Herrenloses radioaktives Material

Entsorgungs- und Recyclingbetriebe sind immer wieder mit nicht deklariertem radioaktivem Material konfrontiert. Sie müssen dieses rechtzeitig erkennen und sicherstellen. Hier finden Sie Informationen zu geeigneten Überwachungsverfahren und Messmitteln.

Radioaktive Materialien finden breite Anwendung in verschiedenen Bereichen der Medizin, Industrie und Forschung. Dabei kommt es immer wieder vor, dass diese Materialien – oder damit kontaminierte Abfälle – im Kehricht oder im Recycling landen. In solchen Fällen sprechen wir von herrenlosem radioaktivem Material. Dazu gehören auch Materialien aus vergangenen Tätigkeiten (radiologische Altlasten).

Da diese radioaktiven Quellen unkontrolliert in Verkehr sind, stellen sie eine Gefahr dar für Mensch und Umwelt. Entsorgungs- und Recyclingbetrieben können sie deshalb grosse Probleme bereiten, sofern sie nicht rechtzeitig erkannt und sichergestellt werden.

Betriebe, welche betroffene Materialien (z. B. Metallschrott) und Abfälle zur Verwertung und Entsorgung entgegennehmen, können deshalb von der Bewilligungsbehörde (BAG) verpflichtet werden, diese mit geeigneten Überwachungsverfahren auf das Vorhandensein herrenloser radioaktiver Materialien zu überprüfen.

So können wissentlich oder unwissentlich entsorgte radioaktive Quellen entdeckt, sichergestellt und fachgerecht entsorgt sowie Mensch und Umwelt geschützt werden.

Wegleitung

Das BAG unterstützt die Betriebe darin, geeignete Messmittel zu finden und bei einem Fund geregelte Abläufe auszuarbeiten. Zurzeit wird dafür die Wegleitung «Überprüfung von Abfällen, Recycling- und Deponiematerialien auf mögliche Radioaktivität» erarbeitet, in welcher die gesetzlichen Grundlagen erläutert werden sowie die Anforderungen an die Messmittel aufgelistet und das Vorgehen bei Alarmen geschildert werden. Die Wegleitung wird nach ihrer Fertigstellung auf dieser Seite als Download zur Verfügung stehen.

Messmittel

Die nachfolgenden Listen geben einen Überblick über Messgeräte, die in der Schweiz angeboten werden und die aufgrund ihrer technischen Spezifikationen den Anforderungen der Wegleitung «Überprüfung von Abfällen, Recycling- und Deponiematerialien auf mögliche Radioaktivität» entsprechen. Sie stellen einen Auszug geeigneter Messgeräte dar und werden bei Bedarf aktualisiert. Weitere Messeinrichtungen können auf Anfrage geprüft und gegebenenfalls in die Liste aufgenommen werden.

Portalmonitore

Handmessgeräte

Gesetze

Gesetzgebung Strahlenschutz

Das Strahlenschutzgesetz (StSG) bezweckt, Mensch und Umwelt vor Gefährdungen durch ionisierende Strahlen zu schützen. Es gilt für alle Tätigkeiten, Einrichtungen, Ereignisse und Zustände, die eine Gefährdung mit sich bringen können.

Letzte Änderung 26.06.2019

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Strahlenschutz
Sektion Forschungsanlagen und Nuklearmedizin
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 462 96 14
E-Mail

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