Neues Coronavirus: Vorgaben für Schutzkonzepte und Grossveranstaltungen

Für Einrichtungen, Betriebe, Schulen und Veranstaltungen müssen spezifische Schutzkonzepte erstellt und umgesetzt werden. Ab dem 1. Oktober 2020 sind Grossveranstaltungen unter gewissen Voraussetzungen wieder möglich.  

Aktuelle Situation

Zurzeit bewegen sich wieder mehr Menschen im öffentlichen Raum. Der Bundesrat setzt weiterhin stark auf eigenverantwortliches Handeln. Die Hygiene- und Verhaltensregeln sowie die Schutzkonzepte bleiben zentral und sollen helfen, Neuansteckungen zu verhindern.

Das Verbot von Grossveranstaltungen mit über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern oder Teilnehmenden wird per 1. Oktober 2020 aufgehoben. Die Regelung für Grossveranstaltungen hat der Bundesrat am 2. September 2020 verabschiedet. Jede Grossveranstaltung muss vom Kanton bewilligt werden. Für die Spiele der Profiligen gelten detailliertere Bestimmungen. Ausführliche Informationen finden Sie im Abschnitt Vorgaben für Grossveranstaltungen.

Vorgaben für Schutzkonzepte

Für alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe, einschliesslich obligatorische Schulen und nachobligatorische Bildungseinrichtungen, sowie für Veranstaltungen braucht es weiterhin ein Schutzkonzept. Private Veranstaltungen sowie öffentlich nicht zugängliche Betriebe benötigen keine Schutzkonzepte. Beachten Sie, dass für private Veranstaltungen ab dem 1. Oktober 2020 eine Begrenzung von 300 Personen gilt.

Nach wie vor ist es immer und überall wichtig, Abstand zu halten, die Hände regelmässig gründlich zu waschen, wenn nötig Masken zu tragen oder Trennwände anzubringen, um eine erneute Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

Für alle Branchen gelten dieselben Vorgaben für Schutzkonzepte. Diese Vorgaben sind durch die Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie (Art. 4 und Anhang) geregelt. Verbindliche Rahmen- und Musterschutzkonzepte gibt es nicht mehr, Branchen und Verbände können diese jedoch als Hilfestellung zur Verfügung stellen. Die Betreiber resp. Veranstalter sind weiterhin verpflichtet, ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Informationen zu den Schutzkonzepten finden Sie auch auf der Webseite des SECO.

In allen Situationen: Personen mit Krankheitssymptomen sollen zu Hause bleiben und sich testen lassen.

Im Allgemeinen sind folgende Vorgaben zu beachten:

  1. Das Schutzkonzept muss Massnahmen zur Hygiene (z. B. Möglichkeit zum Händewaschen oder Händedesinfektion, regelmässige Reinigung von Oberflächen) und zur Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern vorsehen.
  2. Falls der Abstand nicht eingehalten werden kann, müssen geeignete Schutzmassnahmen, wie das Tragen einer Maske oder Trennwände, umgesetzt werden.
  3. Falls weder die Abstände eingehalten noch Schutzmassnahmen ergriffen werden können, müssen die Betreiber resp. Veranstalter die Kontaktdaten der anwesenden Personen aufnehmen. Wird eine Person positiv auf das neue Coronavirus getestet, ist dadurch sichergestellt, dass sämtliche engen Kontakte dieser Person rückverfolgt werden können (Contact Tracing). Dabei müssen Betreiber resp. Veranstalter folgendes einhalten:
    • Information der anwesenden Personen zur Erhebung und Verwendungszweck der Kontaktdaten
    • Auf Anfrage: Weiterleitung der Kontaktdaten an die kantonalen Behörden
    • Aufbewahrung der Kontaktdaten während 14 Tagen und anschliessende Vernichtung der Daten
  4. Im Schutzkonzept wird eine Person bezeichnet, die für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich ist und den Kontakt zu den kantonalen Behörden pflegt.

