Krankheit COVID-19, Symptome und Behandlung, Ursprung neues Coronavirus

Welches sind die Krankheitssymptome von COVID-19? Wie kann die Krankheit verlaufen? Kann man sie behandeln? Was muss man beachten, wenn man Symptome hat? Und woher stammt das neue Coronavirus? Hier erfahren Sie es. 

Krankheitssymptome

Diese treten häufig auf (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Fieber, Fiebergefühl
  • Halsschmerzen
  • Husten (meist trocken)
  • Kurzatmigkeit
  • Muskelschmerzen
  • Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns

Selten sind:

  • Bindehautentzündung
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Symptome
  • Schnupfen

Die Krankheitssymptome sind unterschiedlich stark, sie können auch leicht sein. Ebenfalls möglich sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung.

Wenn Sie eines oder mehrere der häufig vorkommenden Symptome haben, sind Sie eventuell am neuen Coronavirus erkrankt.

In diesem Fall:

  • Bleiben Sie zu Hause.
  • Machen Sie den Coronavirus-Check oder rufen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Beantworten Sie alle Fragen im Online-Check oder am Telefon bestmöglich. Am Ende erhalten sie eine Handlungsempfehlung und gegebenenfalls die Anweisung, sich testen zu lassen.
  • Lesen Sie die Anweisungen auf der Seite Isolation und Quarantäne und halten Sie sich konsequent daran.
     

Krankheitsverlauf

Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus können unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen haben keine Symptome oder merken kaum, dass sie krank sind. Andere benötigen eine intensive Behandlung im Spital.

Keine Symptome

Es gibt Personen mit einer Ansteckung, die gar keine Symptome haben. Sie wissen dann nicht, dass sie angesteckt sind und können deshalb das neue Coronavirus unbemerkt an andere Personen weitergeben.

Milder Verlauf

Eine grosse Mehrheit mit einer Ansteckung zeigt einen milden Krankheitsverlauf. Das heisst, sie haben Symptome, die mild bleiben. Einen milden Verlauf haben vor allem gesunde, unter 65-jährige Personen.

Schwerer Verlauf

Bei einem schweren Verlauf sind die Symptome zunächst mild. Nach etwa fünf bis zehn Tagen verschlimmern sie sich. Es kommt zu Atemnot, und es kann sich eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln. In diesem Fall benötigt die erkrankte Person eine Behandlung im Spital, in vielen Fällen auch Sauerstoff.

In der Regel dauert die Erkrankung eine bis vier Wochen. Mit guter medizinischer Behandlung werden die Erkrankten in den allermeisten Fällen wieder gesund. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass man nach der Genesung gegen eine erneute Ansteckung immun ist.

Ein schwerer Verlauf kann in jedem Alter auftreten: Bei Kindern und Jugendlichen ist er sehr selten. Besonders gefährdete Personen haben hingegen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf.

Kritischer Verlauf

Bei einigen Personen verschlimmern sich die Atemwegs-Symptome derart, dass sie eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Dann werden sie zur Unterstützung der Lungenfunktion maschinell beatmet.

Dank rechtzeitiger intensivmedizinischer Behandlung überleben mehr als die Hälfte der Erkrankten mit kritischem Verlauf. Sie sind nach wenigen Wochen wieder geheilt. Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass man nach der Genesung gegen eine erneute Ansteckung immun ist.

Gemäss aktuellem Wissensstand sterben ein bis zwei Prozent der positiv getesteten Personen an den Folgen der Erkrankung.

Lässt sich die Krankheit behandeln?

Bisher gibt es keine spezifische Behandlung für Erkrankungen mit Coronaviren. Sie beschränkt sich auf die Linderung der Symptome.

Eine Erkrankung mit dem neuen Coronavirus kann man nicht mit Antibiotika heilen. Denn Antibiotika wirken nicht gegen Viren, sondern nur gegen Bakterien.

Die Krankheit COVID-19

Die WHO hat am 11. Februar 2020 der Krankheit, die durch das neue Coronavirus verursacht wird, den Namen COVID-19 gegeben – kurz für «coronavirus disease 2019» oder auf Deutsch Coronavirus-Krankheit 2019.

Was ist das neue Coronavirus?

Der örtliche Ursprung der Coronavirus-Epidemie in China ist wahrscheinlich ein Markt der zentralchinesischen Stadt Wuhan. Dort wurden nebst Fisch auch Fledermäuse, Schlangen und weitere Wildtiere gehandelt. Das Virus wurde von Tieren, wahrscheinlich von Fledermäusen oder indirekt via Schuppentiere, auf den Menschen übertragen. Seither wird das Virus von Mensch zu Mensch übertragen. Die chinesischen Behörden haben den Markt Anfang Januar 2020 geschlossen.

Das neue Coronavirus, genannt «SARS-CoV-2», gehört zur selben Virusfamilie wie sechs weitere, bereits seit Jahren oder Jahrzehnten beim Menschen bekannte Coronaviren. Dazu gehören vier menschliche Coronaviren. Sie lösen seit jeher meist im Winterhalbjahr Schnupfen und eher milde Erkältungen aus.

Zu den Coronaviren gehören auch:

  • das SARS-Virus «SARS-CoV-1», 2003 in Südchina von Zibetkatzen auf Menschen übertragen und
  • das MERS-Virus, 2012 auf der Arabischen Halbinsel von Dromedaren auf Menschen übertragen.

SARS und MERS sind schwere akute Atemwegserkrankungen mit einer hohen Sterblichkeitsrate: rund 10 beziehungsweise 35 Prozent. Zum Vergleich: Die Sterblichkeit beim neuen Coronavirus in der Schweiz liegt aktuell bei unter 3 Prozent.

Bei den Coronaviren handelt es sich um behüllte RNS-Viren (RNS = Ribonukleinsäure). Das heisst: Sie haben eine Lipidhülle (einen Fettfilm), die sich durch Seife und Wasser oder durch Desinfektionsmittel auflösen lässt. Dadurch werden die Viren inaktiviert.

Haben Sie gesundheitliche Beschwerden ohne Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus? Kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

Fühlen Sie sich krank oder haben Sie starke oder nicht nachlassende Beschwerden? Sie vermuten keinen Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus? Sind Sie beunruhigt? Dann kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Lassen Sie sich beraten oder behandeln. Für Ihre Gesundheit ist dies wichtig. Gleiches gilt für Ihre Kinder oder andere Personen in Ihrem Umfeld.

Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler haben Vorkehrungen getroffen, um ihre Patientinnen und Patienten mit den notwendigen Schutzmassnahmen sicher zu behandeln. Sie können diese Leistungen somit ohne Ansteckungsrisiko in Anspruch nehmen.

Warten Sie nicht zu, wenn Sie oder Personen in Ihrem Umfeld starke oder zunehmende Beschwerden haben. Kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Und falls Sie direkt in ein Spital gehen möchten, rufen Sie zuerst dort an.

So können wir uns vor einer Ansteckung schützen

Informieren Sie sich auf der Seite «So schützen wir uns».

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Informationen für Gesundheitsfachpersonen

Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem neuen Coronavirus. Als Gesundheitsfachpersonen werden Sie mit diesem Virus konfrontiert, wenn Sie Ihre Patienten oder Klientinnen untersuchen, pflegen oder beraten.

Kontakte und Links

Zum neuen Coronavirus: Telefonnummern der verschiedenen Infolines, Links zu Webseiten von Bundesstellen und den Kantonen und zu weiteren nützlichen Webseiten.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Letzte Änderung 25.05.2020

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