Coronavirus: Masken

In der Schweiz gilt an vielen Orten Maskenpflicht. Im Allgemeinen gilt: Tragen Sie eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können. Die Maske soll immer Nase und Mund bedecken.

Arten von Masken

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Masken und Gesichtsschutze. Unten aufgeführt finden Sie Informationen, welcher Maskentyp für welche Situation sinnvoll ist und welche Qualitätsanforderungen die einzelnen Maskentypen erfüllen sollten.


Hygienemaske/medizinische Gesichtsmaske (chirurgische Maske, OP-Maske, allenfalls mit transparentem Fenster)

Bild Hygienemaske

Achten Sie darauf, dass Sie Hygienemasken verwenden, die folgende Anforderungen erfüllen:

  • Norm: EN 14683
  • Informationen auf der Verpackung: CE-Zeichen und Angaben vom Hersteller inkl. Adresse

Bei Hygienemasken der Norm EN 14683 gibt es drei Typen (Typ I, II und IIR) mit unterschiedlichen Filterleistungen. Für den Gebrauch im Alltag empfehlen wir alle Typen.

Hygienemasken schützen bei korrekter Anwendung vor allem andere Personen vor einer Ansteckung (Fremdschutz). Zu einem gewissen Masse besteht bei solchen Masken auch eine Schutzwirkung für die Trägerin oder für den Träger selbst (Eigenschutz).


Community-Maske (industriell gefertigte Textilmaske, allenfalls mit transparentem Fenster)

Bild Community-Maske

Für Community-Masken gibt es keine rechtlich verbindliche Qualitätsnorm. Achten Sie darauf, dass Sie Community-Masken verwenden, die einen Hinweis auf die «SNR 30000» der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV) tragen.

Community-Masken, die den Hinweis «SNR 30000» enthalten, sollten den Mindestanforderungen der Science Task Force entsprechen. Die Wirkung von solchen Community-Masken ist mit der Wirkung von Hygienemasken (siehe oben) vergleichbar. Sie finden die neuste Empfehlung mit detaillierten Informationen zu den Anforderungen auf der Webseite der Science Task Force.

Community-Masken dürfen mit einem Label (z.B. TESTEX oder SQTS) gekennzeichnet werden, wenn sie auf die Mindestanforderungen der Science Task Force geprüft wurden.

Community-Masken schützen bei korrekter Anwendung vor allem andere Personen vor einer Ansteckung. Zu einem gewissen Masse besteht bei solchen Masken auch eine Schutzwirkung für die Trägerin oder für den Träger. Beachten Sie zur Handhabung und Pflege von Community-Masken immer die Angaben des Herstellers.

Halsschläuche, die Sie beispielsweise fürs Skifahren tragen können, zählen ebenfalls zu den Community-Masken und sollten den Empfehlungen der Science Task Force entsprechen. 


Atemschutzmaske (Filtering face piece (FFP) bzw. FFP2- /FFP3-Maske)

Coronavirus_Atemschutzmaske

(Diese Masken werden mit ähnlichem Standard auch als N95 (in den USA produziert) oder KN95 (in China produziert) im Handel angeboten)

Atemschutzmasken sollten folgende Anforderungen erfüllen:

  • Norm: EN 149
  • Aufgedruckte Bezeichnung: EN 149 (Jahresangabe) FFP2, plus CE Kennzeichen
  • Passform und Grösse: Es sollte die zur Gesichtsform passende Form und Grösse gewählt werden.  

Atemschutzmasken, wie FFP2-Masken sind so konzipiert, dass sowohl die Ausatemluft als auch die Einatemluft durch das Filtermaterial transportiert und somit Partikel, die möglicherweise mit Viren beladen sind, herausgefiltert werden. Dies konnte in vielen Studien unter Laborbedingungen gezeigt werden.

Dieser Effekt wird bei anderen Masken wie z.B. Hygiene-Masken nur zu einem geringeren Grad erzielt. Atemschutzmasken sind daher bezüglich der Materialfilterleistung anderen Masken überlegen und bieten die Möglichkeit, sich und andere zusätzlich vor Aerosolen zu schützen.

