Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL)

Die EKAL ist ein beratendes Organ des Bundesrates im Bereich von Alkoholfragen. Sie initiiert und begleitet die Meinungsbildungs-, Entscheidungs- und Realisierungsprozesse bei Fragen, die direkt oder indirekt mit der Einwirkung des Alkoholkonsums auf die Gesundheit in Zusammenhang stehen. Die EKAL ist eine ausserparlamentarische Kommission. 

Die EKAL ist ein wichtiger strategischer Partner bei der Umsetzung des Nationalen Programms Alkohol (NPA) 2013-2016 gewesen und bei den heutigen Strategien nichtübertragbare Krankheiten und Sucht. Die wichtigsten Ansprechpartner für die EKAL sind Politik, Öffentlichkeit, Verwaltung und Fachleute.

Zusammensetzung der EKAL

Die Kommission zählt 15 Mitglieder aus gesundheitspolitisch orientierten Organisationen, aus den Bereichen Prävention, Behandlung und Forschung. Die Mitglieder werden vom Bundesrat gewählt. Zudem nehmen das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Zolldirektion (EZV, Abteilung Alkohol und Tabak) als Dauergäste ohne Stimmrecht teil. Die ganze Kommission (Plenum) tagt drei bis vier Mal pro Jahr und arbeitet zusätzlich in themenspezifischen Untergruppen.

Aktivitäten der EKAL

Grundlagen für eine Orientierungshilfe zum risikoarmen Alkoholkonsum

Alkoholkonsum kann je nach Konsummenge und Trinkmuster gesundheitsschädigend sein. Die gesundheitlichen Risiken variieren auch je nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Umständen, unter denen Alkohol konsumiert wird. Das Dokument «Risiken für alkoholbedingte Krankheiten und Mortalität, Grundlagen für eine Orientierungshilfe zum risikoarmen Alkoholkonsum» gibt einen Überblick über die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums.

Botschaften für eine Orientierungshilfe zum Alkoholkonsum

Alkoholkonsum birgt gesundheitliche Risiken, die je nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Trinkumständen variieren. Im Bestreben, einen risikoarmen Konsum von anderen Trinkmustern zu unterscheiden, hat die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL) eine nuancierte Orientierungshilfe für Alkohol trinkende Personen formuliert.

KAP

In der Erkenntnis, dass die Kantone die grösste Verantwortung in der Umsetzung der Alkoholpolitik haben, initiierte die EKAL das Projekt der kantonalen Alkoholaktionspläne Alkohol (KAP; früher KAAP). Seit 2003 organisierte die EKAL jährliche nationale Treffen mit interessierten Vertreter/innen der Kantone. Ziel der KAP war die Förderung der Entwicklung kantonaler Strategiepapiere. In den Bereichen Prävention, Behandlung, Schadensminderung, Marktregulierung und Jugendschutz wurde ein längerfristiges und innerhalb der Kantone, sowie zwischen Bund und Kantonen, koordiniertes Vorgehen gefördert.

Mit dem Ende des Nationalen Programm Alkohol im 2016 wurden diesen Massnahmen im 2017 verlängert und ab 2018 von denjenigen der neue Nationale Strategie Sucht und der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten abgelöst.

Weiterführende Themen

Alkohol

Die meisten Menschen in der Schweiz trinken Alkohol in unproblematischer Weise. Jede fünfte Person übertreibt es aber – gelegentlich oder immer wieder. Und beeinträchtigt damit sowohl die Gesundheit wie auch das Umfeld.

Eidgenössische Kommission für Suchtfragen (EKSF)

Die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen (EKSF) ist eine unabhängige Kommission, in der Expertinnen und Experten auf Grund ihres Fachwissens Einsitz haben.

Eidgenössische Kommission für Tabakprävention (EKTP)

Die Eidgenössische Kommission für Tabakprävention (EKTP) berät den Bundesrat. Sie setzt sich für die Tabakprävention ein. Die EKTP ist von der Tabakindustrie unabhängig.

Letzte Änderung 14.09.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Direktionsbereich Öffentliche Gesundheit
Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 63 87 93
E-Mail

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