Neues Coronavirus: Empfehlungen für Arbeitswelt und Schulen

Der Bundesrat lockert die Massnahmen und Verbote schrittweise. Einrichtungen und Schulen müssen dabei strenge Vorgaben zum Schutz der Gesundheit umsetzen. Empfehlungen sowie Hygiene- und Verhaltensregeln bleiben weiterhin gültig.

Gemäss Epidemiengesetz befindet sich die Schweiz in einer ausserordentlichen Lage. Der Bundesrat hat Massnahmen erlassen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Nun lockert er sie schrittweise. Gewisse Einrichtungen und Schulen können ihren Betrieb wieder aufnehmen. Dazu müssen sie Schutzkonzepte erstellen.

Vorgaben für den Schutz – Schutzkonzepte

Der Bundesrat hat für gewisse öffentlich zugängliche Einrichtungen und für Schulen Lockerungen der Massnahmen entschieden. Diese müssen strenge Vorgaben zum Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmenden und Kundinnen/Kunden oder Schulpersonal, Schülerinnen/Schülern und Lernenden einhalten.

Die zuständigen Branchen und Schulen erarbeiten dafür Schutzkonzepte, letztgenannte in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kantonen oder Gemeinden. Sie basieren auf den Prinzipien zum Gesundheits- und Arbeitnehmendenschutz, die wir und das Staatsekretariat für Wirtschaft SECO festgelegt haben. Unternehmen und Schulen müssen dabei die erforderlichen Personenabstände und Hygienemassnahmen planen und umsetzen.

Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Schutzkonzepte sind die Betriebe, Einrichtungen oder Schulen selbst, nicht der Staat. Die Aufsicht über die Umsetzung obliegt den Kantonen.

Für Betriebe/Einrichtungen: Vorgaben und Musterschutzkonzepte auf der Webseite des SECO.

Für Schulen: Beachten Sie dazu die Grundprinzipien des BAG für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen (PDF, 221 kB, 07.05.2020)

Für den öffentlichen Verkehr: Vorgaben und Schutzkonzepte auf der Webseite des BAV

Für Gastronomiebetriebe: Vorgaben und Schutzkonzepte auf der Webseite von Gastrosuisse

Für Praxen und Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen: Vorgaben und Verlinkung auf bestehende Schutzkonzepte auf der BAG-Webseite «Informationen für Gesundheitsfachpersonen»

Arbeitswelt

Wenn Betriebe und Institutionen wieder öffnen, werden die Menschen wieder mehr unterwegs sein. Unternehmen sollen Arbeitnehmende wie auch Kundinnen/Kunden mit Massnahmen bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Dazu erarbeiten sie branchenspezifische Schutzkonzepte.

Arbeitgebende müssen besonders gefährdete Personen schützen

Gefährdete Arbeitnehmende sollen besonders geschützt werden. Der Bundesrat hat am 16. April 2020 präzisiert, wer besonders gefährdet ist und was im Rahmen der Schutzmassnahmen zu beachten ist.

Arbeitgebende ermöglichen besonders gefährdeten Personen, ihre Arbeit von zu Hause aus (Homeoffice) zu erledigen. Kann die besonders gefährdete Person nur vor Ort arbeiten, müssen die Arbeitgebenden dafür sorgen, dass sie die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten) einhalten können. Ist beides nicht möglich, beurlaubt der Arbeitgebende die besonders gefährdete Person und bezahlt den Lohn weiter. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Massnahmen, Verordnung und Erläuterungen.

Empfehlungen für Arbeitgebende

Arbeitgebende sollen:

  • beim Arztzeugnis kulant sein und es frühestens ab dem fünften Tag einfordern. So werden Gesundheitseinrichtungen nicht zusätzlich belastet.
  • ihre Mitarbeitenden über persönliche und arbeitsplatzbezogene Schutzmassnahmen informieren. Sie müssen diese der Verordnung und den Empfehlungen anpassen.
  • ihren Mitarbeitenden ermöglichen, nicht mehr zu Stosszeiten im ÖV zu reisen.
  • die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so flexibel wie möglich gestalten und Homeoffice ermöglichen.

Obligatorische Schulen

Seit dem 11. Mai unterrichten Kindergärten und obligatorische Schulen wieder vor Ort. In welchem Umfang dies geschieht, ist den Kantonen überlassen. Für die Schulen gelten spezielle Grundprinzipien, auf deren Grundlage die Schulen ein Schutzkonzept erstellen. Das Schutzkonzept beinhaltet Massnahmen, die Schulkinder und Lehrpersonen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollen.

Beachten Sie dazu die «Grundprinzipien des BAG für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen».

Institutionen, die Kinder betreuen

Seit dem 11. Mai 2020, da die Schulen wieder mit Präsenzunterricht gestartet haben, sollen je nach Kanton auch die familien- und schulergänzenden Betreuungseinrichtungen wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen.

Beachten Sie dazu die «Grundprinzipien des BAG für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen».

Basierend auf den Grundprinzipien hat Kibesuisse zusammen mit pro enfance ein Musterschutzkonzept für Betreuungseinrichtungen erarbeitet.

Nachobligatorische Bildungseinrichtungen

Voraussichtlich ab 8. Juni werden nachobligatorische Bildungseinrichtungen wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren. Dazu zählen unter anderem die Sekundarstufe II, die Tertiärstufe und die Weiterbildung. Der Bundesrat entscheidet am 27. Mai über weitere Öffnungsschritte.

Für diese Bildungseinrichtungen gelten spezielle Grundprinzipien, auf deren Grundlage sie ein Schutzkonzept erstellen. Das Schutzkonzept beinhaltet Massnahmen, die sowohl Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten als auch Lehrpersonen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen sollen.

Beachten Sie dazu die «Covid-19: Grundprinzipien für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an Bildungseinrichtungen der Sekundarstufe II, der Tertiärstufe und der Weiterbildung» auf der Webseite des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI.
 

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Letzte Änderung 18.05.2020

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