Medizinische Grundversorgung

Bund und Kantone sorgen für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität. Zentral dafür ist die enge und gut abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe. Ein wichtiger Pfeiler ist die Hausarztmedizin.

Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung

Der Bundesbeschluss über die medizinische Grundversorgung wurde am 18. Mai 2014 mit einem Ja-Stimmenanteil von 88 Prozent angenommen. Die Bundesverfassung wurde in der Folge mit dem Artikel 117a zur medizinischen Grundversorgung ergänzt. Der neue Artikel verpflichtet Bund und Kantone, für eine ausreichende, allen zugängliche medizinische Grundversorgung von hoher Qualität zu sorgen. Die Hausarztmedizin soll als wichtiger Bestandteil der medizinischen Grundversorgung anerkannt und gefördert werden. Der Artikel orientiert sich am Bedarf der Bevölkerung an grundlegenden medizinischen Leistungen. Diese Leistungen werden nicht nur von der Hausarztmedizin, sondern von verschiedenen Berufsgruppen erbracht. Deshalb kann der Bund Vorschriften über die Aus- und Weiterbildung aller Berufe in der medizinischen Grundversorgung erlassen. Auch über die Anforderungen zur Berufsausübung kann er bestimmen.

Bedeutung der medizinischen Grundversorgung

Die medizinische Grundversorgung soll gefördert werden, damit die Menschen in der Schweiz auch in Zukunft bedarfsgerecht versorgt werden. Der Anteil älterer Menschen wächst, und damit auch die Zahl chronisch oder mehrfach Erkrankter. Damit diese gut behandelt werden, müssen alle Gesundheitsberufe besser zusammen arbeiten und ihre Leistungen koordinieren. Die Förderung der medizinischen Grundversorgung soll auch sicherstellen, dass die Leistungen in allen Regionen zugänglich sind.

Weiterführende Themen

Plattform «Zukunft ärztliche Bildung»

Die Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» hat seit 2010 zum Ziel, die hohen Anforderungen an die ärztliche Bildung in einem Diskurs mit den zuständigen Partnerorganisationen rasch und koordiniert anzugehen.

Koordinierte Versorgung

Bei der Behandlung und Pflege von Patientinnen und Patienten mit mehreren oder chronischen Erkrankungen besteht Koordinationsbedarf. An der Konferenz Gesundheit2020 wurde deshalb das Projekt «Koordinierte Versorgung» initiiert.

Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen»

Mit dem Förderprogramm soll die Interprofessionalität im Gesundheitswesen gestärkt werden. Dies soll u.a. zu einer erhöhten Effizienz beitragen.

Letzte Änderung 29.08.2018

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