Neues Coronavirus: Besonders gefährdete Personen

Das neue Coronavirus ist für Personen ab 65 Jahren und für Erwachsene mit gewissen Vorerkrankungen gefährlich. Sie können schwer erkranken. Worauf sollten sie speziell achten? Und was sollten betreuende Angehörige beachten? 

Personen ab 65 Jahren oder mit bestehender Vorerkrankung

Viele Menschen werden nach einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus wieder gesund. Aber für folgende Personen ist das Virus besonders gefährlich. Denn vor allem bei ihnen kann die Erkrankung schwer verlaufen:

Personen ab 65 Jahren

Erwachsene mit folgenden Vorerkrankungen

  • Bluthochdruck
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs

Oder mit:

  • Adipositas Grad III (morbid, BMI ≥ 40 kg/m2)

Im Anhang 6 der COVID-19-Verordnung 2 listen wir laufend auf, wer nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen als besonders gefährdet gilt.

Falls Sie unsicher sind, ob Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

So können Sie sich schützen

Wenn Sie älter als 65 sind oder eine der oben aufgeführten Vorerkrankungen haben, gelten folgende Massnahmen:

  • Sie können Ihr Zuhause verlassen, solange sie strikt die Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen. Vermeiden Sie Orte mit hohem Personenaufkommen (zum Beispiel Bahnhöfe, öffentliche Verkehrsmittel) und Stosszeiten (zum Beispiel Einkaufen am Samstag, Pendelverkehr)
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte und halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens zwei Meter).
  • Lassen Sie wenn möglich eine Freundin, einen Freund oder Nachbarn für Sie einkaufen oder bestellen Sie online oder per Telefon. Sie finden auch Unterstützungsangebote bei verschiedenen Organisationen, über Ihre Gemeinde oder im Internet.
  • Nutzen Sie für geschäftliche und private Treffen bevorzugt das Telefon, Skype oder ein ähnliches Hilfsmittel.

Wenn Sie zum Arzt müssen, fahren Sie mit Ihrem Auto oder Velo oder gehen Sie zu Fuss. Ist das nicht möglich, dann nehmen Sie ein Taxi. Halten Sie mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Personen und beachten Sie die Hygieneregeln.

Wenn Sie berufstätig und wegen Vorerkrankung gefährdet sind, muss Ihr Arbeitgeber Sie schützen. Der Bundesrat hat am 16. April präzisiert, was dabei zu beachten ist. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Empfehlungen für die Arbeitswelt.  

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

Besuche in Alters- und Pflegeheimen sowie Spitälern wieder möglich

Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Sie sollten deshalb möglichst vor einer Ansteckung geschützt werden. Besuche in und ausserhalb der Institutionen sollen aber grundsätzlich möglich sein. Wir empfehlen den Alters- und Pflegeheimen, Vorkehrungen zur strikten Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln zu treffen (zum Beispiel: nur gesunde Besuchende zulassen, Anzahl der Besuchenden und Besuchszeit beschränken, transparente Abschrankungen installieren).

Auch Besuche in Spitälern sind grundsätzlich wieder erlaubt. Voraussetzung dafür ist:

  • Der Kantonsärztliche Dienst hat dies bewilligt.
  • Die Einrichtungen hat entschieden, Besuche zuzulassen.

Informieren Sie sich direkt bei den Einrichtungen über besondere Vorkehrungen, Verhaltensregeln und Besuchszeiten.

Umgang mit einer Vorerkrankung

Personen mit einer bestehenden Vorerkrankung haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn sie am neuen Coronavirus erkranken. Da stellen sich Fragen wie:

  • Wie kann ich mich besonders schützen?
  • Wie muss ich vorgehen, wenn ich Symptome habe?
  • Verändert sich nun meine Therapie?
  • Kann ich weiterhin zur Arbeit gehen?

Das Merkblatt «Nichtübertragbare Krankheiten und COVID-19 (PDF, 482 kB, 29.05.2020)» liefert Antworten auf diese Fragen. Es enthält zudem zahlreiche Unterstützungsangebote für Betroffene im Umgang mit ihrer Erkrankung in der aktuellen Situation.

Was sollten betreuende Angehörige wissen?

Betreuen Sie eine besonders gefährdete Person oder leben Sie im selben Haushalt?

So schützen Sie sich und die betreute Person

  • Halten Sie sich an die Verhaltens- und Hygieneregeln.
  • Wenn Sie mit der betreuten Person zusammenleben: Sie können Ihr Zuhause verlassen, solange Sie strikt die der Hygiene- und Verhaltensregeln befolgen. Vermeiden Sie Orte mit hohem Personenaufkommen (zum Beispiel Bahnhöfe, öffentliche Verkehrsmittel) und Stosszeiten (zum Beispiel Einkaufen am Samstag, Pendelverkehr)
  • Wenn Sie nicht mit der betreuten Person zusammenleben: Reduzieren Sie Ihre Kontakte auf ein Minimum, um die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des neuen Coronavirus zu reduzieren.
  • Lassen Sie Ihr Umfeld wissen, welche Unterstützung Sie benötigen und nehmen Sie die Unterstützung an.
  • Oder kontaktieren Sie Organisationen wie die Spitex.
  • Sprechen Sie mit anderen Menschen über Ihr Erleben, Ihre Gedanken und Gefühle – mit Ihrer Familie, Freunden oder Bekannten oder auch mit Fachpersonen.
  • Bereiten Sie den Fall vor, dass Sie selber krank werden: Bestimmen Sie – möglichst gemeinsam mit der von Ihnen betreuten Person – eine Stellvertretung. Schreiben Sie wenn möglich gemeinsam das Wichtige auf, damit alles rasch greifbar ist, wenn Sie krank würden.

Informieren Sie sich im Merkblatt, was Sie im Alltag und beim Auftreten von Krankheitssymptomen beachten sollten:

So können wir uns vor einer Ansteckung schützen

Informieren Sie sich auf der Seite «So schützen wir uns».

Mögliche Behandlungswege bei einer Coronavirus-Infektion

Beschäftigt es Sie, dass Sie sich mit dem neuen Coronavirus anstecken und die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen könnte? Verschiedene Dachverbände im Gesundheitsbereich haben ein Informationsblatt zusammengestellt. Es beinhaltet Wissenswertes zur Infektion und zu den Behandlungswegen.

Informationsblatt zum neuen Coronavirus (PDF)

Weiterführende Themen

Vorgaben für Schutzkonzepte

Einrichtungen, Betriebe, Schulen und Veranstalter müssen strenge Vorgaben zum Schutz der Gesundheit umsetzen. Empfehlungen sowie Hygiene- und Verhaltensregeln bleiben weiterhin gültig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Haben Sie Fragen zu Ansteckung und Risiken, Reise und Tourismus, Symptome, Diagnose und Behandlung und Schutz vor Ansteckung? Antworten finden Sie hier.

Krankheit COVID-19, Symptome und Behandlung, Ursprung neues Coronavirus

Welches sind die Krankheitssymptome von COVID-19? Wie kann die Krankheit verlaufen? Kann man sie behandeln? Was muss man beachten, wenn man Symptome hat? Und woher stammt das neue Coronavirus? Hier erfahren Sie es.

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Letzte Änderung 19.05.2020

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