Solarium

Solarien erzeugen starke ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung,) um die Haut von Kundinnen und Kunden zu bräunen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann UV-Strahlung erwiesenermassen Krebs verursachen, zu vorzeitiger Hautalterung führen und in schwerwiegenden Fällen Verbrennungen verursachen. 

Solarium Icon

Was muss ich beim Besuch eines Solariums beachten?

 

  • Minderjährige dürfen kein Solarium benutzen;
  • Gehören Sie zu einer der folgenden Risikogruppen, sollten Sie auf Solariumbesuche verzichten:

    - Personen, die unter Hautkrebs leiden oder litten;
    - Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko;
    - Auf UV-Strahlung empfindliche Personen

    (beispielsweise Personen, die sich an der Sonne nicht bräunen können oder Personen, die photosensitive Medikamente einnehmen).

  • Halten Sie sich an den für Bestrahlungsplan der Solarienbetreiberin oder des Solariumbetreibers;
  • Lassen Sie zwischen den ersten beiden UV-Bestrahlungen mindestens 48 Stunden verstreichen;

  • Verwenden Sie stets eine geeignete Schutzbrille und schützen Sie empfindliche Hautstellen wie Narben und Tätowierungen vor der Bestrahlung;
  • Gehen Sie am gleichen Tag nicht sonnenbaden und ins Solarium;
  • Tragen Sie am selben Tag keine Kosmetika, Parfums, Körpercremes, Sonnencremes, bräunungsverstärkende Mittel oder Körpersprays auf. Solche Produkte können die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung erheblich verstärken.
  • Konsultieren Sie bei individueller Empfindlichkeit oder allergischen Reaktionen gegen UV-Bestrahlung vor der Bestrahlung eine Ärztin oder einen Arzt;
  • Fragen Sie im Zweifelsfalle eine Ärztin oder einen Arzt, ob ein Medikament die UV-Empfindlichkeit erhöht;
  • Treten unerwartete Effekte auf, wie beispielsweise ein Jucken, das innerhalb von 48 Stunden nach der ersten UV-Bestrahlung auftritt, konsultieren Sie vor weiteren Bestrahlungen eine Ärztin oder einen Arzt;
  • Konsultieren Sie eine Ärztin oder einen Arzt, wenn sich hartnäckige Schwellungen oder wunde Stellen auf der Haut bilden oder pigmentierte Leberflecken sich verändern.

Weitere Informationen zur Benutzung eines Solariums finden Sie im Faktenblatt Solarium.

Marktanalyse der Solarienanbieter in der Schweiz

Ausgangslage

In unserem Auftrag hat die Fachhochschule St. Gallen eine Marktanalyse zu den Solarienbetrieben in der Schweiz durchgeführt.

Ziel des Projektes war es einerseits, die Zahl der gewerblichen Solarienanbieter in der Schweiz zu quantifizieren und deren Adressen zu beschaffen. Zudem hatte das Projekt zum Ziel, bei einer Stichprobe von 100 Solarienbetrieben an Hand von 31 Prüfpunkten zu überprüfen, ob diese Betriebe die wesentlichen Anforderungen zum Schutz der Gesundheit einhalten, wie dies die heute geltende Solariennorm fordert bzw. die geplante Verordnung zum Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (V-NISSG) vorsieht.

Resultate - Marktübersicht

Laut Marktübersicht gibt es in der Schweiz 1439 Solarienanbieter, die sich auf folgende Standorte aufteilen:     

  • klassische Sonnenstudios (418 Studios; 29)
  • Hotels (325; 23%)
  • Fitnessstudios (320; 22%)
  • Beautysalons (221; 15%)
  • Bäder (155; 11%).

Die meisten Solarien sind dabei nicht bedient.

Resultate – Vor-Ort Überprüfung

Für die Vor-Ort Überprüfung wurde eine Stichprobe von 100 Solarienstandorten gezogen und dabei sichergestellt, dass die Stichprobe der Verteilung der Grundgesamtheit entspricht (Verwendungsort, Deutsch- und Westschweiz, Personalstand). Geprüft wurde im Speziellen die Klassifizierung der Geräte, die Zutrittsbeschränkung für Minderjährige und Risikogruppen, die Information der Kundschaft über Risiken sowie weitere Verwendungsvorschriften für Solarien. Nicht überprüft wurde, ob die Solarien die geltenden Strahlungsgrenzwerte einhalten, da dies den Umfang dieses Projektes gesprengt hätte.

Die Vor-Ort Überprüfung hat gezeigt, dass Solarienbetreiber durchschnittlich nur 42% aller Prüfpunkte einhält. Nur bei 20% der kontrollierten Solarien besteht eine Kontrolle für den Einlass von Minderjährigen.  In der Tendenz, allerdings bei einer sehr kleinen Stichprobenanzahl, erfüllen bediente Solarien die überprüften Kriterien besser. Die Resultate zeigen, dass ein beträchtlicher Optimierungsbedarf seitens der Solarienbetriebe besteht.

Letzte Änderung 23.04.2019

Zum Seitenanfang

Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Strahlenschutz
Sektion NIS und Dosimetrie
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 462 96 14
E-Mail

Kontaktinformationen drucken

https://www.bag.admin.ch/content/bag/de/home/gesund-leben/umwelt-und-gesundheit/strahlung-radioaktivitaet-schall/elektromagnetische-felder-emf-uv-laser-licht/solarium.html