Coronavirus: Besonders gefährdete Personen

Das Coronavirus kann für ältere Menschen, schwangere Frauen und für Erwachsene mit Trisomie 21 oder mit bestimmten Formen chronischer Krankheiten gefährlich sein. Sie können schwer erkranken. Worauf sollten sie speziell achten? 

Wer ist besonders gefährdet?

Für bestimmte Personen kann die Ansteckung mit dem Coronavirus gefährlich sein. Denn vor allem bei ihnen kann die Erkrankung schwer verlaufen. Besonders gefährdet sind:

Ältere Menschen (Das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus steigt mit zunehmendem Alter. Ab einem Alter von 50 Jahren erhöht sich zudem die Hospitalisierungsrate. Auch Vorerkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich.)

Schwangere Frauen

Erwachsene mit Trisomie 21

Erwachsene mit bestimmten Formen folgender chronischer Krankheiten

  • Bluthochdruck
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs
  • Adipositas (BMI ≥ 35 kg/m2)
  • Niereninsuffizienz
  • Leberzirrhose

Die ausführliche Liste der Krankheiten finden Sie hier: Liste der besonders gefährdeten Personen (PDF, 205 kB, 10.05.2021). Beachten Sie, dass diese Liste an neue medizinische Erkenntnisse angepasst wird. Falls Sie unsicher sind, ob Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Weiterführende Informationen

Das Merkblatt Neues Coronavirus: Empfehlungen für Menschen mit Vorerkrankungen (PDF, 253 kB, 06.04.2021) liefert weitere Informationen für besonders gefährdete Personen. Es enthält zudem zahlreiche Unterstützungsangebote für Betroffene im Umgang mit ihrer Erkrankung in der aktuellen Situation.

Schwangere

Informationen zum Thema Schwangerschaft und dem Coronavirus finden Sie auf der Seite Häufig gestellte Fragen (FAQ).

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern ist das Risiko gering, schwer an Covid-19 zu erkranken. Gemäss dem bisherigen Wissensstand gibt es bei Kindern und Jugendlichen keine besonders gefährdeten Personengruppen, bei denen zusätzliche Schutzmassnahmen nötig sind. Die spezifische Beurteilung im Einzelfall liegt beim behandelnden Arzt oder bei der behandelnden Ärztin.

Schutz am Arbeitsplatz

Gemäss der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus können besonders gefährdete Personen (gemäss der Auflistung der Krankheiten) von einem erhöhten Schutz am Arbeitsplatz profitieren. Informationen dazu erhalten Sie beim SECO.

Wenn Sie vollständig geimpft sind oder eine bestätigte Coronavirus-Infektion hatten, ist der Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet Sie als besonders gefährdete Person am Arbeitsplatz zusätzlich zu schützen. Dies gilt vorerst für 6 Monate nach einer Covid-19-Impfung oder nach Aufhebung der Isolation. Dieser Zeitraum basiert auf aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Daten und wird regelmässig angepasst.

Für Sie als Arbeitnehmende gelten weiterhin die allgemeinen Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz. Informationen zum Schutz von Arbeitnehmenden finden Sie auf der Seite Schutzkonzepte.

Vorgehen bei Krankheitssymptomen

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder einen plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Fieber, Muskelschmerzen? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

Empfehlungen für betreuende Angehörige

Betreuen Sie eine besonders gefährdete Person oder leben Sie im gleichen Haushalt?

So schützen Sie sich und die betreute Person:

  • Halten Sie sich an die Hygiene- und Verhaltensregeln.
  • Treffen Sie so wenig Menschen wie möglich.
  • Halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter). Auch wenn Sie Freunde oder Familie treffen.
  • Tragen Sie eine Maske, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Stosszeiten an Orten mit hohem Personenaufkommen (beispielsweise Pendlerzeiten im ÖV oder am Bahnhof, Einkaufen am Samstag).
  • Lassen Sie Ihr Umfeld wissen, welche Unterstützung Sie benötigen. Nehmen Sie die Unterstützung an oder kontaktieren Sie Organisationen wie die Spitex.
  • Sprechen Sie mit anderen Menschen über Ihr Erleben, Ihre Gedanken und Gefühle – mit Ihrer Familie, Freunden oder Bekannten oder auch mit Fachpersonen.
  • Bereiten Sie den Fall vor, dass Sie selbst krank werden: Bestimmen Sie – möglichst gemeinsam mit der von Ihnen betreuten Person – eine Stellvertretung. Schreiben Sie wenn möglich gemeinsam das Wichtige auf, damit alles rasch greifbar ist, wenn Sie krank würden.

Informieren Sie sich im Merkblatt Empfehlungen für betreuende Angehörige (PDF, 199 kB, 02.03.2021), was Sie im Alltag und beim Auftreten von Krankheitssymptomen beachten sollten.

Besuche in Alters- und Pflegeheimen

Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Sie sollten deshalb möglichst vor einer Ansteckung geschützt werden. Besuche in und ausserhalb der Institutionen sollen grundsätzlich möglich sein.

Informieren Sie sich direkt bei den Einrichtungen über besondere Vorkehrungen, Verhaltensregeln und Besuchszeiten.

Krankheitsverlauf und Behandlungen bei Covid-19

Informationen zum möglichen Krankheitsverlauf finden Sie auf der Seite Krankheit, Symptome, Behandlung.

Beschäftigt es Sie, dass Sie sich mit dem neuen Coronavirus anstecken und die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen könnte? Verschiedene Dachverbände im Gesundheitsbereich haben ein Informationsblatt zusammengestellt. Es beinhaltet Wissenswertes zur Infektion und zu den möglichen Behandlungen.

Covid-19-Impfung

Seit Januar 2021 wird in der Schweiz geimpft. Gemäss der Covid-19-Impfstrategie gehören die besonders gefährdeten Personen zu der Zielgruppe 1 und sollten prioritären Zugang zur Impfung erhalten.

Ausführliche Informationen zur Covid-19-Impfung finden Sie auf der Seite Impfung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Thema Schwangerschaft finden Sie hier.

Weiterführende Themen

Krankheit, Symptome, Behandlung

Informationen zur Krankheit Covid-19, zu den Symptomen und dem Krankheitsverlauf sowie zum Ursprung des neuen Coronavirus

Letzte Änderung 18.06.2021

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Kontakt

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Infoline Coronavirus
Tel. +41 58 463 00 00

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