Coronavirus: Massnahmen und Verordnungen

Aufgrund der Epidemie gibt es verschiedene Massnahmen, Regeln und Verbote. Diese haben alle dasselbe Ziel: die Eindämmung des Coronavirus. Wenn nötig passt der Bundesrat die nationalen Regeln an. In einigen Kantonen gelten strengere Regeln.

Übersicht: nationale Regeln und Verbote

Die untenstehende Übersicht zeigt, welche Regeln und Verbote zurzeit national gelten. Das heisst, in der ganzen Schweiz gelten mindestens diese Massnahmen. In den Kantonen kann es strengere Massnahmen geben. Informationen dazu finden Sie unter dem Titel Kantonale Massnahmen.

Überall wichtig, um sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen: die Hygiene- und Verhaltensregeln.  

Übersicht der geltenden Massnahmen

Arbeit

Homeoffice-Pflicht: Homeoffice ist in allen Bereichen Pflicht, in denen es ohne unverhältnismässigen Aufwand möglich ist zu Hause zu arbeiten.

Maskenpflicht in Innenräumen: Wenn mehrere Personen im selben Raum arbeiten oder zusammen in einem Fahrzeug sind, müssen alle eine Maske tragen. Diese Regel gilt auch bei grossem Abstand. Genauere Informationen finden Sie auf der Seite Masken.

Schutz besonders gefährdeter Personen: Besonders gefährdete Personen sind spezifisch geschützt. Sie haben das Recht auf Homeoffice oder einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung. Genauere Informationen finden Sie in der Covid-19-Verordnung 3.


Private Treffen und Feste

Regel: An Treffen im Freundes- und Familienkreis dürfen maximal 5 Personen teilnehmen. Bei der Anzahl Teilnehmenden werden Kinder mitgezählt.

Empfehlung: Der Bundesrat empfiehlt, Treffen auf zwei Haushalte zu beschränken und die Anzahl der Kontakte so gering wie möglich zu halten.


Versammlungen im öffentlichen Raum

Im öffentlichen Raum (z.B. auf Spazierwegen, in Parkanlagen oder auf Plätzen) gilt: Menschenansammlungen mit mehr als 5 Personen sind verboten.


Öffentliche Veranstaltungen

Grundsätzlich gilt: Veranstaltungen sind verboten.


Masken

An vielen öffentlichen Orten gilt Maskenpflicht. Beispielsweise in Geschäften, in Restaurants, im öffentlichen Verkehr und in belebten Fussgängerbereichen. Genaue Informationen finden Sie auf der Seite Masken. Als Faustregel gilt: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können.  


Läden, Märkte und Dienstleistungsbetriebe

Geschlossene Läden: Läden und Märkte mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossen. Bestellte Ware dürfen Sie aber weiterhin vor Ort abholen («Click & Collect»).

Geöffnete Läden: Läden und Märkte mit Waren des sogenannten «täglichen Bedarfs» sind weiterhin geöffnet. Zum täglichen Bedarf gehören z.B. Lebensmittel, Drogerieartikel und Kosmetika, Geschirr, Putzmittel, Zeitungen, Schreibwaren sowie Bau- und Gartenartikel. Die Öffnungszeiten dieser Läden und Märkte sind nicht mehr eingeschränkt (z.B. dürfen Tankstellen und Kioske sonntags geöffnet haben).

Dienstleistungen: Die Öffnungszeiten der meisten Dienstleistungsbetriebe sind eingeschränkt. Dies betrifft z.B. Poststellen, Banken, Coiffeure, Kosmetikstudios, Massagesalons und Erotikbetriebe.


Restaurants und Bars geschlossen

Gastronomiebetriebe sind geschlossen.

Ausnahmen: Betriebskantinen, Schulkantinen der obligatorischen Schulen und der Sekundarstufe II sowie Restaurants für Hotelgäste dürfen offenblieben. Take-away-Angebote und Lieferdienste sind erlaubt.  


Clubs geschlossen

Diskotheken und Tanzlokale sind geschlossen. Die Durchführung von Tanzveranstaltungen ist verboten.


Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen

Museen, Kinos, Casinos, botanische Gärten und Zoos sowie andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen. In Bibliotheken und Archiven sind nur die Lesesäle geschlossen, die Ausleihe ist weiterhin möglich.


Kulturelle Aktivitäten in der Freizeit

Für kulturelle Proben in der Freizeit gilt: Aktivitäten mit mehr als 5 Personen sind verboten. Aktivitäten mit maximal 5 oder weniger Personen sind erlaubt, wenn die untenstehenden Vorgaben eingehalten werden:

Ausgenommen vom Verbot und den Vorgaben: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Sie dürfen in grösseren Gruppen proben.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Kultur BAK.  


Gemeinsames Singen

In diesen Situationen ist Singen verboten: Fast überall, wo in der Freizeit gemeinsam gesungen wird z.B. in Gottesdiensten, bei Silvesterbräuchen, im Freundeskreis, in einer Band und in nicht-beruflichen Chören. Das Verbot gilt drinnen und draussen. Das Verbot betrifft auch Kitas und den sogenannten Singkreis in Kitas. Weitere Informationen zum Sing-Verbot in Kitas finden Sie in den Häufig gestellte Fragen (FAQ).  

In diesen Situationen ist Singen erlaubt:

  • Alleine oder im Familienkreis.
  • Im Musikunterricht von Kindern an obligatorischen Schulen.
  • Im Einzelunterricht.
  • Proben und Konzerte von beruflichen Sängerinnen und Sängern.
  • Proben von beruflichen Chören.

Sport und Wellness in der Freizeit

  • Sport- und Wellnessbetriebe sind geschlossen. Die Schliessung betrifft z.B. Fitnesscentren, Kunsteisbahnen und Schwimmbäder. Ausgenommen von der Schliessung sind Skigebiete, Reitanlagen und Hotelanlagen, die nur für Hotelgäste offen sind.
  • Kontaktsportarten (z.B. Kampfsport, Eishockey, Fussball) sind verboten.
  • Für alle anderen Sportarten gilt: Im Freien sind Trainings als Einzelperson oder mit maximal 5 Personen erlaubt, wenn alle mindestens 1,5 Meter Abstand halten oder alle eine Maske tragen.

Ausgenommen von den Schliessungen und den Vorgaben: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Sie dürfen in grösseren Gruppen trainieren und auch Sportarten mit Körperkontakt ausführen. Verboten sind nur Wettkämpfe.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Sport BASPO.  


Profibereich: Sport und Kultur

Berufliche Wettkämpfe und Auftritte vor Publikum sind verboten (Veranstaltungsverbot). Ohne Publikum z.B. für Fernseh-Übertragungen sind sie erlaubt.

Für berufliche Proben und Trainings gibt es keine Einschränkungen. Wenn immer möglich müssen aber die Vorgaben betreffend Hygiene, Abstand und – bei Nichteinhaltung des Abstands – Maske beachtet werden. Der Arbeitgeber die Pflicht, die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler bzw. Tänzerinnen und Tänzer, Schauspielerinnen und Schauspieler oder Orchestermitglieder etc. zu schützen.  

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Sport BASPO und auf der Webseite des Bundesamtes für Kultur BAK.


Schulen

Obligatorische Schulen: Präsenzunterricht ist erlaubt. Die Schulen müssen ein Schutzkonzept umsetzen.

Sekundarstufe II (z.B. Gymnasien und Berufsschulen): Präsenzunterricht ist erlaubt. Die Schulen müssen ein Schutzkonzept umsetzen. Zudem müssen alle Personen vor Ort eine Maske tragen. Für den Sportunterricht gibt es keine Beschränkung der Gruppengrösse, er darf auch in Sporthallen stattfinden. Die Vorgaben bezüglich Abstand und/oder Maske müssen eingehalten werden.

