Neues Coronavirus: Informationen für Gesundheitsfachpersonen

Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem neuen Coronavirus. Als Gesundheitsfachpersonen werden Sie mit diesem Virus konfrontiert, wenn Sie Ihre Patienten oder Klientinnen untersuchen, pflegen oder beraten. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Umgang mit der neuen Krankheit.  

Verpflichtungen der Gesundheitseinrichtungen

Gemäss der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ist es Gesundheitseinrichtungen verboten, nicht dringend angezeigte medizinische Untersuchungen, Behandlungen und Therapien (Eingriffe) durchzuführen.

Das Ziel dieser Massnahme ist es, jeden nicht-notwendigen Kontakt zwischen Menschen zu vermeiden, von denen einige möglicherweise mit dem neuen Coronavirus infiziert sind. Dadurch wird die Ausbreitung des Virus begrenzt, besonders gefährdete Personen und Gesundheitsfachpersonen werden geschützt, und die Ressourcen des Gesundheitssystems geschont.

Diese Massnahme gilt gemäss Wortlaut der Verordnung für Gesundheitseinrichtungen wie Spitäler und Kliniken, Arztpraxen und Zahnarztpraxen. Letztlich gilt sie Für alle Angehörigen der Gesundheitsberufe im Sinne des Medizinalberufegesetzes:

  • Ärztinnen und Ärzte
  • Zahnärztinnen und Zahnärzte
  • Apothekerinnen und Apotheker
  • Tierärztinnen und Tierärzte
  • Chiropraktorinnen und Chiropraktoren

sowie im Sinne des Psychologieberufegesetzes:

  • Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
  • Psychologinnen und Psychologen

Die Massnahme gilt auch für weitere Gesundheitsfachpersonen und ihre Einrichtungen bzw. Praxen. Darunter fallen die vom Gesundheitsberufegesetz geregelten Berufe, einschliesslich der selbständig tätigen Personen:

  • Pflegefachfrau und Pflegefachmann
  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut
  • Hebamme und Entbindungspfleger
  • Ernährungsberaterin und Ernährungsberater
  • Optometristin und Optometrist
  • Osteopathin und Osteopath

Sie gilt auch für die nach kantonalem Recht anerkannten Gesundheitsberufe, zum Beispiel:

  • Akupunkteurin und Akupunkteur
  • Augenoptikerin und Augenoptiker
  • Dentalhygienikerin und Dentalhygieniker
  • Heilpraktikerin und Heilpraktiker
  • Homöopathin und Homöopath
  • Podologin und Podologe
  • Therapeutin und Therapeut der traditionellen chinesischen Medizin (TCM)
  • Logopädin und Logopäde
  • Medizinische Masseurin und medizinischer Masseur

Mit Blick auf die Zulässigkeit der Tätigkeit bestimmter Einrichtungen gilt Folgendes:

Spitex-Dienste mit kantonaler Betriebsbewilligung können ihre Tätigkeit weiterhin ausführen und allenfalls vorhandene öffentlich zugänglich Räumlichkeiten offen behalten. Spitex-Dienste ohne kantonale Betriebsbewilligung können weiterhin ihre (telefonisch oder anders vereinbarten) Dienstleistungen erbringen; allenfalls vorhandene Schalter bzw. öffentlich zugängliche Empfangsräume oder Filialen müssen sie aber schliessen.

Zulieferbetriebe für Einrichtungen des Gesundheitswesens (zum Beispiel Wäschereien, IT-Unternehmen oder Reinigungsfirmen) sind vom Öffnungsverbot nicht betroffen und dürfen ihre Dienstleistungen weiterhin erbringen, öffentlich zugängliche Empfangsräumlichkeiten müssen sie aber schliessen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundes: Neues Coronavirus: Massnahmen des Bundes.

Dokumente für Gesundheitsfachpersonen

Hier finden Sie die aktuellen Dokumente mit Empfehlungen und Informationen sowie die wichtigsten Links.

Swissnoso publiziert regelmässig aktuelle Empfehlungen auf Ihrer Webseite: www.swissnoso.ch.

Verdachts- und Meldekriterien sowie Meldeformular

Die Verdachts- und Meldekriterien passen wir regelmässig der aktuellen Situation an. Beachten Sie deshalb die Angaben im PDF «Verdachts-, Beprobung-, Meldekriterien und Probeentnahme» auf der Seite Meldeformulare (unter COVID-19 Meldung).

Schutzmassnahmen

Aufgrund der weltweiten Verbreitung von SARS-CoV-2, ist Schutzmaterial momentan schlecht erhältlich. Deshalb muss mit Schutzmaterial sorgsam umgegangen werden. Es soll primär zum Schutz von Gesundheitsfachpersonen, die Patienten behandeln, sowie zum Schutz besonders gefährdeter Personen eingesetzt werden.

Umgang mit Erkrankten und ihren Kontakten

Durch den starken Anstieg der COVID-19 Fälle in der Schweiz ist die Wahrscheinlichkeit jetzt hoch, dass eine Person mit einer akuten Atemwegserkrankung an dem neuen Coronavirus erkrankt ist. Zudem müssen alle nötigen und möglichen Massnahmen ergriffen werden, um die Übertragung zu verlangsamen. Alle Personen mit Symptomen einer akuten Erkrankung der Atemwege und ihre engen Kontaktpersonen sollen zuhause bleiben. Dadurch kann das Gesundheitssystem vorrangig die schweren Fälle sowie besonders gefährdete Personen versorgen und unnötige Aufenthalte von ansteckenden Personen im Gesundheitssystem können vermieden werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier finden sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen von Gesundheitsfachpersonen.

Infoline Coronavirus für Gesundheitsfachpersonen

+41 58 462 21 00, täglich 24 Stunden

Links

Dokumente für Gesundheitsfachpersonen

Hier finden Gesundheitsfachpersonen aktuelle Dokumente mit Empfehlungen und Informationen sowie die wichtigsten Links.

Kontakte und Links

Zum neuen Coronavirus: Telefonnummern der verschiedenen Infolines, Links zu Webseiten von Bundesstellen und den Kantonen und zu weiteren nützlichen Webseiten.

Downloads in verschiedenen Sprachen

Plakate, Videos, Merkblätter… Infos in vielen Sprachen der Welt zum Downloaden und Weitergeben.

Gesetze

Gesetzgebung Übertragbare Krankheiten – Epidemiengesetz (EpG)

Das Epidemiengesetz soll gewährleisten, dass übertragbare Krankheiten frühzeitig erkannt, überwacht, verhütet und bekämpft werden und trägt dazu bei, Krankheitsausbrüche mit grossem Gefährdungspotenzial besser zu bewältigen.

Letzte Änderung 01.04.2020

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Kontakt

Aufgrund der ausserordentlichen Lage können wir Anfragen nicht schriftlich beantworten.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten. Wir aktualisieren sie laufend.

Auf Kontakte und Links finden Sie Kontaktinfos, auch zu anderen Bundesstellen und den Kantonen.

Tel.
+41 58 462 21 00

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