Aufgaben und Tätigkeit der Kommission

Die Aufgaben der Kommission sind im Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen definiert. Die Kommission erarbeitet Empfehlungen sowohl aus eigener Initiative wie auch auf Anfrage einer Behörde hin.

Aufgaben

Die rechtliche Grundlage für die Kommission bildet Artikel 35 des Bundesgesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG), der auch die Aufgaben der Kommission näher definiert.

Die Expertkommission:

  • erarbeitet Massstäbe für die Qualitätskontrolle genetischer Untersuchungen im Hinblick auf die Bewilligungserteilung;
  • gibt zuhanden des Bundesrates Empfehlungen ab, ob bestimmte genetische Untersuchungen von der Bewilligungspflicht auszunehmen oder dieser zu unterstellen sind;
  • nimmt auf Anfrage der zuständigen Bundesstelle zu Bewilligungsgesuchen Stellung und wirkt bei Inspektionen mit;
  • gibt Empfehlungen ab, ob bestimmte genetische In-vitro-Diagnostika vom Verbot, genetische In-vitro-Diagnostika an Personen zu einer Verwendung abzugeben, die nicht der beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit dieser Person zugerechnet werden kann, auszunehmen sind;
  • begutachtet Anwendungskonzepte für Reihenuntersuchungen;
  • gibt Empfehlungen zur Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten, die präsymptomatische und pränatale genetische Untersuchungen sowie Untersuchungen zur Familienplanung veranlassen, ab;
  • gibt Empfehlungen für die genetische Beratung und die Information bei pränatalen Risikoabklärungen ab;
  • berät die zuständige kantonale Behörde auf Anfrage bei Gesuchen um Entbindung vom Berufsgeheimnis;
  • bestätigt im Rahmen von präsymptomatischen genetischen Untersuchungen zur Verhütung von Berufskrankheiten und Unfällen den allfälligen Zusammenhang zwischen der genetischen Veranlagung einer Arbeitnehmerin bzw. eines Arbeitnehmers und einer Berufskrankheit oder Gefahr für die Umwelt oder Drittpersonen und bezeichnet die Untersuchungsart zur Erkennung der genetischen Veranlagung als zuverlässig;
  • gibt Empfehlungen für die Erstellung von DNA-Profilen ab;
  • verfolgt die wissenschaftliche und praktische Entwicklung der genetischen Untersuchungen, gibt Empfehlungen dazu ab und zeigt Lücken in der Gesetzgebung auf.

Tätigkeit

Die Kommission erarbeitet Empfehlungen sowohl aus eigener Initiative wie auch auf Anfrage einer Behörde hin. Zudem nimmt sie regelmässig im Rahmen von Vernehmlassungsverfahren und verwaltungsinternen Ämterkonsultationen Stellung zu Gesetzgebungsprojekten, soweit diese zu den genetischen Untersuchungen einen Bezug haben. Sie erstattet dem Bundesrat jährlich Bericht über ihre Tätigkeiten. Die Tätigkeitsberichte der Kommission finden Sie unter «Dokumente». Dort finden Sie auch alle Empfehlungen und Stellungnahmen der Kommission.

Die Kommission trifft sich zu 4–6 ganztägigen Sitzungen pro Jahr. Zudem behandelt sie zahlreiche Geschäfte auf elektronischem Weg.

Dokumente

Gesetze

Gesetzgebung Genetische Untersuchungen

Das Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen regelt die Durchführung genetischer Analysen. Zentrale Aspekte sind der Schutz der Menschenwürde, das Verhindern von Missbräuchen und die Sicherstellung der Qualität.

Weiterführende Themen

Genetische Tests und pränatale Diagnostik

Genetische Untersuchungen sind zunehmend wichtig für die Diagnose von Erbkrankheiten. Ein klarer gesetzlicher Rahmen ist daher unabdingbar. Informieren Sie sich hier über die Entwicklung der rechtlichen Grundlagen.

Letzte Änderung 02.10.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Biomedizin
Kommission GUMEK
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 465 30 34
Fax +41 58 462 62 33
E-Mail

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