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Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Die psychische Gesundheit in jungen Jahren ist entscheidend für die Entwicklung und beeinflusst die körperliche und psychische Gesundheit im Erwachsenen- und im höheren Alter.

Den meisten Kindern und Jugendlichen geht es gut. Dennoch stellen psychische Probleme die häufigste gesundheitliche Herausforderung in dieser Altersgruppe dar. Aufgrund ihrer noch nicht vollständig ausgereiften neurobiologischen Entwicklung sind Kinder und Jugendliche besonders anfällig für psychische Belastungen.

Gerade deshalb kommt der Prävention in dieser Lebensphase eine zentrale Bedeutung zu: Resilienz, soziale und emotionale Kompetenzen sowie gesundheitsförderliches Verhalten lassen sich frühzeitig aufbauen und besonders wirksam stärken – mit nachhaltigen positiven Effekten für die Gesundheit im weiteren Lebensverlauf.

Was die psychische Gesundheit prägt

Psychische Probleme entstehen meist durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, darunter Belastungen wie Mobbing oder Leistungsdruck, gesundheitliche und genetische Einflüsse sowie Umwelt- und Lebensstilfaktoren wie Wohnsituation, familiäres Umfeld, körperliche Aktivität und Schlaf.

Eine wichtige Rolle spielt das familiäre Umfeld: Eine unterstützende Beziehung zu den Eltern und Erziehungsberechtigten, stabile Strukturen im Alltag und ein offener Umgang mit Belastungen können wesentlich zur psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Auch die Digitalisierung prägt die psychische Gesundheit in vielfältiger Weise. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für soziale Teilhabe, Austausch, Unterstützung und den Zugang zu Informationen, kann aber auch psychisch belasten – etwa durch den Druck der ständigen Erreichbarkeit, des sozialen Vergleich, sowie durch problematische Nutzungsmuster, Cybermobbing oder digitale Angebote, die gezielt Aufmerksamkeit binden und suchtähnliche Mechanismen begünstigen.

Massnahmen der Prävention, der Förderung von Gesundheitskompetenzen sowie der Früherkennung sind wirksam und tragen dazu bei, psychische Belastungen frühzeitig zu vermeiden.

Aktivitäten auf Bundesebene

Das BAG setzt gemeinsam mit Partnern die nationalen Strategien «Prävention nichtübertragbarer Krankheiten» und Sucht um. Innerhalb dieser Strategien ist die Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein Schwerpunkt.

Im Bereich Kinder und Jugendliche konzentrieren sich die Aktivitäten des Bundes unter anderem auf:

  • die Förderung der Medienkompetenz
  • die Früherkennung und Frühintervention bei psychischen Problemen in Schulen und in der Offenen Jugendarbeit
  • die Förderung wirksamer Präventionsprojekte an Schulen
  • den Aufbau und die Förderung familienzentrierter Netzwerke in den Kantonen zur Unterstützung und Begleitung von Eltern mit Kleinkindern.

Ressourcen für Eltern und Bezugspersonen

Die Nationale Plattform Jugend und Medien stärkt Eltern und Fachpersonen im Umgang mit digitalen Medien und setzt unter anderem einen Schwerpunkt auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen im digitalen Umfeld.

Link zur Plattform: https://jugendundmedien.ch/

Als Ressource steht Eltern zudem die Plattform takecare.ch zur Verfügung. Die Plattform wurde von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) entwickelt und wird vom BAG im Rahmen des Förderprogramms «Interprofessionalität im Gesundheitswesen» unterstützt. Sie bietet praxisnahe Materialien, Informationen und konkrete Tipps zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Damit unterstützt sie Eltern dabei, ihre Kinder im Alltag zu begleiten, deren psychische Gesundheit zu stärken und mögliche Belastungen frühzeitig zu erkennen.

Link zur Plattform: Take care – Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken

Weiterführende Themen

Bundesamt für Gesundheit BAG

Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern