Medikamentenmissbrauch

Vom Arzt verschriebene psychoaktive Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmittel haben eine grosse Bedeutung in der medizinische Behandlung, falsch angewendet können sie aber auch eine Abhängigkeit zur Folge haben.  

Die Abhängigkeit von psychoaktiven Arzneimitteln erweist sich zunehmend als Problem. Dies zeigen verschiedene nationale und internationale Studien. Psychoaktive Arzneimittel sind verschreibungspflichtig. Eine Medikamentenabhängigkeit entwickelt sich häufig schleichend aus einer ursprünglich therapeutisch angemessenen, ärztlich kontrollierten Medikation. Da diese Menschen in der Regel nicht den Rausch, sondern ein gutes Alltagsbefinden suchen, erkennen sie und auch ihr soziales Umfeld eine Medikamentenabhängigkeit oft erst sehr spät.

Suchtverhalten bei Medikamenten wird aufmerksam verfolgt

Die Zahlen des Suchtmonitoring Schweiz sprechen dafür, dass der Konsum psychoaktiver Medikamente ohne ärztliches Rezept verhältnismässig wenig verbreitet und stabil ist. So konsumierten in den letzten 30 Tagen rund 13% der erwachsenen Bevölkerung psychoaktive Medikamente. Diese Zahlen sind im internationalen Vergleich tief. Ein grosser Handlungsdruck besteht deshalb nicht. Aufgrund der leicht steigenden Tendenz ist es jedoch angezeigt, die Entwicklung im Auge zu behalten.

Gesetze

Gesetzgebung Betäubungsmittel

Das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) regelt den Umgang mit Betäubungsmitteln und psychotropen Stoffen sowie die Aufgabenteilung der zuständigen nationalen und kantonalen Behörden.

Letzte Änderung 23.02.2017

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