Tertiärstufe (z.B. Universitäten und Fachhochschulen): Präsenzunterricht ist nur dann erlaubt, wenn eine Präsenz vor Ort unbedingt notwendig ist (z.B. Unterricht zur Bedienung einer bestimmten Maschine, Sezieren im Medizinstudium) und sofern er notweniger Bestandteil des Bildungsgangs ist. Ansonsten muss auf Fernunterricht umgestiegen werden. Prüfungen im Zusammengang mit Bildungsgängen, im Bereich der höheren Berufsbildung oder zum Erwerb eines amtlichen Ausweises dürfen unter Berücksichtigung von Schutzmassnahmen vor Ort durchgeführt werden.

Schulen und Kurse im Freizeitbereich: Präsenzunterricht ist bei Kursen für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren verboten. Einzellektionen, wie beispielsweise in der Musikschule oder für die Bootsführerprüfung, sind erlaubt.


Skigebiete

Skigebiete (d.h. Transportanlagen mit Skipisten) dürfen nur mit einer Bewilligung des Kantons geöffnet werden. Die Kantone dürfen die Bewilligung nur erteilen, wenn insbesondere die erforderlichen Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung vorhanden sind und die epidemiologische Lage im Kanton eine Öffnung erlaubt. Die Betreiber der Skigebiete müssen ein strenges Schutzkonzept umsetzen, u.a. mit Maskenpflicht in den Transportanlagen sowie in den Warteräumen davor. Die Schliessung der Restaurationsbetriebe gilt auch in Skigebieten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Schutzkonzepte.


Schutzkonzepte

Alle Betreiber von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben müssen ein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen.


Isolation

Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen in Isolation. Informationen finden Sie auf der Seite Isolation und Quarantäne.


Quarantäne

In Quarantäne müssen:  

  • Personen, die engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten. Informationen finden Sie auf der Seite Isolation und Quarantäne.
  • Personen, die aus Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen. Informationen finden Sie auf der Seite Quarantäne für Einreisende.

Bisherige Massnahmen

Sie möchten wissen, welche Massnahmen der Bund in der Vergangenheit beschlossen hat? Dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Kantonale Massnahmen

Seit Juni 2020 gilt die besondere Lage gemäss Epidemiengesetz. Die Kantone treffen zusätzliche Massnahmen, wenn die Fallzahlen auf ihrem Gebiet steigen, ein Anstieg der Fallzahlen droht oder weitere Indikatoren auf eine problematische Entwicklung hindeuten (z.B. Reproduktionswert, Kapazitäten im Contact Tracing und in der Gesundheitsversorgung). Die Massnahmen können sich deshalb von Kanton zu Kanton unterscheiden.

Informieren Sie sich beim entsprechenden Kanton, welche kantonalen Massnahmen gelten. Wo die kantonalen Massnahmen strenger sind als die nationalen, gilt es diese zu beachten. Die Links zu den Informationsangeboten der Kantone finden Sie auf der Webseite www.ch.ch.

Weisungen an die Kantone

 

Gesundheitsversorgung

Die Kantone können öffentliche und private Spitäler zur Bereitstellung von Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten verpflichten.

Die Spitäler sind verpflichtet, einen ausreichenden Bestand an wichtigen Arzneimitteln vorrätig zu haben. Dies gilt sowohl für die Behandlung von Patientinnen und Patienten, die am neuen Coronavirus erkrankt sind, als auch für weitere medizinisch dringende Behandlungen.

Zur Unterstützung der Kantone hilft der Bund dabei, die Versorgung mit medizinischen Gütern sicherzustellen.

Die einzelnen Bestimmungen in Bezug auf die Versorgung mit wichtigen medizinischen Gütern sind in der Covid-19-Verordnung 3 zu finden.

