SARS 2003/04 weltweit

Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) ist eine gravierende Infektionskrankheit, die Ende 2002 in China neu aufgetreten ist. Ab diesem Zeitpunkt, im Jahr 2003, hat sich die Epidemie weltweit ausgebreitet mit mehr als 8000 Fällen und 800 Toten.

Erreger und Übertragung

Das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) ist eine Infektionskrankheit, die verursacht wird von einem SARS-assoziierten Corona-Virus, einem bis 2002 unbekannten Virus. Es wird angenommen, dass der Erreger beim Handel mit wildlebenden Tieren erstmals auf den Menschen übertragen wurde. SARS kann aber auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Da angenommen werden muss, dass das SARS-assoziierte Corona-Virus oder ähnliche Corona-Viren in verschiedenen wildlebenden oder domestizierten Tieren Südostasiens weiterhin vorkommen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass solche Viren eines Tages wieder vom Tier auf den Menschen übertragen werden und eine neue Epidemie auslösen, wie dies 2012 mit dem MERS-COV (Middle-East Respiratory Syndrome-Coronavirus), oder eine Pandemie.

Krankheitsbild

Mit der Abkürzung SARS wird das Krankheitsbild einer atypischen Lungenentzündung umschrieben. Die Zeit von der Ansteckung bis zur Erkrankung umspannt in der Regel 2–10 Tage. Die ersten Symptome sind diffus und ähneln denen einer saisonalen Grippe. Schwere Fälle können sich zu einer Lungenentzündung entwickeln, gefolgt vom Tod durch das Versagen lebenswichtiger Organe.

Verbreitung und Häufigkeit

SARS wurde erstmals im November 2002 in Südchina beobachtet. Im Zeitraum zwischen November 2002 und Mai 2004 haben sich im Zuge einer weltweiten Epidemie rund 8'100 Personen in 32 Ländern angesteckt, hauptsächlich in China und Hong Kong, aber auch in Kanada, Taiwan, Singapur, Vietnam und in den USA. In der Schweiz wurden im Frühjahr 2003 rund 30 SARS-Verdachtsfälle gemeldet. Sämtliche Labortests waren jedoch negativ. Seit Mitte 2004 sind weltweit keine SARS-Fälle mehr verzeichnet worden.

Vorbeugung

Gegenwärtig sind weder eine Impfung noch eine spezifische Behandlung verfügbar. Falls SARS wieder ausbrechen sollte, würden vom Bundesamt für Gesundheit die Reiseempfehlungen und Verhaltensregeln formuliert, um die Ansteckungsrisiken zu verringern.

Letzte Änderung 20.07.2018

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