Gesundheitskompetenz

Das BAG setzt sich für die Stärkung der Gesundheitskompetenz und der Selbstverantwortung der Bevölkerung ein. Studienergebnisse zeigen, dass in der Schweiz noch viel Potenzial zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz vorhanden ist. 

Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Der Bundesrat hat sich in seiner Strategie Gesundheit 2020 die Stärkung der Versicherten und Patienten/-innen zum Ziel gesetzt. Im Vordergrund steht dabei die Stärkung der Gesundheitskompetenz und der Selbstverantwortung der Bevölkerung, damit sich die Menschen effizienter im Gesundheitssystem bewegen können, Krankheiten besser vorbeugen und mit ihrer Gesundheit sorgsamer umgehen können.

Studie zur Gesundheitskompetenz in der Schweiz

Um ein Gesamtbild der Ausprägung der Gesundheitskompetenz bei der Wohnbevölkerung in der Schweiz zu erhalten, wurde im Herbst 2015 die repräsentative „Erhebung Gesundheitskompetenz" durchgeführt. Sie wurde durch das BAG unter Einbezug des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz in Auftrag gegeben.
Die Resultate dieser Studie, in der die Schweizer Bevölkerung auch mit derjenigen in acht EU-Ländern verglichen wurde, sollen als Basis für zukünftige Massnahmen dienen. Handlungsbedarf ist vorhanden: Jede zehnte Person in der Schweiz verfügt über eine ausgezeichnete Gesundheitskompetenz. Bei etwas mehr als einem Drittel der Bevölkerung ist sie ausreichend, bei rund 45 Prozent aber problematisch und bei 9 Prozent unzureichend.

Einflussfaktoren auf die Gesundheitskompetenz

Gut gebildete und finanziell bessergestellte Personen weisen eine höhere Gesundheitskompetenz auf. Je tiefer das Einkommen ist, desto geringer ist in der Regel die Gesundheitskompetenz. Frauen weisen eine leicht höhere Gesundheitskompetenz auf als Männer. Die zusätzlich durchgeführte Befragung bei Personen mit Migrationshintergrund aus der Türkei und Portugal zeigt, dass die Gesundheitskompetenz nur teilweise durch den Migrationshintergrund beeinflusst wird. Die Studie liefert auch Informationen, inwiefern sich die Gesundheitskompetenz auf den Gesundheitszustand auswirkt und die Nutzung von medizinischen Leistungen beeinflusst.  

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Letzte Änderung 15.06.2017

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