Anbau von Hanf, THC Gehalt von 1% und mehr

Für den Anbau von Hanf mit einem THC Gehalt von mindestens einem Prozent können Ausnahmebewilligungen erteilt werden, wenn er der beschränkten medizinischen Anwendung, der wissenschaftlichen Forschung oder der Arzneimittelentwicklung dient.

Unterlagen und Angaben für Ausnahmebewilligungen

Die Gesuche sind schriftlich an folgende Adresse zu richten:

Vertraulich

Bundesamt für Gesundheit
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
3003 Bern

 

Das BAG kann jederzeit ergänzende Angaben und Unterlagen zur Klärung verlangen. Bitte reichen Sie Ihre Gesuche frühzeitig ein.

Verantwortliche Person

  • Name und Vorname bzw. Bezeichnung gemäss Handelsregister; wenn es sich um eine juristische Person handelt, sowie Name, Vorname, Geburtsdatum und Funktion der für die kontrollierten Substanzen verantwortlichen Person
  • Handelsregisterauszug
  • Wohn- oder Geschäftssitz und Betriebsstandorte (Adressen)
  • Berufsabschlussdiplome und beruflicher Werdegang der verantwortlichen Person
  • Privatauszug der verantwortlichen Person, der nicht älter als sechs Monate ist
  • Name, Vorname und Adresse der Stellvertreterin oder des Stellvertreters

Pflanzen

  • genaue Bezeichnung der Pflanzen (verwendete Sorten oder verwendetes Saatgut)
  • Herkunft des Saatguts oder der Pflanzen
  • quantitative Angaben zur vorgesehenen Anzahl Pflanzen und zur erwarteten Produktion in Verbindung mit dem verfolgten Zweck.

Beschrieb der Tätigkeit, um deren Bewilligung nachgesucht wird, und der Durchführungsbedingungen

  • Betriebsbewilligung oder Nachweis, dass die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller im Auftrag einer Inhaberin oder eines Inhabers einer Betriebsbewilligung handelt. Der Mandatsvertrag muss genaue Angaben über Art und Menge des Anbaus sowie die Verpflichtung der Auftraggeberin oder des Auftraggebers enthalten, die ganze Ernte zu übernehmen.
  • Beschrieb der beantragten Gesamtoberfläche, Lage des Anbaus (Lageskizze, Grundriss etc.)
  • allfälliger Lagerstandort (einschliesslich Zolllager und Zollfreilager) der Ernte und des Saatguts
  • Vorhandensein eines Systems, das ausreichenden Schutz gegen Diebstahl bietet

Die Ausnahmebewilligung für den Anbau kann nach eingehender Prüfung des Gesuchs und einem Inspektionsbesuch des BAG ausgestellt werden.

Hinweis:
Die Bewilligung des BAG entbindet nicht von der Pflicht, die geltenden kantonalen Bestimmungen anzuwenden. Es liegt in der Verantwortung der Anbauer, sich bei den zuständigen Behörden entsprechend zu erkundigen.

Anbau von Hanf mit einem THC-Gehalt < 1 %

Gemäss Anhang 6 Artikel 5 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen (SR 0.916.026.81) gestattet die Schweiz den Verkehr mit Saatgut der in der Gemeinschaft zugelassenen Hanfsorten (Europäischen Katalog). Ausserdem gilt Folgendes:

  • Das BAG und das BLW erteilen keine Sonderbewilligung für den Hanfanbau.
  • Die Verfütterung von Hanf an Nutztiere ist verboten.

Für weitere Fragen zum Hanfanbau wenden Sie sich bitte an:
phyto@blw.admin.ch

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW).

Letzte Änderung 28.06.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 465 37 82
E-Mail

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