Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien steigen

Bern, 27.9.2022 – Die Krankenkassenprämien widerspiegeln die Gesundheitskosten: Nach vier stabilen Jahren steigen die Prämien 2023 wieder an. Der Anstieg ist vor allem auf die Covid-19-Pandemie und auf einen Nachholeffekt zurückzuführen.

2023 wird die mittlere Krankenkassenprämie monatlich CHF 334.70 betragen, was einem Anstieg von 6,6 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht. Die mittlere Prämie für Erwachsene (CHF 397.20 Franken) und junge Erwachsene (CHF 279.90 Franken) erhöht sich gegenüber 2022 um 6,6 Prozent, resp. 6,3 Prozent. Diejenige für Kinder steigt um 5,5 Prozent auf 105,00 Franken.

Dieser angekündigte Anstieg ist beträchtlich. Zurückzuführen ist er hauptsächlich auf die Covid-19-Pandemie, die das Gesundheitssystem stark beansprucht hat. Die Pandemie verursachte sowohl direkte Kosten, zum Beispiel für die Behandlung hospitalisierter Patientinnen und Patienten sowie für die Impfungen, als auch indirekte Kosten, wie etwa als Folge verschobener medizinischer Eingriffe (Nachholeffekt).

Angesichts des medizinisch-technischen Fortschritts, der Zunahme des Leistungsvolumens und der demografischen Entwicklung werden die Gesundheitskosten auch in Zukunft weiter steigen. Es besteht jedoch ein Handlungsspielraum, um den Kostenanstieg auf das medizinisch begründbare Mass zu beschränken. Zu den möglichen Hebel für Einsparungen sind zählen etwa eine Begrenzung des Überangebots und der Übernachfrage medizinischer Leistungen, angepasste Tarife im ambulanten Bereich, eine verbesserte Spitalplanung und mehr Transparenz bei der obligatorischen Krankenversicherung. 

Video: Die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung

Letzte Änderung 27.09.2022

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