Neues Coronavirus: Contact Tracing

Das Contact Tracing wird bei allen Personen mit laborbestätigtem Covid-19 oder bei hospitalisierten Personen mit wahrscheinlicher Covid-19 empfohlen. Die zuständige kantonale Stelle identifiziert die engen Kontaktpersonen und kontaktiert diese.  

Zusätzlich soll die SwissCovid App für Smartphones zur Eindämmung des neuen Coronavirus beitragen. Sie ergänzt das klassische «Contact Tracing», also die Rückverfolgung von neuen Ansteckungen durch die Kantone.

Definition Kontaktpersonen und «klassisches» Contact Tracing

Kontaktpersonen sind Personen mit einem wie unten definierten engen Kontakt zu einem laborbestätigten oder wahrscheinlichen Fall von Covid-19, als dieser symptomatisch war oder in den letzten 48 Stunden vor dem Auftreten der Symptome.

Wenn die positiv getestete Person keine Symptome aufwies (z. B. bei einem Ausbruch in einer kollektiven Unterbringungsstätte getestete Person), beginnt der beim Contact Tracing zu berücksichtigende Zeitraum 48 Stunden vor der Probenahme und reicht bis zur Isolation der getesteten Person.

Als enger Kontakt gelten (höheres Infektionsrisiko)

  • Personen, die im gleichen Haushalt wohnen, mit mehr als 15-minütigen Kontakten (einmalig oder kumulativ) von unter 1,5 Metern mit dem Fall
  • Kontakte von unter 1,5 Metern und während mehr als 15 Minuten (einmalig oder kumulativ) ohne geeigneten Schutz (z.B. Trennwand oder beide Personen tragen eine Hygienemaske)
  • Pflege oder medizinische Untersuchung oder Berufstätigkeit mit aerosolerzeugenden Aktivitäten ohne geeignete Schutzausrüstung, unabhängig von der Dauer der Exposition
  • Direkter Kontakt mit Atemwegssekreten, Körperflüssigkeiten ohne verwendete Schutzausrüstung
  • Im Flugzeug:
    • Passagiere, die ohne Hygienemaske im Umkreis von 2 Sitzplätzen (in jeder Richtung) zu einem Covid-19-Fall sassen.
    • Reisebegleiter oder Betreuer, Besatzungsmitglieder im Sektor des Flugzeugs, in der sich der Fall befand. Wenn die Schwere der Symptome oder die Bewegungen der erkrankten Person auf eine breitere Exposition schliessen lassen, sollten Passagiere in einer ganzen Sektion oder im gesamten Flugzeug als enge Kontaktpersonen betrachtet werden.

Nicht als enger Kontakt gelten (niedriges Infektionsrisiko)

  • Personen, die Kontakte von unter 1,5 Metern während über 15 Minuten mit Schutzausrüstung (z. B. Trennwand aus Plexiglas oder beide Personen tragen eine Hygienemaske) hatten
  • Personen, die sich im selben Raum mit dem Fall aufhielten (z. B. am Arbeitsplatz), jedoch keinen kumulativ mindestens 15-minütigen Kontakt von unter 1,5 Metern mit dem Fall hatten.
  • Passagiere, die nicht im Umkreis von zwei Sitzplätzen (in jede Richtung) zu einem Covid-19 Fall sassen und keinen sonstigen, relevanten Kontakt hatten.
  • Personen, die im gleichen Haushalt wohnen (z. B. Wohngemeinschaft), die keinen mindestens 15-minütigen Kontakt von unter 1,5 Metern mit dem Fall hatten.
  • Kinder im Vor- oder Schulalter unter sich, insbesondere im Schulumfeld (obligatorische Schule) oder in familienergänzenden Betreuungseinrichtungen, wenn keine Häufung von Fällen vorliegt (≥2 Fälle).
  • Laborpersonal, welches mit vermehrungsfähigen SARS-CoV-2-Viren arbeitet, sofern adäquate Schutzmassnahmen eingehalten werden.
  • Medizinisches Personal, welches sich im selben Raum wie der Fall aufhielt, aber eine Distanz von 1,5 Metern nie unterschritten wurde.
  • Medizinisches Personal mit Kontakt von unter 1,5 Metern zum Fall (z. B. Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung), wenn eine adäquate Schutzausrüstung während der gesamten Zeit des Kontakts getragen wurde.

Umgang mit Personen, die von der SwissCovid App eine Meldung erhalten

Die SwissCovid App für Smartphones (Android/iPhone) soll zur Eindämmung des neuen Coronavirus beitragen. Sie ergänzt das klassische «Contact Tracing», indem sie Kontaktpersonen informiert, die der infizierten Person nicht bekannt sind.

Die App merkt sich, wenn ein Kontakt mit einem Abstand von maximal 1,5 Metern während mindestens 15 Minuten bestand. Wird bei einer Person, welche die App nutzt, das neue Coronavirus festgestellt, kann sie einen Freischaltcode in die App eingeben. Sie warnt dadurch andere App-Nutzerinnen/-Nutzer, die sich während der Ansteckungsphase in ihrer Nähe aufgehalten haben. Den Freischaltcode erstellen die kantonalen Behörden, wenn sie mit der infizierten Person in Folge der Meldung über positiven Laborbefund in Kontakt treten.

Die Meldung soll sensibilisieren, damit:

  • man sich bei typischen Symptomen sofort testen lässt und
  • den Kontakt zu anderen Personen möglichst vermeidet, da man selbst schon ansteckend sein könnte.

Die Meldung der App enthält das Datum des Kontakts und eine Empfehlung, die Infoline des Bundes anzurufen um sich beraten zu lassen.

Um die frühzeitige und möglichst vollständige Erkennung neuer Covid-19-Fälle zu gewährleisten, empfiehlt die SwissCovid-Infoline diesen Personen, sich einmalig ab dem 5. Tag nach dem Kontakt testen zu lassen, auch bei asymptomatischen Personen (ab diesem Zeitpunkt ist bei der Mehrheit der Infizierten das Virus durch PCR bereits nachweisbar). Dies erlaubt es im Falle eines positiven Ergebnisses, deren enge Kontakte so schnell wie möglich unter Quarantäne zu stellen. So können Übertragungsketten effizienter unterbrochen werden. Diese Personen sollten bis 10 Tage nach dem Kontakt alle unnötigen Kontakte vermeiden, auch wenn das Testresultat negativ ist.

Weitere Informationen zur SwissCovid App sind auf der Seite SwissCovid App und Contact Tracing zu finden.

Letzte Änderung 21.08.2020

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Kontakt

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