Langzeitpflege

Für den Langzeitpflegebereich müssen mehr Pflegende gewonnen werden. Mit diesem Ziel hat der Bundesrat bereits Massnahmen im Rahmen der Fachkräfteinitiative (FKI) ergriffen. Die Strategie Gesundheit2030 des Bundesrates legt weiter die Stossrichtung «Mehr Langzeitpflegepersonal» fest.

Mehr Pflegekräfte für die Langzeitpflege

In der Schweiz soll mehr Pflegepersonal ausgebildet werden. Zudem sollen die Berufsverweildauer erhöht und Wiedereinstiege gefördert werden. Besonders für die Langzeitpflege in Pflegeheimen und Spitex sollen mehr Pflegende gewonnen werden.

Bundesratsauftrag im Kontext der Fachkräfteinitiative

Im Kontext der Fachkräfteinitiative (FKI) zur besseren Ausschöpfung des inländischen Potenzials hat der Bundesrat 2016 Massnahmen in den zwei Handlungsfeldern Personalgewinnung und Personalerhalt vorgesehen. Die Massnahmen zum Personalerhalt hat das BAG mit dem «Spezialmodul Langzeitpflege und Spitex» vorgenommen. Für die Personalgewinnung ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) zuständig.  

Spezialmodul Langzeitpflege und Spitex

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz und dem Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS hat das BAG einen Fragebogen mit dem Namen «Spezialmodul Langzeitpflege und Spitex» entwickelt. Die Befragungen damit zeigen auf, in welchen Bereichen Pflegende besonders zufrieden oder auch unzufrieden sind. So können Betriebe der Langzeitpflege entsprechende Massnahmen ergreifen, um die Arbeitsbedingungen attraktiv und gesundheitsförderlich zu gestalten.

Der Fragebogen «Spezialmodul Langzeitpflege und Spitex» wurde in das bestehende Befragungsinstrument Friendly Work Space (FWS) Job-Stress-Analysis integriert und wird durch die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz geführt. Interessierten Institutionen (Langzeitpflege und Spitex) steht das Modul seit Sommer 2020 zur Verfügung: https://www.fws-jobstressanalysis.ch/

Jahresziel 2022 des Bundesrates

Massnahmenpaket Langzeitpflege (Grundsatzentscheid):

Die Strategie Gesundheit2030 stellt einen Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal fest und legt eine der Stossrichtungen mit «Mehr Langzeitpflegepersonal» fest. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es koordinierte Massnahmen einerseits zur Steigerung der Ausbildungsabschlüsse und andererseits zur Verbesserung der Berufsverweildauer. Ein Element zur Erhöhung der Ausbildungsabschlüsse wird die Umsetzung der Pflegeinitiative (Pa. Iv. 19.401) mit einer Ausbildungsoffensive im Tertiärbereich Pflege sein. Zum Thema Berufsverweildauer wird mit einem Bericht der Einfluss der Personaldotation auf die Pflegequalität untersucht. Mit einem weiteren Bericht werden die Grundlagen zur Weiterentwicklung des Berufsbildes Pflege / Langzeitpflege und damit für mögliche Massnahmen zur Verbesserung der Berufsverweildauer gelegt. Der Bundesrat entscheidet im zweiten Halbjahr 2022 auf der Grundlage dieser Auslegeordnung, welche weiteren Massnahmen zur Erreichung des strategischen Ziels notwendig sind.  

Letzte Änderung 20.09.2021

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