Eine Atemschutzmaske muss optimal an die Gesichtsform angepasst werden und zu jeder Zeit eng am Gesicht anliegen. Es darf kein Spalt zwischen Maske und Gesichtshaut entstehen, da sonst die Luft grösstenteils durch den Spalt transportiert wird und durch die forcierte Strömung sogar noch weiterverbreitet werden kann. Die Einatemluft wird dann auch nicht gefiltert, sondern strömt ungefiltert durch die Spalten. Das gilt insbesondere auch für die Partien rechts und links der Nase, die mit dem Metallbügel eng an die Nasenform anmodelliert werden müssen. Atemschutzmasken können bei Bartträgern generell nicht ausreichend eng anliegend getragen werden. Beim Tragen sollte darauf geachtet werden, dass die Maske z. B. beim Sprechen oder bei anderen Bewegungen nicht verrutscht, da sonst Spalten entstehen.

FFP2-Masken werden daher derzeit vor allem in der Patientenversorgung bei bestimmten Risikokontakten empfohlen, z. B. bei engen Kontakten zu den Atemwegen gesicherter Covid-19-Patienten, oder bei Situationen, bei denen es zur vermehrten Freisetzung oder Akkumulation von Aerosolen, z. B. bei schlechter Raumlüftung, kommen kann. Weitere Informationen finden Sie in den Empfehlungen des Nationalen Zentrum für Infektionsprävention (Swissnoso).

In Alltagssituationen (bspw. beim Einkaufen in Geschäften) schützen chirurgische Masken genügend. Wer sich aber durch das Tragen einer FFP2-Maske sicherer fühlt und sich zusätzlich schützen oder aus anderen Gründen eine solche Maske tragen möchte, kann das jederzeit tun. Dies kann beispielsweise bei einem Treffen mit vulnerablen Personen der Fall sein.

Zusammengefasst bedeutet das: Für den privaten Gebrauch in Alltagssituationen sind hygienische Masken ausreichend. Wer sich mit Atemschutzmasken sicherer fühlt, kann diese verwenden. 

Auf dem Markt gibt es auch Masken mit Ventilen. Solche Masken empfehlen wir ausdrücklich NICHT für den Alltag, denn diese filtern nicht beim Ausatmen und tragen eher zur Virenverbreitung bei.

Genereller Hinweis: Unsere Einschätzungen zu den Atemschutzmasken basieren auf dem aktuellen Wissensstand. Falls es aufgrund der Situationsentwicklung oder aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nötig ist, werden wir diese Einschätzungen anpassen.


Weitere Masken (selbstgenähte Maske, Do-it-yourself-Maske usw.)

Bild selbstgenähte Maske

Für diese Masken gibt es keine verbindliche Qualitätsnorm. Das heisst, die Qualität und damit auch die Schutzwirkung der selbstgemachten Masken können sehr unterschiedlich sein. Wir können daher keine allgemeingültige Aussage zu ihrer Schutzwirkung machen.

Generell gilt aber: Um die Trägerin/den Träger ausreichend zu schützen, müssen die selbstgemachten Masken dieselben Eigenschaften aufweisen wie industriell gefertigte Community-Masken. Insbesondere müssen die Masken gut ans Gesicht angepasst sein und aus mindestens 2, besser noch 3 Lagen dicht gewebtem Stoff bestehen.


Schal oder Tuch

Bild Schal

Ein Schal oder ein Tuch schützt nicht ausreichend vor einer Ansteckung und hat nur eine beschränkte Fremdschutzwirkung. Daher können weder Schal noch Tuch eine Maske ersetzen.


Transparente Gesichtsschutze

Transparente Masken und Gesichtsschutze gibt es ebenfalls. Die meisten dieser Produkte empfehlen wir nicht für den Alltag, sondern nur für bestimmte Ausnahmesituationen.

Maske mit transparentem Fenster

Bild Maske mit transparentem Fenster

Masken mit einem transparenten Fenster dürfen Sie tragen. Vorausgesetzt, diese Masken entsprechen denselben Standards wie Hygiene- oder Community-Masken (siehe oben).


Visier

Bild Visier

Visiere können Sie nicht als Ersatz für eine Maske nutzen. Visiere werden lose an der Stirn befestigt. Sie schützen die Augen vor einer möglichen Infektion durch Tröpfchen. Bei Visieren ist eine Ansteckung auf aerogenem Wege aber nicht auszuschliessen. Sie dienen nur als ergänzende Schutzmassnahme zu einer Maske und können in folgender Ausnahmesituation zusätzlich zu einer Maske getragen werden:


Transparenter Gesichtsschutz aus Kunststoff

Bild transparenter Gesichtsschutz

Auf dem Markt gibt es zudem transparente Gesichtsschutze aus Kunststoff. Ein solcher Gesichtsschutz erinnert von der Form an eine Maske: Er deckt Nase und Mund ab, liegt an den Seiten des Gesichts eng an und reicht bis unter das Kinn. Unterhalb vom Kinn ist dieser Schutz geöffnet. Die ausgeatmete Luft entweicht dort. Die Verwendung eines transparenten Gesichtsschutzes empfehlen wir nur in folgender Ausnahmesituation:


Transparentes Kunststoffschild

Bild transparentes Kunststoffschild

Transparente Kunststoffschilder, die auf dem Kinn aufgesetzt werden, funktionieren als Spuckschutz. Sie schützen aber nicht vor einer Infektion über die Atemluft. Solche Kunststoffschilder können Sie daher nicht als Ersatz einer Maske nutzen.


Weiterführende Informationen von Swissmedic und der Swiss National COVID-19 Science Task Force im Register Links.  

Korrekter Umgang mit Masken

Beachten Sie folgende Hinweise im Umgang mit Masken:

  • Verwendung: Wichtig ist, dass die Maske Nase und Mund immer bedeckt. Waschen Sie sich vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen der Maske immer die Hände oder desinfizieren Sie die Hände. Berühren Sie die Maske möglichst wenig. Community-Masken können Sie mehrmals benutzen, da sie gewaschen werden können. Hygienemasken sollten Sie nur einmal verwenden.
  • Mehrmalige Verwendung: Falls Sie Ihre Maske mehrmals verwenden, weil Sie die Maske beispielsweise nur für kurze Zeit getragen haben, dann sind die Händehygiene und die korrekte Verwendung und Aufbewahrung wichtig: Waschen oder desinfizieren Sie sich vor und nach dem An- und Ausziehen die Hände und berühren Sie die Maske möglichst wenig. Wichtig: Wenn Sie eine akute Atemwegserkrankung haben, sollten Sie eine Hygienemaske verwenden und diese unbedingt nur einmal benutzen.
  • Aufbewahrung bei mehrmaliger Verwendung: Bestenfalls hängen Sie Ihre Maske nach dem Gebrauch an einen Haken, an dem sie keine anderen Gegenstände berührt. Sofern das nicht möglich ist, bewahren Sie Ihre Maske in einer Papiertüte, einem Briefumschlag oder in einem Stoffbeutel auf. So können Sie die Maske auch mitnehmen und vermeiden, dass die Maske in der Tasche andere Gegenstände berührt und so allenfalls vorhandene Viren weitergegeben werden. Plastiktüten und Kunststoffhüllen sind zur Aufbewahrung nicht geeignet, da sie nicht luftdurchlässig sind und die Masken darin nicht trocknen. Die Viren überleben zudem auf Plastik länger als auf Papier.
  • Waschen: Hygienemasken dürfen Sie nicht waschen. Community-Masken sind gemäss Angaben des Herstellers waschbar.
  • Dauer: Eine Hygienemaske können Sie bis zu vier Stunden tragen. Die Maske sollte regelmässig gewechselt werden. Ist die Maske feucht, kann das darauf hinweisen, dass sie schon zu lange getragen worden ist. Beachten Sie bei Community-Masken die Angaben des Herstellers.
  • Entsorgung: Hygienemasken können Sie im normalen Hausmüll entsorgen. Achten Sie darauf, dass die gebrauchte Maske mit nichts Anderem in Berührung kommt, ausser mit anderem Abfall. Verschliessen Sie den Abfallsack gut. Unterwegs können Sie die Maske im öffentlichen Abfall entsorgen. Waschen oder desinfizieren Sie die Hände, nachdem Sie eine gebrauchte Maske berührt haben.
  • Bartträger: Ausser bei Atemschutzmasken (siehe oben), spielt es keine Rolle, ob Sie einen Bart tragen oder nicht. Wichtig ist, dass die Maske Nase und Mund bedeckt.

Kauf von Masken

Hygiene- und Community-Masken können Sie im Detailhandel oder im Internet kaufen. Achten Sie beim Kauf einer Community-Maske darauf, dass die Maske der Empfehlung der Science Task Force entspricht. Ausführliche Informationen zu den Maskenarten und zu den Anforderungen, die die Masken erfüllen müssen, finden Sie im Abschnitt Arten von Masken.

