Gesundheitliche Chancengleichheit: Leitfäden, Empfehlungen und mehr
Hier finden Sie Dokumente, die Sie in der Praxis bei der Förderung der gesundheitlichen Chancengleichheit unterstützen können. Darunter sind Faktenblätter, Leitfäden, Indikatoren zur Messung der Chancengleichheit, Empfehlungen oder eine Unterrichtsmappe.
Wie können sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen erreicht werden? Der Leitfaden unterstützt Fachpersonen dabei, Informationen zu gesundheitlichen Themen so zu gestalten und verbreiten, dass sie für alle verständlich sind und bei allen ankommen – von der Planung über die Produktion bis zur Verbreitung.
Der Abschlussbericht des Projekts DigiTools untersucht den Einsatz maschineller Übersetzungstools im Gesundheitswesen. Er zeigt auf, in welchen Situationen digitale Übersetzungshilfen sinnvoll sind, wo ihre Grenzen liegen und vergleicht sie mit der Arbeit von Dolmetschenden. Der Bericht enthält zudem konkrete Empfehlungen für den klinischen Alltag.
Der Bericht wurde im Auftrag des BAG erstellt und von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) durchgeführt.
Aktuelle Bundesratsberichte zeigen, dass die vorhandenen Daten zur gesundheitlichen und sozialen Situation von LGBT-Personen in der Schweiz nicht ausreichend sind. Das BAG und das Bundesamt für Statistik (BFS) haben daher geprüft, wie Fragen zur Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung in nationale Erhebungen integriert werden können.
Basierend auf Literaturanalysen, statistischen Analysen und Interviews mit LGBT-Organisationen wurden Empfehlungen abgeleitet. Dazu gehören beispielsweise einheitliche Standards für die Erhebung der Daten zur Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung zu entwickeln und grosse Erhebungen im Gesundheitsbereich zu priorisieren. Der vollständige Bericht dient als Informations- und Entscheidungsgrundlage für die zuständigen Bundesämter.
Das Arbeitspapier zeigt auf, wie Angaben zu Geschlecht, Migrationshintergrund und sozioökonomischem Status erfasst werden können. Damit erhalten Verantwortliche für gesundheitsförderliche Massnahmen wie auch Evaluationsfachpersonen eine praktische Hilfestellung, um zu überprüfen, welche Gruppen mit den Massnahmen tatsächlich erreicht werden.
Arbeitspapier herunterladen auf der Webseite von Gesundheitsförderung Schweiz: Wie erheben wir Geschlecht, Migrationshintergrund und sozioökonomischen Status? | Gesundheitsförderung Schweiz.
Der Bericht gibt einen Überblick über bestehende Datenquellen in der Schweiz, die für Analysen im Bereich gesundheitliche Chancengleichheit genutzt werden können. Der Fokus liegt auf regelmässig erhobenen, national repräsentativen Daten, die sich für ein Monitoring eignen. Es werden auch Datenlücken beschrieben.
Obsanbericht 09/2023: «Gesundheitliche Chancengleichheit: Datenquellen»
Unter welchen Bedingungen ist es machbar, die Qualität des Schweizer Gesundheitssystems hinsichtlich Chancengerechtigkeit zu messen? Die vom Universitätsspital Genf und von Unisanté Lausanne koordinierte PRIORITY*-Studie liefert Antworten auf diese Frage anhand von Untersuchungen in drei Spitälern.
Im Rahmen dieser Machbarkeits- und Fallstudie definierte eine Gruppe von Experten/innen und Patientenvertreter/innen Indikatoren für die Versorgungsgerechtigkeit in Schweizer Spitälern sowie Kriterien für Vulnerabilität. Diese Indikatoren und Kriterien wurden in drei Spitälern in Genf, Zürich und Mendrisio getestet. Die Ergebnisse zeigen die Brauchbarkeit und Grenzen der verfügbaren Daten auf. Zudem verweisen sie auf Möglichkeiten, die Messung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit in der Schweiz zu verbessern.
Siehe auch Kurzfilm: Why Should Health Equity be a Priority
*PRIORITY (PanoRama of Indicators On healthcaRe equity)
Anhänge zur PRIORITY-Studie
Einem Forschungsteam der Universität Lausanne und Unisanté ist es gelungen, anhand von potenziell vermeidbaren Spitalaufenthalten die Chancengerechtigkeit in der Schweizer Gesundheitsversorgung zu messen. Auch konnten die Forschenden geografisch bestimmen, wo Probleme gehäuft vorkommen, und mögliche Kosteneinsparungen beziffern.
Die Studienergebnisse zeigen: Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen potenziell vermeidbaren Spitalaufenthalten und sozioökonomischer Benachteiligung. Auch die Dichte der Leistungserbringer und die kulturelle Vielfalt spielen eine Rolle. Die Studie «Indicators on Healthcare Equity in Switzerland. New Evidence and Challenges» enthält auch Empfehlungen, um die Chancengerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Die Studie zeigt anhand verschiedener Projekte Erfolgsfaktoren sowie Stolpersteine auf.
Der Gesundheitsratgeber «Gesundheitswegweiser Schweiz» wurde im Auftrag des BAG durch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) entwickelt. Er ist in Form einer Broschüre kostenlos erhältlich und wurde in 19 Sprachen übersetzt. Der Ratgeber gibt Auskunft über die medizinische Versorgung in der Schweiz, erläutert die Kranken- und Invalidenversicherung und enthält die Adressen der wichtigsten Anlaufstellen im Gesundheitsbereich.
Ratgeber herunterladen auf migesplus.ch: Gesundheitswegweiser Schweiz.
Um die Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit von Datenquellen in der Schweiz zu fördern, liess das BAG den Bericht «Schlüsselmerkmale zur Erfassung des Migrationshintergrunds» erstellen. Dieser berücksichtigt nationale und internationale Vorgaben und zeigt auf, welche migrationsspezifischen Merkmale (z.B. Geburtsland, Zeitpunkt der Einreise, Staatsangehörigkeit) in Gesundheitsbefragungen erfasst werden sollten.
Die «Unterrichtsmappe Gesundheit» soll dazu beitragen, Migranten und Migrantinnen für Gesundheitsthemen zu interessieren, ihre Eigenverantwortung zu fördern und ihre Verständigung mit dem Gesundheitspersonal zu verbessern. Die Unterrichtsmappe enthält anschauliche, flexibel einsetzbare Lerneinheiten zum Thema Gesundheit in einfachem Deutsch sowie Hinweise und Hilfsmittel zur Kursgestaltung. Die Materialien eignen sich besonders für bildungsungewohnte Migrantinnen und Migranten in Sprach- und Integrationskursen (ab Niveau A1). Der Inhalt Unterrichtsmappe der ist elektronisch erhältlich. Er ist in fünf thematische Kapitel gegliedert und zu jedem Kapitel gibt es folgende Materialien:
Einleitung und Inhaltsübersicht
Kursleitung
Enthält eine Beschreibung der Ziele, Inhalte und der vorhandenen Materialien sowie Vorschläge zur didaktischen Gestaltung.
Arbeitsblätter
Enthält Kopiervorlagen für Arbeitsblätter und weitere Unterrichtsmaterialien.
Kopiervorlagen für die zusammenfassenden Karten
Präsentationsfolien
Weiterführende Themen
Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Gesundheitsversorgung und Berufe
Schwarzenburgstrasse 157
Schweiz - 3003 Bern