Spezifische Informationen zu den Vorgaben für Schutzkonzepte, zur Erhebung von Kontaktdaten und zu den besonderen Massnahmen beim Aufeinandertreffen von mehr als 300 Personen finden Sie im Anhang der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.

Hauptverantwortlich für die Umsetzung der Schutzkonzepte sind die Betriebe, Einrichtungen, Schulen oder Veranstalter selbst. Weder Bund noch Kantone genehmigen sie. Die Aufsicht über die Umsetzung der Schutzkonzepte sowie sporadische Kontrollen obliegen den Kantonen.

Die Vorgaben für Schutzkonzepte können sich je nach Situation ändern. Informieren Sie sich regelmässig, ob Ihr Schutzkonzept den aktuellen Vorgaben entspricht.

Vorgaben zum Schutz von Arbeitnehmenden

Arbeitgeber müssen kein Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen, sofern der Betrieb nicht öffentlich zugänglich ist. Jedoch sind Arbeitgeber verpflichtet, den Schutz der Arbeitnehmenden gemäss Verordnung zu gewährleisten. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Massnahmen und Verordnungen sowie auf der Webseite des SECO

Vorgaben für Grossveranstaltungen

Das Verbot von Grossveranstaltungen mit über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern oder Teilnehmenden wird per 1. Oktober 2020 aufgehoben. Für die Durchführung einer Grossveranstaltung ist eine Bewilligung des Kantons erforderlich, in welchem diese stattfindet.

Voraussetzungen für die kantonale Bewilligung einer Grossveranstaltung sind:

  • Die epidemiologische Lage im Kanton oder in der betroffenen Region muss die Durchführung der Veranstaltung erlauben.
  • Der Kanton verfügt über die notwendigen Kapazitäten für das Contact Tracing.
  • Der Veranstalter muss eine Risikoanalyse und ein Schutzkonzept vorlegen. Das Schutzkonzept muss insbesondere festhalten, wie die Personenströme gelenkt werden, ob eine Maskenpflicht gilt, ob Sitzplätze freizuhalten sind oder wie sichergestellt wird, dass die erhobenen Kontaktangaben korrekt sind. Zudem gilt für den Zuschauerbereich die Sitzpflicht, wobei die Sitzplätze persönlich zugeordnet werden und die Kontaktdaten erfassen müssen, wer wo sitzt. Bei Freiluftveranstaltungen, wie Ski-, Langlauf- und Radrennen oder bei Dorffesten, dürfen Stehplätze ausnahmsweise bewilligt werden, sofern die Plätze in Sektoren unterteilt sind und zusätzliche Schutzmassnahmen vorgesehen sind.  

Für Wettkampfspiele in professionellen Ligen, insbesondere bei nationalen Fussball- und Eishockeyspielen, gelten schweizweit unter anderem folgende detailliertere Regeln:

  • Der Personenfluss muss so geregelt sein, dass der erforderliche Abstand nach Möglichkeit eingehalten werden kann.
  • Es gilt eine Maskenpflicht (Ausnahmen sind in der Verordnung unter Art. 6b lit. c aufgeführt).
  • Es sind nur personalisierte Sitzplätze erlaubt, d.h. die Kontaktdaten müssen erfassen, wer wo sitzt.
  • Es dürfen maximal zwei Drittel der im Stadion zur Verfügung stehenden Sitzplätze besetzt werden.
  • Die Konsumation von Essen und Getränken muss am eigenen Sitzplatz oder im Sitzplatzbereich der Restaurationsbereiche erfolgen.
  • Es werden keine Platzkontingente für Gästefans verkauft oder abgegeben.

Der Kanton kann eine erteilte Bewilligung für eine Grossveranstaltung widerrufen, sofern sich die epidemiologische Lage verschlechtert oder der Veranstalter bei einer bereits durchgeführten Veranstaltung die Massnahmen nicht eingehalten hat.

Detaillierte Informationen zu Grossveranstaltungen finden Sie in der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19 Epidemie (Art. 6 und Ziff. 6 des Anhangs).

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Letzte Änderung 30.09.2020

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