Strahlenschutzausbildung in der Tiermedizin

Nachfolgend erfahren Sie, welche Strahlenschutzausbildungen für Tierärztinnen/Tierärzte und tiermedizinische Praxisassistentinnen/Praxisassistenten vorgesehen sind.

Tierärztinnen/Tierärzte

Konventionelle veterinärmedizinische Röntgenanlagen

Tierärztinnen/Tierärzte, welche eine Bewilligung zum Betreiben einer diagnostischen Röntgenanlage beantragen wollen, müssen eine Strahlenschutzausbildung absolvieren (Dauer 1 Tag). Diese Ausbildung wird von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte durchgeführt und gilt als Nachweis der notwendigen Ausbildung im Strahlenschutz zur Durchführung diagnostischer Anwendungen mit konventionellen veterinärmedizinischen Röntgenanlagen und um als Strahlenschutz-Sachverständige/r für diese Anwendungen zu fungieren. Ausgenommen ist die Bedienung von computertomografischen Anwendungen. Die Voraussetzung zum Kursbesuch ist das eidgenössische Tierarztdiplom oder eine gleichwertige, anerkannte ausländische Ausbildung.

Weitere Informationen über die Durchführung der Sachverständigenkurse (Ort und Datum) erhalten Sie direkt bei der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (siehe Link unten).

Anlagen für erweiterte diagnostische Anwendungen

Tierärztinnen/Tierärzte, welche eine Bewilligung zum Betreiben einer veterinärmedizinischen diagnostischen Computertomografie beantragen wollen, müssen eine notwendige Strahlenschutzausbildung absolvieren (Dauer 1 Tag). Im Moment wird diese Ausbildung in der Schweiz jedoch nicht angeboten. Das BAG ist diesbezüglich in Kontakt mit der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte um einen entsprechenden Kurs anzubieten.

Anwendung von offenen radioaktiven Quellen

Tierärztinnen/Tierärzte, welche Umgang mit offenen radioaktiven Quellen haben, müssen den Nachweis der notwendigen Ausbildung im Strahlenschutz durch den Besuch eines anerkannten Kurses erwerben. Weitere Informationen zu den verschiedenen Kursen finden Sie hier.


Tiermedizinische Praxisassistentinnen/Praxisassistenten EFZ

Mit dem Erhalt des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses als Tiermedizinische Praxisassistent/in (TPA) ist der Nachweis der notwendigen Ausbildung im Strahlenschutz für tiermedizinische Röntgenuntersuchungen erbracht. Damit hat man die Berechtigung zur Bedienung von Röntgenanlagen für veterinärmedizinische Diagnostik unter der verantwortlichen Leitung einer entsprechenden sachverständigen Tierärztin oder eines entsprechenden sachverständigen Tierarztes.

Fortbildung im Strahlenschutz

Nach absolvieren einer Ausbildung im Strahlenschutz wird mindestens alle 5 Jahre eine obligatorische Fortbildung verlangt. Für die folgenden Berufsgruppen sieht die Fortbildungspflicht folgendermassen aus:

Berufsgruppe Fortbildungspflicht
Veterinärmediziner/innen MA 14 – konventionelle veterinärmedizinische Röntgenanlagen Alle 5 Jahre, 4 UE*
Veterinärmediziner/innen MA 15 – Anwendungen von offenen radioaktiven Quellen   Alle 5 Jahre, 8 UE
Veterinärmediziner/innen MA 16 – erweiterte diagnostische und therapeutische Anwendungen (CT, Beschleuniger) Alle 5 Jahre, 4 UE
TPA Alle 5 Jahre, 8 UE

*Unterrichtseinheiten von 45 min Dauer

 Zusätzliche Informationen über die Fortbildung finden Sie hier.

Letzte Änderung 28.08.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Strahlenschutz
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 462 96 14
E-Mail

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