Ausbrüche, Epidemien und Pandemien

Ausbrüche, Epidemien und Pandemien: wer hätte gedacht, dass Infektionskrankheiten nach der Entwicklung von Antibiotika und Impfstoffen je wieder die Schlagzeilen beherrschten? Die SARS-Epidemie 2003 sowie der EHEC-Ausbruch 2009 haben deutlich gemacht, dass Viren und Bakterien weiterhin ein Thema für die öffentliche Gesundheit sind. Hier werden die wichtigsten Begriffe erklärt. Zudem wird erläutert, wie das BAG auf diese Herausforderungen reagiert.

Bei Infektionskrankheiten versteht man unter einem Ausbruch den plötzlichen Anstieg von Fällen einer bestimmten Krankheit innerhalb einer begrenzten Gemeinschaft, Region oder Saison. Ein einziger Fall einer übertragbaren Krankheit, die lange nicht oder noch nie aufgetreten ist, kann auch einen Ausbruch darstellen. Von Ausbrüchen spricht man vor allem in Zusammenhang mit Krankheiten, die durch verseuchtes Wasser oder Lebensmittel übertragen werden. In der Schweiz führen beispielsweise verschiedene Salmonellen-Stämme oder Noroviren immer wieder zu Ausbrüchen.

Mit Hilfe einer Ausbruchsuntersuchung kann durch Befragung der Betroffenen oder durch die molekularbiologische Typisierung des Erregers herausgefunden werden, wo die Quelle liegt. Diese kann daraufhin saniert bzw. beseitigt werden, womit in der Regel der Ausbruch beendet ist.

Eine Epidemie bezeichnet ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Auftreten einer Infektionskrankheit. Grippe, Lyme-Borreliose und die zeckenübertragene Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) sind Epidemien, die in der Schweiz saisonal auftreten. Andere Epidemien, wie z.B. sexuell übertragbare Krankheiten, treten bei uns vor allem in städtisch geprägten Regionen auf.
Das BAG analysiert die Fälle, bewertet die Risiken und erstellt dazu epidemiologische Berichte. Diese dienen der Erarbeitung von Impfempfehlungen, Bekämpfungsstrategien oder Präventionsprogrammen.

Eine Pandemie beschreibt die Ausbreitung einer bestimmten Infektionskrankheit in vielen Ländern bzw. Kontinenten und kann einen Grossteil der Weltbevölkerung gefährden. Von Bedeutung sind vor allem Grippepandemien, die von Influenzaviren verursacht werden und jederzeit auftreten können. Auch Aids wird auch oft als Pandemie bezeichnet.
Auf eine Grippepandemie bereitet sich die Schweiz mit einem Pandemieplan vor. Für Betriebe wird ein Handbuch zur Verfügung gestellt, und die Bevölkerung erhält vom BAG Hygieneempfehlungen.
Ob Ausbruch, Epidemie oder Pandemie: bei international relevanten Ereignissen arbeitet die Schweiz mit anderen Staaten und internationalen Organisationen zusammen, um die Massnahmen im Rahmen der Internationalen Gesundheitsvorschriften 2005 zu harmonisieren.

Aktuelle Ausbrüche und Epidemien

Welche Epidemien breiten sich weltweit aus? Welche Ausbrüche sind in der Schweiz zu verzeichnen? Hier sind aktuelle Lageberichte zu ausgewählten Krankheiten, FAQs sowie Empfehlungen für die Bevölkerung zu finden.

Vergangene Epidemien und Pandemien

Blick in die Vergangenheit: Welche länderübergreifenden Epidemien haben die Schweiz bedroht? Welche relevanten Ausbrüche waren in der Schweiz zu verzeichnen? Hier sind historische Dokumente zu ausgewählten Krankheiten zu finden.

Ausbruchsuntersuchungen, epidemiologische Abklärungen

Wenn Erkrankungszahlen plötzlich ansteigen, wird die Ursache so rasch als möglich untersucht. Zu weniger dringlichen Fragestellungen werden epidemiologischen Abklärungen veranlasst.

Pandemievorbereitung

Hier finden Sie einen Überblick über die Pandemievorbereitung in der Schweiz und deren Bedeutung.

Hygiene im Pandemiefall

Orte, wo viele Menschen zusammentreffen, verbrauchte Luft, Mobilität und Handel begünstigen die Übertragung von Viren und Atemwegsinfektionen. Hygienemassnahmen helfen dieses Risiko zu verringern.

Empfehlungen im Pandemiefall

Was ist zu tun im Krankheitsfall? Hier finden Sie Informationen und Empfehlungen zur Prävention und Behandlung von Grippe während einer Grippepandemie.

Letzte Änderung 19.11.2016

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