Akkreditierungsverfahren

Die Akkreditierung gemäss Psychologieberufegesetz ist ein mehrstufiges und transparentes Verfahren. Es überprüft anhand definierter Kriterien und Qualitätsstandards, ob die Weiterbildungsgänge bestimmte Anforderungen erfüllen.

Etappen

Die im Psychologieberufegesetz festgeschriebene Akkreditierung ist ein Instrument zur Qualitätsprüfung und verläuft internationalen Vorschriften und Praktiken entsprechend dreistufig:

  1. Die verantwortliche Organisation führt anhand der Akkreditierungskriterien (Art. 13 PsyG) und der Qualitätsstandards eine Selbstevaluation ihres Weiterbildungsgangs durch und verfasst dazu einen Bericht.
  2. Auf der Grundlage des Selbstevaluationsberichts nimmt eine Gruppe unabhängiger Expertinnen und Experten in Zusammenarbeit mit der Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung AAQ eine externe Begutachtung des Weiterbildungsgangs vor (Fremdevaluation).
  3. Das Eidgenössische Departement des Innern EDI fällt – nach Anhörung der Psychologieberufekommission – für jeden Weiterbildungsgang einen Akkreditierungsentscheid. Die Akkreditierung kann mit Auflagen verbunden werden und gilt für maximal sieben Jahre.

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Akkreditierung finden sich im Psychologieberufegesetz (PsyG) in den Artikeln 11 ff. Weitere Detailbestimmungen zum Akkreditierungsverfahren sowie die Qualitätsstandards der Akkreditierung finden sich in der EDI-Verordnung über den Umfang und die Akkreditierung der Weiterbildungsgänge der Psychologieberufe (Akkred-V-PsyG).

Instanzen

Akkreditierungsinstanz:
Die Verantwortung für das gesamte Akkreditierungsverfahren sowie die Kompetenz, die Akkreditierungsentscheide zu fällen, liegen beim Eidgenössischen Departement des Innern EDI. Das Bundesamt für Gesundheit BAG ist das von der Akkreditierungsinstanz mit der Prozessführung der Verfahren beauftragte und somit für dieses Geschäft federführende Amt.

Akkreditierungsorgan:
Den Auftrag zur Organisation und Begleitung der Fremdevaluation durch unabhängige Expertinnen und Experten erhält jeweils die Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung AAQ, welche vom Bundesrat für diese Aufgabe bestimmt wurde.

Begutachtergremium Fremdevaluation:
Im Rahmen der Fremdevaluation wird der Weiterbildungsgang von einer Expertenkommission, in der Regel bestehend aus zwei bis drei externen unabhängigen Expertinnen und Experten, begutachtet. Die Kommission wird für jedes Verfahren individuell zusammengestellt.

Psychologieberufekommission:
Bevor das EDI den Akkreditierungsentscheid fällt, wird eine Anhörung der Psychologieberufekommission durchgeführt. Im Rahmen dieser Anhörung nimmt die Kommission im Hinblick auf die Entscheide Stellung zum Akkreditierungsgesuch.

Dokumente zur Einreichung des Akkreditierungsgesuches:
Akkreditierungskriterien und Qualitätsstandards

Weiterführende Themen

Akkreditierungskriterien und Qualitätsstandards

Im Rahmen des Akkreditierungsverfahrens verläuft die Überprüfung der Weiterbildungsgänge entlang der gesetzlich festgelegten Akkreditierungs-kriterien sowie definierten Qualitätsstandards.

Psychologieberufekommission (PsyKo)

Die Psychologieberufe-
kommission berät Bundesrat und Departement zum Psychologieberufegesetz und entscheidet über die Anerkennung ausländischer Hochschulabschlüsse und Weiterbildungstitel in den nach PsyG geregelten Fachbereichen.

Letzte Änderung 06.11.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Gesundheitsberufe
Sektion Weiterentwicklung Gesundheitsberufe
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
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Tel. +41 58 465 39 50
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Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung (AAQ)
Website

Tel.
+41 31 380 11 50

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