Affenpocken: Impfung & Behandlung

Hier finden Sie Informationen zur Impfung gegen Affenpocken und zur Behandlung bei einer Infektion mit Affenpocken.

Für folgende Bevölkerungsgruppen ist die Impfung empfohlen

Schwere Krankheitsverläufe, Komplikationen oder Todesfälle verhindern und Affenpocken-Infektionsketten unterbrechen: Das sind die Ziele im Rahmen der Impfung. Gemeinsam mit der Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF empfehlen wir eine Impfung für folgende Bevölkerungsgruppen:

  • präventiv für Männer, die Sex mit Männern haben, und trans Personen mit wechselnden Sexualpartnern;
  • präventiv für Personen, die aus beruflichen Gründen gegenüber Affenpockenviren exponiert sind (zum Beispiel medizinisches Personal oder Personal von Speziallaboratorien);
  • für Kontaktpersonen von erkrankten Personen.

Für alle weiteren Bevölkerungsgruppen ist momentan keine Impfempfehlung vorgesehen.

Impfung

Der Impfstoff gegen Affenpocken der Firma Bavarian Nordic ist jetzt in der Schweiz verfügbar (vorerst in Kantonen Basel-Stadt, Genf, Waadt und Zürich). Die Kantone sind für Organisation und Durchführung der Impfung zuständig und legen fest, wo man sich impfen lassen kann.

Lassen Sie sich beraten, wenn Sie sich impfen lassen wollen

Wer sich impfen lassen will, muss sich zuvor von einer spezialisierten ärztlichen Fachperson beraten lassen. Über Impfmöglichkeiten und spezialisierte ärztliche Fachpersonen erkundigen Sie sich bitte bei den kantonalen Gesundheitsbehörden.

Weiterführende Infos: Patienteninformation zur Impfung gegen Affenpocken (am Seitenende unter Dokumente)

Was No-Label-Anwendung bedeutet

Der Impfstoff Jynneos® ist in Europa, den USA, Kanada und weiteren Ländern zugelassen. Bavarian Nordic wird in Kürze die Zulassung des Impfstoffs in der Schweiz bei Swissmedic beantragen.

In der Schweiz erfolgt die Impfung mit Jynneos® vorerst als sogenannte No-Label-Anwendung ohne Zulassung. Das bedeutet: Swissmedic hat das Produkt in der Schweiz nicht zugelassen; die Impfung mit Jynneos® erfolgt ohne für die Schweiz spezifischen Fach- oder Patienteninformation des Herstellers.

Eine No-Label-Anwendung kann erfolgen, wenn die Impfempfehlung die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt und die zu impfende Person der Impfung zustimmt. Sollten Sie sich impfen lassen wollen, erhalten Sie im Vorgespräch mit der ärztlichen Fachperson ausführliche Informationen und das Formular, mit dem Sie Ihr Einverständnis erklären müssen.

Unerwartete Symptome nach der Impfung

Wenn Sie nach der Impfung unerwartete Symptome haben, wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Sie oder er wird diese Symptome der Swissmedic melden. Sie können sie jedoch auch selbst melden. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Meldung von vermuteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen durch Patientinnen und Patienten (swissmedic.ch).

Behandlung

Behandelt werden hauptsächlich die Krankheitssymptome. In besonders schweren Fällen kann eine antivirale Therapie erfolgen. Das entsprechende Medikament ist in der Schweiz verfügbar.

Impf- und Behandlungskosten

Der Bund übernimmt die Kosten für die Impfung und das antivirale Arzneimittel, bis die Vergütung über die Krankenkasse erfolgen kann.

Verordnung

Letzte Änderung 21.11.2022

Zum Seitenanfang

Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Übertragbare Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 87 06
E-Mail

Kontaktinformationen drucken

https://www.bag.admin.ch/content/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/affenpocken/impfung-behandlung.html