Meldepflicht der Gesundheitsversorger

Der Bund koordiniert die Verfügbarkeit von Spitalbetten, die zur Behandlung der Covid-19-Patientinnen und -Patienten nötig sind. Dazu braucht er aktuelle Informationen aus den Spitälern. Beispielsweise müssen die Kantone dem koordinierenden Sanitätsdienst melden, wie hoch die Auslastung der Spitalbetten ist oder wie viele Intensivpflegeplätze belegt sind.

Verordnungen

Covid-19-Verordnung 3

Änderung vom 13. Januar 2021


Covid-19-Verordnung besondere Lage


Verordnung über das Proximity-Tracing-System


Covid-19-Verordnung im Bereich des internationalen Personenverkehrs

Änderung vom 18.12.2020


Hinweis: in der Systematischen Rechtssammlung sind auf den Seiten mit den aktuellen Verordnungen zu Covid-19 auch alle bisherigen Fassungen der Verordnung zu finden (siehe rechte Spalte: «Alle Fassungen»).

 

Erläuterungen

Erläuterungen der Covid-19-Verordnung 3

Im Korrekturmodus

Änderung vom 18.12.2020

Änderung vom 13.1.2021


Erläuterungen der Covid-19-Verordnung besondere Lage

Im Korrekturmodus


Erläuterungen zur Verordnung über das Proximity-Tracing-System

Im Korrekturmodus


Erläuterungen der Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs

Im Korrekturmodus


Bisherige Fassungen der Erläuterungen

Covid-19-Gesetz

Das Covid-19-Gesetz wurde am 25.9.2020 vom Schweizer Parlament verabschiedet. Es schafft die rechtliche Grundlage, damit der Bundesrat die notverordnungsrechtlich beschlossenen Massnahmen aufrechterhalten kann, die für die Bewältigung der Covid-19-Epidemie weiterhin erforderlich sind.

Links

Gesetze

Gesetzgebung Übertragbare Krankheiten – Epidemiengesetz (EpG)

Das Epidemiengesetz soll gewährleisten, dass übertragbare Krankheiten frühzeitig erkannt, überwacht, verhütet und bekämpft werden und trägt dazu bei, Krankheitsausbrüche mit grossem Gefährdungspotenzial besser zu bewältigen.

Weiterführende Themen

Schutzkonzepte

Für Betriebe und Einrichtungen, Gastronomiebetriebe, Kinder und Schulen, öffentlicher Verkehr, Gesundheitspraxen, Sport und Empfehlungen für Arbeitgebende

Regelungen in der Krankenversicherung

Kostenübernahme medizinischer Leistungen, Tarifierung, Finanzierung

Gesetzgebung Übertragbare Krankheiten – Epidemiengesetz (EpG)

Das Epidemiengesetz soll gewährleisten, dass übertragbare Krankheiten frühzeitig erkannt, überwacht, verhütet und bekämpft werden und trägt dazu bei, Krankheitsausbrüche mit grossem Gefährdungspotenzial besser zu bewältigen.

Koordinationsorgan Epidemiengesetz (KOr EpG)

Das Koordinationsorgan Epidemiengesetz (KOr EpG) stärkt die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen im Bereich der übertragbaren Krankheiten.

Leichte Sprache

Die Regeln und Verbote des Bundes, Informationen zum Corona-Virus, wann Sie zuhause bleiben müssen

Gebärdensprache

Die Regeln und Verbote des Bundes, Informationen zum Corona-Virus, wann Sie zuhause bleiben müssen

Letzte Änderung 22.01.2021

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Kontakt

Anfragen im Zusammenhang mit Covid-19 beantworten wir nicht schriftlich.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten. Wir aktualisieren sie laufend.

Auf Kontakte und Links finden Sie Kontaktinfos, auch zu anderen Bundesstellen und den Kantonen.

Tel.
+41 58 463 00 00

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https://www.bag.admin.ch/content/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html