Plattform «Zukunft ärztliche Bildung»

Seit April 2010 betreibt das BAG die Plattform «Zukunft ärztliche Bildung». Ziel ist es, aktuelle Themen der ärztlichen Bildung zusammen mit den Partnerorganisationen koordiniert anzugehen und konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Plattform wurde im Sommer 2018 evaluiert.

Arbeiten der Plattform

Die Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» wurde vom Dialog Nationale Gesundheitspolitik (Dialog NGP) in Auftrag gegeben. Ihre Mitglieder stammen aus 17 Organisationen der Gesundheits- und Bildungspolitik, wobei das BAG die Aufgabe der administrativen Leitung und Betreuung übernimmt. Den Grundstein der Arbeiten der Plattform bildet das Medizinalberufegesetz (MedBG). Seit ihrer Gründung im April 2010 hat die Plattform sechs Themengruppen mandatiert, welche aktuell alle abgeschlossen sind.

Die erste Themengruppe «Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung» wurde 2010 gegründet und verabschiedete ihre Arbeiten zuhanden des Dialoges NGP bereits im Sommer 2011. Im gleichen Jahr wurden die Themengruppen zwei «Abstimmung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung» und drei «Interprofessionalität in der ärztlichen Bildung» lanciert. Im Rahmen der zweiten Themengruppe wurden zwei Unterthemen behandelt, welche die Erhöhung der Abschlusszahlen in der Humanmedizin und Alternativen zum Medizinstudium behandelten.

Im April 2013 mandatierten die Mitglieder der Plattform die vierte Themengruppe «Nachwuchs für die Klinische Forschung in der Schweiz». Die fünfte Themengruppe «Koordination der ärztlichen Weiterbildung» wurde 2014, im Anschluss an zwei Arbeiten mandatiert, welche europaweit und in der Schweiz untersuchten, wie die Verteilung von Facharztrichtungen organisiert bzw. gesteuert ist. Im Dezember 2015 hat die Plattform dann die sechste Themengruppe «Zunehmende Spezialisierung in der Humanmedizin aus Sicht der Spitalorganisation» lanciert, welche im Sommer 2018 abgeschlossen wurde.

Struktur der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung»

Das Bild zeigt die Struktur Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» mit den vertretenen Organisationen und Behöreden sowie die Arbeiten der Themengruppen ab 2010 bis 2016

Partnerorganisationen

Die folgenden 17 gesundheits- und bildungspolitischen Behörden und Organisationen sind in der Plattform vertreten:

  • Bundesamt für Gesundheit (BAG)
  • Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK)
  • Medizinalberufekommission (MEBEKO)
  • Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) (ehemals BBT und SBF)
  • Schweizerischer Wissenschaftsrat (SWR)
  • Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK)
  • swissuniversities
  • Schweizerische Medizinische Interfakultätskommission (SMIFK)
  • Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), vertreten durch das Schweizerische Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF)
  • Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO)
  • Schweizerische Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW)
  • Die Spitäler der Schweiz (H+)
  • Nationale Dach-Organisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté)
  • Die Schweizer Krankenversicherer (santésuisse)
  • Verein der leitenden Spitalärzte der Schweiz (VLSS)
  • Verband Schweizer Medizinstudierender (swimsa)
  • Verband Universitäre Medizin Schweiz (unimedsuisse)

Themengruppen

Evaluation der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» 2018

Die Co-Trägerschaft GDK/BAG hat die Plattform ZäB nach acht Jahren Laufzeit durch das Institut INFRAS extern evaluieren lassen. Die Fachstelle «Evaluation und Forschung» des BAG hat die Erhebung geleitet.

Schwerpunkt der Untersuchung:
-  Konzeption und Umsetzung der Plattform;
-  Ergebnisse der Themengruppen und Wirkungen der Plattform;
-  Aufgabenerfüllung des BAG als Sekretariat der Plattform;
-  Optimierungspotential und mögliche zukünftige Entwicklungsoptionen
   der Plattform.

Erfreuliche Ergebnisse der Evaluation insgesamt: Die Beurteilungen des Evaluationsteams sowie die Befragungen zeigen eine positive Bilanz. Man ist sich einig, dass sich die Plattform bewährt hat und dass sie weitergeführt werden soll. Es zeigt sich auch, dass das Potenzial der Plattform teilweise noch nicht voll ausgeschöpft ist und in einigen Punkten Verbesserungs- und Entwicklungsbedarf besteht.

Fünf Empfehlungen wurden vom Evaluationsteam zur Ausgestaltung und Optimierung der Plattform formuliert:
1. Die Zielsetzung der Plattform klären und die Umsetzung von
    gemeinsamen Lösungen stärker betonen.
2. Die Plattform partizipativer gestalten.
3. Themengruppen in Projekte überführen.
4. Verbreitung und Umsetzung von Ergebnissen unterstützen und
    einfordern.
5. Bei Bedarf zusätzliche Ressourcen bereitstellen.

Stellungnahme des BAG und der GDK zur Evaluation und zum weiteren Vorgehen: Die Co-Trägerschaft hat in einer Stellungnahme die Empfehlungen aufgenommen und die nächsten Schritte zur Umsetzung erläutert (siehe Download auf dieser Seite im Register «Dokumente»).
Die Umsetzungsarbeiten hinsichtlich der ersten vier Empfehlungen starten im Sommer 2019.

Weiterführende Informationen zur Evaluation finden Sie hier: Evaluationsberichte Gesundheitsversorgung

Zahlen & Fakten

Statistiken Medizinalberufe

Das BAG wertet jährlich Daten aus dem Medizinalberuferegister aus. Sie dienen dazu, genügend und bedarfsgerecht qualifiziertes Personal auszubilden.

Weiterführende Themen

Förderprogramme der Fachkräfteinitiative plus

Das vorhandene Potenzial an Fachpersonen in der Schweiz soll stärker gefördert und genutzt werden. Dies ist das Ziel der zwei neuen Förderprogramme im Gesundheitswesen, die am 4. März 2016 vom Bundesrat gutgeheissen worden sind.

Medizinische Grundversorgung

Bund und Kantone sorgen für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität.
Zentral dafür ist die enge und gut abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe.

Strategie gegen den Ärztemangel

Mehr Ärztinnen und Ärzte aus- und diese bedarfsgerecht weiterbilden: mit diesen und weiteren Massnahmen will der Bundesrat dem prognostizierten Engpass in der medizinischen Versorgung entgegentreten.

Forschung Gesundheitsberufe

Gesundheitsfachkräfte sind eine knappe Ressource. Ihr Einsatz soll kompetenzgerecht und effizient sein. Mit Forschung kann aufgezeigt werden, wie das erreicht werden kann.

Forschungsberichte Gesundheitsberufe

Welche Kompetenzen benötigen Gesundheitsfachpersonen für die Pflege und Behandlung eines wachsenden Anteils älterer Menschen? Was motiviert sie, was macht sie krank?

Letzte Änderung 19.03.2019

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Gesundheitsberufe
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsberufe
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 462 74 17
E-Mail

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