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Strategie für die frühzeitige Erkennung von Endometriose

Ein Postulatsbericht beleuchtet die Situation zur Endometriose in der Schweiz und schlägt Massnahmen und Empfehlungen für eine angemessene Versorgung von Betroffenen vor.

Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, von der ungefähr eine von zehn Frauen im gebärfähigen Alter betroffen ist. Betroffene leiden an einem breiten Spektrum an Symptomen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, darunter unter anderem Beckenschmerzen sowie starke Menstruationsschmerzen, oft in Verbindung mit Müdigkeit, Unfruchtbarkeit, Depression und Angstzuständen. Dazu kommen weitere negative Auswirkungen der Erkrankung auf alle Lebensbereiche wie z.B. den Beruf, die Ausbildung oder die Partnerschaft. Viele Betroffene haben Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Bis eine Diagnose gestellt wird und die betroffenen Frauen eine Behandlung erhalten, vergehen nicht selten viele Jahre.

Berichte zur Strategie für die frühzeitige Erkennung von Endometriose

Am 30. Januar 2023 hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) das Postulat 23.3009 «Strategie für die frühzeitige Erkennung von Endometriose» eingereicht. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 5. Juni 2026 den Bericht in Erfüllung des Postulats verabschiedet. Der Bericht analysiert die aktuelle Situation bezüglich Endometriose in der Schweiz, insbesondere im Hinblick auf die frühzeitige Erkennung, die Sensibilisierung von Gesundheitspersonal, Arbeitgebenden, Bildungsinstitutionen und Sportverbänden sowie die Forschung. Zudem zeigt er auf, welche Massnahmen erforderlich sind, um eine angemessene Versorgung der Betroffenen sicherzustellen. Als Grundlage dient ein Forschungsbericht des Forschungs- und Beratungsbüros Ecoplan.

Postulatsbericht

Erkenntnisse aus dem Postulatsbericht

  • Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und somit die frühzeitige Erkennung und Behandlung ist primär Aufgabe der Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitseinrichtungen sowie der Kantone.
  • Innerhalb seiner Zuständigkeit hat der Bundesrat aber bereits erste Schritte eingeleitet, u.a. indem er:
    • die Eidgenössischen Qualitätskommission (EQK) beauftragt hat, frauenspezifische Krankheiten, darunter Endometriose, im Rahmen ihrer strategischen Ziele gezielt zu berücksichtigen.
    • das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) und das BAG beauftragt hat, die Möglichkeiten zur Auswertung der bestehenden Datengrundlagen zur Versorgungssituation von Endometriose-Betroffenen zu überprüfen.
  • Es besteht weiterer Handlungsbedarf, insbesondere bei den Gesundheitsfachpersonen, Gesundheitseinrichtungen, medizinischen Fachgesellschaften, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie den Kantonen. Im Bericht werden verschiedene Massnahmen und Empfehlungen formuliert, die den Akteuren als Orientierung dienen können.

Grundlagenbericht

Weitere Informationen

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