Studie zu Anreizen und Hindernissen interprofessioneller Zusammenarbeit im Gesundheitswesen

Welche Anreize gibt es für die diversen Berufe im Gesundheitswesen, interprofessionell zusammenzuarbeiten? Welche Hindernisse treffen sie an und mit welchen Massnahmen könnten diese abgebaut werden? Die Studie gibt Antworten aus Sicht involvierter Personen.

In der Studie konnten neun verschiedene organisationale und acht individuelle Einflussfaktoren identifiziert werden, welche förderlich für eine interprofessionelle Zusammenarbeit (IPZ) sind.

Insgesamt betont die Studie, dass es sich bei der IPZ um ein multidimensionales Konstrukt handle und dass es das Engagement aller Akteure brauche, um eine optimale IPZ zu realisieren. Die Studienteilnehmenden halten fest, dass Interprofessionalität kontextabhängig sei und dass Massnahmen zur Verbesserung der IPZ individuell betrachtet werden sollten.

Forschungsfrage, Ziel und methodisches Vorgehen

Die Forschungsfrage von uns in Auftrag gegebenen Forschungsprojekts lautete: «Welche Anreize und Hindernisse bestehen hinsichtlich der interprofessionellen Zusammenarbeit der im schweizerischen Gesundheitswesen tätigen universitären und nicht-universitären Berufe? Welche Massnahmen können dazu beitragen, die Anreize zu fördern bzw. die Hindernisse zu mindern?»

Ziel der Studie war es somit, die wichtigsten Faktoren zu identifizieren, die die IPZ fördern bzw. behindern. Darüber hinaus sollte sie eruieren, mit welchen Massnahmen man diese Anreize stärken bzw. diese Barrieren überwinden könnte.

Das Forschungsprojekt verfolgte einen Ansatz mit verschiedenen Methoden. Es nutzte ein wissenschaftliches Grundmodell, mit welchem sich analysieren liess, weshalb Personen eine neu eingeführte Innovation nutzen oder meiden, und wie man «Nicht-Nutzende» dazu motivieren kann, zu «Nutzenden» zu werden. Es identifizierte diverse Faktoren, die als Anreiz bzw. Hindernis für IPZ wahrgenommen werden und formulierte für die wichtigsten vier Faktoren jeweils zwei förderliche Massnahmen.

Laufzeit: Juni 2017 bis Mai 2019

Projektleitung: Prof. Dr. Sebastian Gurtner, Berner Fachhochschule (BFH), Fachbereich Wirtschaft

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Letzte Änderung 15.10.2019

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