Gesetzgebung Krebsregistrierung

Das Krebsregistrierungsgesetz (KRG) regelt die Erfassung aussagekräftiger und verlässlicher Daten zu Krebsneuerkrankungen in der Schweiz. Es fördert zudem die Registrierung von Daten zu anderen stark verbreiteten oder bösartigen Krankheiten.

Die Lebenserwartung der Schweizer Bevölkerung hat sich in den letzten 100 Jahren beinahe verdoppelt. Diese Erhöhung der Lebenserwartung ist einerseits auf den medizinischen Fortschritt und andererseits auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen wie die Verbesserung von Hygiene und Bildung und den Ausbau der Sozialversicherungen zurückzuführen. Die Verbesserung der Lebensqualität brachte allerdings auch eine Veränderung des Lebensstils und der Arbeitsbedingungen mit sich. Dies hat dazu geführt, dass stark verbreitete oder bösartige nicht übertragbare Krankheiten wie Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen haben und aufgrund der demografischen Entwicklung weiter zunehmen werden.

40 000 Neuerkrankung jährlich in der Schweiz

Aktuell werden in der Schweiz pro Jahr mehr als 40 000 neue Krebsfälle diagnostiziert; fast 17 000 Menschen sterben jährlich an Krebs. Das Bundesamt für Statistik schätzt, dass durch Krebs bedingte Todesfälle in den nächsten 20 Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung um rund einen Drittel zunehmen werden.

Potenzial des Krebsregistrierungsgesetzes

Das Potenzial des Krebsregistrierungsgesetzes liegt einerseits in der Verbesserung der Datengrundlage für die Beobachtung der Entwicklung von Krebserkrankungen und anderen stark verbreiteten oder bösartigen nicht übertragbaren Krankheiten. Andererseits dienen diese Daten der Erarbeitung, der Umsetzung und der Überprüfung von Präventions- und Früherkennungsprogrammen, der Evaluation der Versorgungs-, Diagnose- und Behandlungsqualität sowie der Unterstützung der Versorgungsplanung und der Forschung.

Die vorgeschlagene Regelung zählt als langfristige Reformmassnahme zu den gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrates und ist von grundlegender Bedeutung für die angestrebte Steigerung der Qualität, der Transparenz und der Effizienz des schweizerischen Gesundheitswesens.

Medien

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Zahlen & Fakten zu Krebs

Krebserkrankungen in der Schweiz

Zwischen 2008 und 2012 erkrankten jährlich rund 21‘000 Männer und 17‘700 Frauen an Krebs. Damit hat die Zahl der Neuerkrankungen bei beiden Geschlechtern zugenommen. Dennoch ist die Sterblichkeit bei Krebs rückläufig.

Weiterführende Themen

Krebsregistrierung

Die Krebsregistrierung dient der Dokumentation aller neu auftretenden Krebserkrankungen. Ab 1. Januar 2020 wird diese in der Schweiz unter dem Krebsregistrierungsgesetz und seiner Verordnung erfolgen.

Inkraftsetzung Krebsregistrierungsgesetz

Im März 2016 beschloss das Parlament das Krebsregistrierungsgesetz (KRG). Am 11. April 2018 verabschiedete der Bundesrat die dazugehörige Verordnung (KRV). Gesetz und Verordnung sollen Anfang 2020 in Kraft treten.

Nationale Strategie gegen Krebs 2014–2020

Mit der Nationalen Strategie gegen Krebs (NSK) wollen Bund und Kantone – unter Einbezug von Organisationen und Experten – die Krebsprävention und -bekämpfung verbessern.

Letzte Änderung 17.09.2018

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