Gesundheitsberufe der Tertiärstufe

Die Gesundheitsberufe sind zusammen mit den Medizinal- und Psychologieberufen ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitssystems. Angesichts der Entwicklung der Gesundheitsbedürfnisse wird künftig die Nachfrage nach diesen Gesundheitsfachpersonen weiter steigen.

Drei Fragen und drei Antworten:
BAG-Direktor Pascal Strupler zum Tag der Pflege

Was beeindruckt Sie in der Covid-19-Krise am meisten?

Wie sich das Gesundheitspersonal mit einem ausserordentlichen Engagement in den Dienst dieser Krise stellt. Die Erkenntnis, dass Pflege und Medizin auf Augenhöhe zusammenarbeiten müssen, wurde noch offensichtlicher. Dies kann eine Chance für die zukünftige Zusammenarbeit sein.

In der Covid-19-Krise zeigt sich die zentrale Bedeutung von gut ausgebildetem Pflegepersonal. Wie gedenkt der Bund die Pflegenden zu stärken?

Der Bundesrat befasst sich seit langem mit den Pflegeberufen und er hat bereits eine Vielzahl von Massnahmen ergriffen: Im Rahmen des Masterplans Bildung Pflegeberufe und der Fachkräfteinitiative hat er zum Beispiel sichergestellt, dass die Ausbildung in den Pflegeberufen den Bedürfnissen entspricht. Er ist auch das Thema der besseren Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie angegangen. Auch hat er im Bereich der Krankenversicherung die Kompetenzen des Pflegepersonals gestärkt. Beim indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative unterstützt der Bundesrat aktuell eine Ausbildungsoffensive für genügend qualifiziertes Pflegepersonal.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Herausforderungen im Pflegebereich?

Die Herausforderungen bestehen nicht erst seit der Covid-19-Krise. Sie haben sich in dieser Zeit nur akzentuiert. Das Gesundheitswesen kann nicht primär auf den Notstand ausgerichtet werden. Die aus der ausserordentlichen Situation gezogenen Lehren bleiben aber wichtig. Mit Blick auf den demografischen Wandel, muss ein Schwerpunkt auf die Langzeitpflege gelegt werden. Zukünftig muss zudem genügend und gut qualifiziertes Personal in der Schweiz selber ausgebildet werden, um die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern.  

Gesundheitsberufe nach GesBG

Das Bundesamt für Gesundheit BAG setzt sich dafür ein, dass die Qualität der Ausbildung und der Berufsausübung der Gesundheitsfachpersonen den Bedürfnissen der öffentlichen Gesundheit, dem Gesundheitsversorgungssystem und den internationalen Beziehungen entsprechen.

Gestützt auf dieses Ziel hat das BAG zusammen mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI das neue Gesundheitsberufegesetz (GesBG) erarbeitet. Dieses regelt die Studiengänge in Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Hebamme, Ernährung und Diätetik, Optometrie und Osteopathie sowie die Berufsausübung dieser Berufsgruppen. Das GesBG wurde am 30. September 2016 vom Parlament verabschiedet. Am 1. Februar 2020 ist das neue Gesetz zusammen mit seinem Ausführungsrecht in Kraft getreten.

Zuständigkeiten

Das BAG ist zuständig für die folgenden Ausführungsbestimmungen:

Das SBFI ist zuständig für die Anerkennung von ausländischen Diplomen und von inländischen Diplomen nach bisherigem Recht und die Umsetzung der entsprechenden Verordnung.
Weitere Informationen zu den Zuständigkeiten des SBFI und zu den Bildungserlassen und zum Berufsverzeichnis SBFI finden Sie auf dieser Seite im Register «Links».

Letzte Änderung 12.05.2020

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Gesundheitsberufe
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsberufe
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 462 74 17
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