Die Kosten für Masken werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Wenn Sie sich keine Masken leisten können, dann wenden Sie sich an die örtlichen Sozialdienste.  

Maskentragen im Alltag

Die Maskenpflicht gilt schweizweit in Innenräumen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben. Im Abschnitt Schweizweite Maskenpflicht finden Sie Informationen dazu.

Generell gilt auch dort, wo keine Pflicht vorgeschrieben ist, diese Empfehlung: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einhalten können und kein physischer Schutz vorhanden ist. Mit physischem Schutz ist zum Beispiel eine Trennwand gemeint. Das Tragen einer Maske ist besonders in geschlossenen und schlecht belüfteten Bereichen wichtig. Die Maske sollte beispielsweise auch bei Autofahrten mit anderen Personen getragen werden.

Das Tragen einer Maske im Alltag dient in erster Linie zum Schutz von anderen Personen. Eine infizierte Person kann auch ohne Symptome ansteckend sein. Wenn auf engem Raum also alle eine Maske tragen, wird jede Person vor den anderen geschützt. Durch das Maskentragen ist kein hundertprozentiger Schutz gewährleistet, jedoch kann dies helfen, dass sich das neue Coronavirus weniger schnell ausbreitet.

Schweizweite Maskenpflicht

Wo und in welchen Situationen Sie eine Maske tragen müssen, finden Sie unten aufgeführt. Nebst den nationalen Vorgaben können die Kantone in weiteren Bereichen (z.B. Primarschule) und Situationen eine Maskenpflicht vorsehen. Befolgen Sie daher auch immer die kantonalen Vorgaben.

Ausnahmen von der Maskenpflicht

Kinder unter 12 Jahren müssen keine Maske tragen (kantonale Ausnahmen vorbehalten). Für Kinder gibt es Masken in Kindergrössen. Auch die Masken von Erwachsenen können gefaltet und die Bändel verkürzt und so auf die Gesichter von Kindern angepasst werden (empfohlen für Hygienemasken).

Generelle Ausnahmen von der Maskenpflicht. In diesen Fällen müssen Sie (unabhängig vom Alter) keine Maske tragen:

  • Sie können nachweisen, dass Sie aus besonderen Gründen keine Maske tragen können. Dazu zählen beispielsweise Gesichtsverletzungen, Atemnot, Krankheiten wie Demenz und Alzheimer, Angstzustände beim Tragen einer Maske und Behinderungen, die das Tragen einer Maske nicht zumutbar oder umsetzbar machen. Für den Nachweis sämtlicher medizinischer Gründe ist ein Attest einer Ärztin bzw. eines Arztes oder einer Psychotherapeutin bzw. eines Psychotherapeuten erforderlich. Detaillierte Informationen finden Sie im Merkblatt vom EBGB und BAG zur Maskendispens für gewisse Menschen mit Behinderungen im Register Dokumente.
  • Sie nehmen eine medizinische oder kosmetische Dienstleistung im Gesicht in Anspruch.
  • Sie arbeiten in einer Institution der familienergänzenden Kinderbetreuung, beispielsweise in einer Kita, und das Tragen einer Maske erschwert die Betreuung wesentlich. Diese Situationen müssen im Schutzkonzept geregelt sein.
  • Sie treten an einer Veranstaltung oder in einer Einrichtung auf, beispielsweise als Rednerin oder Redner.
  • Sie üben eine sportliche oder kulturelle Aktivität aus.
  • Sie befinden sich beispielsweise an einer Veranstaltung, an der der Zugang auf Personen mit einem Covid-Zertifikat für Geimpfte oder Genesene beschränkt ist und zusätzlich ein negatives Testresultat vorgewiesen werden muss (2G+ Regel).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere Informationen

Unter den nachfolgenden Links finden Sie weitere Informationen zum Thema:  

Weiterführende Themen

So schützen wir uns

Verhaltens- und Hygieneregeln: Impfen lassen, Abstand halten, Hände waschen, in Taschentuch oder Armbeuge husten/niesen, bei Symptomen zu Hause bleiben, Regelungen betreffend Masken und Homeoffice

Massnahmen und Verordnungen

Massnahmen, Lockerungen, Voraussetzung für Öffnungen, erlaubte Veranstaltungen oder Aktivitäten, weiterhin verboten, Strafbestimmungen, Erläuterungen

Letzte Änderung 14.01.2022

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Kontakt

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Infoline Coronavirus
Tel. +41 58 463 00 00

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