Jugendschutz

Jugendschutz im Suchtbereich umfasst Massnahmen auf verschiedenen Ebenen: Jugendförderung, repressive Massnahmen und Jugendhilfe. Entscheidend für den Erfolg ist eine ausgewogene Balance der verschiedenen Massnahmen. 

Artikel 11 der Bundesverfassung hält das Recht der Kinder und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit sowie der Förderung ihrer Entwicklung fest. Dieses Recht üben sie im Rahmen ihrer Urteilsfähigkeit aus.
Diese Urteilsfähigkeit in Bezug auf den Konsum von Substanzen wie Alkohol, Tabak oder Cannabis wird im Rahmen der verschiedenen Präventionsmassnahmen gefördert.

Substanzkonsum bei Kinder und Jugendlichen  

Ebenso müssen Kinder und Jugendliche vor dem Zugang und Konsum von gewissen Substanzen geschützt werden. Dazu gibt es unterschiedliche gesetzliche Richtlinien, die auch Gegenstand politischer Debatten sind.

Gesetzlicher Jugendschutz

Beim gesetzlichen Jugendschutz gibt es je nach Substanz unterschiedliche Lösungen auf nationaler und kantonaler Ebene.

Beim Alkohol gilt in der gesamten Schweiz ein Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken an unter 16-Jährige. Unter 18-Jährige dürfen Wein, Bier und Most kaufen. Personen, auch Eltern, die Alkohol an nicht Berechtigte verkaufen oder weitergeben machen sich strafbar. Die Einhaltung der Gesetzgebung wird mit Hilfe von Testkäufen kontrolliert.

Beim Tabak (Abgabealter) ist die Abgabe an Minderjährige in den Kantonen uneinheitlich geregelt. In vier Kantonen ist sie gar nicht eingeschränkt, in zehn Kantonen gilt das Abgabealter 18 Jahre, in weiteren zwölf Kantonen das Abgabealter 16 Jahre. Das neue Tabakproduktegesetz sieht vor, dass schweizweit keine Tabakprodukte an Minderjährige abgegeben
oder verkauft werden dürfen.

Der Besitz und Konsum von Cannabis ist grundsätzlich illegal. Während volljährige Erwachsene beim Konsum oder Besitz bis 10 Gramm mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft werden, werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nach dem Jugendstrafgesetz beurteilt.

Jugendhilfe

Ein kleiner Teil der Jugendlichen braucht Unterstützung, um einen risikoarmen Umgang mit Substanzen zu lernen. Für sie stehen Massnahmen der Jugendhilfe zur Verfügung, die im Bereich Frühintervention, psychosoziale Beratung, Suchtberatung oder Schadenminderung angesiedelt sind. Diese Massnahmen reduzieren psychische oder familiäre und schulische Probleme oder können sie gar verhindern.

Früherkennung und Frühintervention

Weiterführende Themen

Kinder- & Jugendgesundheit

Das Kinder- und Jugendalter ist prägend für die Entwicklung und die Gesundheit im Erwachsenenalter. Das BAG setzt sich deshalb mit diversen Massnahmen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein.

Letzte Änderung 22.03.2018

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