussen sind zudem möglich für Teilnahme an unzulässigen Veranstaltungen oder die Durchführung einer verbotenen privaten Veranstaltung.  

Richtwerte

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 19. März 2021 entschieden, wie die Richtwerte mit zunehmendem Impfstand der Bevölkerung gelockert werden können. Er hat dafür drei Phasen definiert. Detaillierte Informationen finden Sie in den Dokumenten:

Bisherige Massnahmen

Sie möchten wissen, welche Massnahmen der Bund in der Vergangenheit beschlossen hat? Dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Kantonale Massnahmen

Seit Juni 2020 gilt die besondere Lage gemäss Epidemiengesetz. Die Kantone treffen zusätzliche Massnahmen, wenn die Fallzahlen auf ihrem Gebiet steigen, ein Anstieg der Fallzahlen droht oder weitere Indikatoren auf eine problematische Entwicklung hindeuten (z.B. Reproduktionswert, Kapazitäten im Contact Tracing und in der Gesundheitsversorgung). Die Massnahmen können sich deshalb von Kanton zu Kanton unterscheiden.

Informieren Sie sich beim entsprechenden Kanton, welche kantonalen Massnahmen gelten. Wo die kantonalen Massnahmen strenger sind als die nationalen, gilt es diese zu beachten. Die Links zu den Informationsangeboten der Kantone finden Sie auf der Webseite www.ch.ch.

Weisungen an die Kantone

 

Gesundheitsversorgung

Die Kantone können öffentliche und private Spitäler zur Bereitstellung von Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten verpflichten.

Die Spitäler sind verpflichtet, einen ausreichenden Bestand an wichtigen Arzneimitteln vorrätig zu haben. Dies gilt sowohl für die Behandlung von Patientinnen und Patienten, die am neuen Coronavirus erkrankt sind, als auch für weitere medizinisch dringende Behandlungen.

Zur Unterstützung der Kantone hilft der Bund dabei, die Versorgung mit medizinischen Gütern sicherzustellen.

Die einzelnen Bestimmungen in Bezug auf die Versorgung mit wichtigen medizinischen Gütern sind in der Covid-19-Verordnung 3 zu finden.

Meldepflicht der Gesundheitsversorger

Der Bund koordiniert die Verfügbarkeit von Spitalbetten, die zur Behandlung der Covid-19-Patientinnen und -Patienten nötig sind. Dazu braucht er aktuelle Informationen aus den Spitälern. Beispielsweise müssen die Kantone dem koordinierenden Sanitätsdienst melden, wie hoch die Auslastung der Spitalbetten ist oder wie viele Intensivpflegeplätze belegt sind.

Verordnungen

Covid-19-Verordnung 3


Covid-19-Verordnung besondere Lage

Änderung vom 14. April 2021


Verordnung über das Proximity-Tracing-System


Covid-19-Verordnung im Bereich des internationalen Personenverkehrs

Änderung vom 17. Februar 2021


Hinweis: in der Systematischen Rechtssammlung sind auf den Seiten mit den aktuellen Verordnungen zu Covid-19 auch alle bisherigen Fassungen der Verordnung zu finden (siehe rechte Spalte: «Alle Fassungen»).

 

Erläuterungen

Erläuterungen der Covid-19-Verordnung 3

Im Korrekturmodus


Erläuterungen der Covid-19-Verordnung besondere Lage

Im Korrekturmodus

Änderung vom 14. April 2021


Erläuterungen zur Verordnung über das Proximity-Tracing-System

Im Korrekturmodus


Erläuterungen der Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs


Bisherige Fassungen der Erläuterungen

Covid-19-Gesetz

Das Covid-19-Gesetz wurde am 25.9.2020 vom Schweizer Parlament verabschiedet. Es schafft die rechtliche Grundlage, damit der Bundesrat die notverordnungsrechtlich beschlossenen Massnahmen aufrechterhalten kann, die für die Bewältigung der Covid-19-Epidemie weiterhin erforderlich sind.

Links

Gesetze

Gesetzgebung Übertragbare Krankheiten – Epidemiengesetz (EpG)

Das Epidemiengesetz soll gewährleisten, dass übertragbare Krankheiten frühzeitig erkannt, überwacht, verhütet und bekämpft werden und trägt dazu bei, Krankheitsausbrüche mit grossem Gefährdungspotenzial besser zu bewältigen.

Weiterführende Themen

Schutzkonzepte

Für Betriebe und Einrichtungen, Gastronomiebetriebe, Kinder und Schulen, öffentlicher Verkehr, Gesundheitspraxen, Sport und Empfehlungen für Arbeitgebende

Regelungen in der Krankenversicherung

Kostenübernahme medizinischer Leistungen, Tarifierung, Finanzierung

Gesetzgebung Übertragbare Krankheiten – Epidemiengesetz (EpG)

Das Epidemiengesetz soll gewährleisten, dass übertragbare Krankheiten frühzeitig erkannt, überwacht, verhütet und bekämpft werden und trägt dazu bei, Krankheitsausbrüche mit grossem Gefährdungspotenzial besser zu bewältigen.

Koordinationsorgan Epidemiengesetz (KOr EpG)

Das Koordinationsorgan Epidemiengesetz (KOr EpG) stärkt die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen im Bereich der übertragbaren Krankheiten.

Leichte Sprache

Die Regeln und Verbote des Bundes, Informationen zum Corona-Virus, wann Sie zuhause bleiben müssen

Gebärdensprache

Die Regeln und Verbote des Bundes, Informationen zum Corona-Virus, wann Sie zuhause bleiben müssen

Letzte Änderung 16.04.2021

Zum Seitenanfang

Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Infoline Coronavirus
Tel. +41 58 463 00 00

Kontaktinformationen drucken

https://www.bag.admin.ch/content/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html