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MitteilungVeröffentlicht am 13. November 2025

Studie zu den Kosten nicht-übertragbarer Krankheiten

Eine Kostenstudie zeigt: 2022 entfielen rund 72 Prozent der gesamten Gesundheitskosten auf nichtübertragbare Erkrankungen – das entspricht 65,7 Milliarden Franken.

Nichtübertragbare Krankheiten sind eine erhebliche Belastung für die Gesellschaft – in Form von Gesundheitskosten, Produktionsverlusten sowie verlorener Lebensqualität und verlorenen Lebensjahren.

Das BAG hat die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, die Universität Luzern und die Berner Fachhochschule BFH beauftragt, die Kosten der nichtübertragbaren Krankheiten zu berechnen. Die Studie erweitert zudem die bisherige Datengrundlage, indem sie die Folgekrankheiten und Gesundheitskosten von Bewegungsmangel sowie von Übergewicht und Adipositas berechnet.

Die Studie zeigt: 2022 entfielen rund 72 Prozent der gesamten Gesundheitskosten auf nichtübertragbare Erkrankungen. Das entspricht 65,7 Milliarden Franken. Insgesamt belaufen sich die Gesundheitskosten in der Schweiz auf 91,5 Milliarden Franken. Rund 90 Prozent davon entstehen durch körperlich bedingte Leiden, rund 10 Prozent durch psychische Erkrankungen:

  • Neurologische Erkrankungen (zum Beispiel Demenz): 10,8 Prozent
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: 10,4 Prozent
  • Psychische Erkrankungen: 10,4 Prozent
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats: 10 Prozent
  • Krebserkrankungen: 6,9 Prozent

Seit 2012 sind die Kosten um 37 Prozent gestiegen.

Produktionsverluste und Gesundheitskosten von 109 Milliarden

Nichtübertragbare Krankheiten belasten nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch die Wirtschaft. Zusammen mit den Produktionsverlusten belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 109 Milliarden Franken jährlich. Zu den Produktionsverlusten zählen zum Beispiel durch krankheitsbedingte Arbeitsausfälle und verlorene Lebensjahre von Erkrankten.

Gesundheitsförderung und Prävention

Die Studie bestärkt das BAG darin, dass der heutige Fokus in der Gesundheitsförderung und Prävention richtig ist. Die NCD-Strategie 2017–2028 konzentriert sich aktuell auf die Themen Tabak/Nikotin, psychische Gesundheit sowie Übergewicht und Adipositas.

Weitere Informationen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Kommunikation und Kampagnen
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern