Schlaf- und Beruhigungsmittel

Schlafstörungen sind weit verbreitet. Die Therapien reichen von verschreibungspflichtigen Arzneien über pflanzliche Produkte bis hin zu Verhaltenstherapien. Schlaf- und Beruhigungsmittel können Abhängigkeiten verursachen.  

Schlafstörungen

Es gibt viele unterschiedliche Formen von Schlafproblemen: Die Palette geht von Einschlafschwierigkeiten über Durchschlafstörungen bis hin zu frühzeitigem Aufwachen am frühen Morgen . Häufig verfestigen sich die Probleme und chronifizieren über die Zeit. Gemäss Suchtmonitoring hat in der Schweiz jede zehnte Person ab 15 Jahren zumindest einmal in den letzten zwölf Monaten ein Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen. Rund jede 14. Person ab 15 Jahren hat in den letzten 30 Tagen mindestens einmal ein Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingenommen. In vielen Fällen stehen die Schlafstörung im Zusammenhang mit anderen Krankheiten wie z.B. Depressionen, Angststörungen etc. .

Therapien

Die Behandlung von Schlafstörungen erfolgt in vielen Fällen mit Arzneimitteln. Neben den chemischen Schlafmitteln (z.B. Benzodiazepine, Barbiturate etc.) existieren pflanzliche Schlafmittel (z.B. Baldrian, Hopfen etc.) und auch verhaltenstherapeutische Ansätze (z.B. Änderung der Verhaltensweise und der Lebensgewohnheiten).
Die Benzodiazepine – auch Tranquilizer genannt – sind diejenige Gruppe der Schlafmittel, die heutzutage am meisten konsumiert werden. Die Zahlen des Suchtmonitorings belegen, dass von den rund 10%, welche in den letzten zwölf Monaten ein Schlafmittel eingenommen haben, 40% ein Benzodiazepin konsumiert haben.

Effekte der Arzneimitteltherapien

Bekannte Benzodiazepine sind Valium® oder Rohypnol®. Benzodiazepine haben neben der schlaffördernden Wirkung auch ein Abhängigkeitspotenzial. Sie werden häufig von Opiatabhängigen konsumiert, wenn gerade keine Opiate verfügbar sind.

Gesetze

Gesetzgebung Betäubungsmittel

Das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) regelt den Umgang mit Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen sowie die Aufgabenteilung der zuständigen nationalen und kantonalen Behörden.

Letzte Änderung 30.10.2017

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