Aufstehen

Regelmässiges Aufstehen hat einen unmittelbar positiven Effekt auf die Gesundheit. Bewegung baut nicht nur Muskeln auf, sondern stärkt auch Knochen, Gelenke, Organe und sogar das Immunsystem. Zudem verbessern sich Gedächtnis, Lernfähigkeit und Schlaf.

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Nicht nur mangelnde körperliche Aktivität wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus, sondern auch langes Sitzen im Alltag: zum Beispiel auf dem Arbeitsweg, im Auto oder öffentlichen Verkehr, bei der Arbeit, in der Schule oder der Freizeit. Die Schweizer Bevölkerung sitzt durchschnittlich 5,5 Stunden pro Tag. Die Erwerbstätigen sitzen dabei mit 5,8 Stunden länger als die nicht Erwerbtätigen (4,9 Stunden). Über 18,6 Prozent der Schweizer Bevölkerung sitzen pro Tag sogar länger als 8,5 Stunden und manche verbringen sogar bis zu 15 Stunden pro Tag sitzend oder ruhend.

Langes Sitzen als Risikofaktor

Langandauerndes Sitzen stellt einen Risikofaktor für Diabetes, Herzerkrankungen, Krebs, Entzündungen, psychische Erkrankungen und Sterblichkeit im Erwachsenenalter dar. Bereits bei Kindern erhöht langes Sitzen das Risiko für Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen bis hin zu einer verringerten Knochendichte und kann negative Effekte auf die geistigen, motorischen und psychosozialen Fähigkeiten haben. Im Alter kann langes Sitzen zu Kreislaufproblemen und damit verbundenen häufigeren Stürzen, weniger Mobilität, Unterversorgung der Gelenke und Muskelabbau führen.

Kleiner Aufwand, grosse Wirkung

Studien zeigen, dass sich regelmässiges Aufstehen positiv auf die Gesundheit auswirkt und die Freizeitaktivitäten ideal ergänzt. Daher ist es wichtig, langes Sitzen bei der Arbeit und in der Freizeit regelmässig zu unterbrechen. Aufstehen ist leicht gemacht, hat eine grosse Wirkung und kann einfach in den Tagesablauf integriert werden:

  • Am Arbeitsplatz, in der Uni oder der Schule Sitzen regelmässig unterbrechen und bewegte oder stehende Pausen einlegen, zum Telefonieren aufstehen und Besprechungen im Stehen oder Gehen führen.
  • In der Freizeit aktive Pausen vom Bildschirm machen und öfters Medien-freie Zeiten einlegen. Post, Zeitung und SMS auch mal im Stehen lesen und im Tram oder Bus aufstehen.
  • Im Alltag regelmässig aktiv sein: Den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen beispielsweise zur Bewegung nutzen und zu Fuss gehen, mit dem Velo fahren oder ein paar Haltestellen früher aus dem Tram oder dem Bus aussteigen.

Weitere Informationen und Ideen zur Umsetzung im Alltag finden sich unter «Dokumente».

Bis zu 15 Stunden sitzen wir täglich. Verschiedene Piktogramme zeigen Menschen, die aufstehen statt sitzen: auf dem Arbeitsweg, am Arbeitsplatz, in Sitzungen, unterwegs, in der Freizeit, zu Hause und beim Ausruhen.

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Letzte Änderung 28.07.2020

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