Hauptaufgaben BAG im Strahlenschutz

Die Aufsicht über bewilligte Anwendungen und Anlagen mit ionisierenden Strahlen bildet eine zentrale Aufgabe im BAG. Messungen der Radioaktivität in der Umwelt, die Aktionspläne Radon und Radium sowie Schutzstrategien bei der nichtionisierenden Strahlung ergänzen das breite Spektrum.

Das BAG sorgt gesamtschweizerisch für den Vollzug der Strahlenschutzgesetzgebung. In Betrieben der Medizin, Industrie und Forschung wirkt es präventiv gegen das Auftreten von Strahlenschäden bei der Anwendung ionisierender Strahlung. Der Schutz von Patienten und Patientinnen, Betriebspersonal, Bevölkerung und Umwelt steht dabei im Zentrum. Messungen der Umweltradioaktivität bilden eine weitere Aufgabe der Abteilung. Jährlich wird ein detaillierter Bericht mit den Messresultaten und der Strahlenexposition der Schweizer Bevölkerung publiziert. Zu den weiteren Aufgaben gehören die Umsetzung der Aktionspläne Radon und Radium und die Vorbereitung auf radiologische Notfallsituationen.

Zudem entwickelt das BAG Schutzstrategien im Bereich «Nichtionisierende Strahlung (NIS) und Schall» (Ultraviolettstrahlung, kosmetische Anwendungen von NIS/Schall-Produkten, Blendungen mit Laserpointern). Eine entsprechende Gesetzesvorlage dazu ist in Vorbereitung.  

Bewilligungs- und Aufsichtsbehörden

Das BAG ist die Bewilligungsbehörde für den Umgang mit ionisierenden Strahlen in den Bereichen Medizin, Industrie und Forschung. Zudem ist es Aufsichtsbehörde für medizinische Betriebe, Forschung und Ausbildungsstätten und führt entsprechende Inspektionen durch. Die Aufsicht über die ca. 22000 erteilten Bewilligungen ist eine zentrale Aufgabe der Abteilung Strahlenschutz. Bei Zwischenfällen in den Betrieben führt das BAG Abklärungen durch und informiert die Öffentlichkeit. In den industriellen und gewerblichen Betrieben ist die SUVA die zuständige Aufsichtsbehörde. Die Kernanlagen unterstehen der Kompetenz des Bundesamtes für Energie und des ENSI.

Voraussetzungen für Bewilligungen 

Zu den Voraussetzungen für Bewilligungen, insbesondere in den Bereichen Ausbildung und Dosimetrie, erhalten die Betriebe hier Informationen:

Gesetzliche Grundlagen

Der Strahlenschutz in der Schweiz ist mittels einer umfassenden Gesetzgebung geregelt, die Vollzugsaufgaben sind hauptsächlich Sache des Bundes. Der Schutz gilt für alle Situationen, in denen Mensch und Umwelt ionisierenden Strahlen ausgesetzt sind. Die Strahlenschutzgesetzgebung beruht auf Artikel 118 Absatz 2 Buchstabe c der Bundesverfassung, welche dem Bund die Kompetenz zum Erlass von Vorschriften über ionisierende Strahlung überträgt. Die Gesetzgebung umfasst alle relevanten Bereiche der ionisierenden Strahlung (Ausbildung, Bewilligung, Aufsicht, Dosimetrie, Abfälle, Umwelt, Forschung, Notfälle etc.) und basiert für alle Gebiete (Medizin, Forschung, Industrie, Kernanlagen) auf einheitlichen Konzepten. Nichtionisierende Strahlung wird durch die Strahlenschutzgesetzgebung nicht geregelt, dort ist eine Gesetzesvorlage in Vorbereitung (NISSG). Die wichtigsten Erlasse der Strahlenschutzgesetzgebung sind das Strahlenschutzgesetz vom 22. März 1991 (StSG) und die Strahlenschutzverordnung vom 26. April 2017 (StSV). Darauf basieren weitere Verordnungen zum Strahlenschutz, die meist technische Aspekte regeln.  

Revision der Verordnungen im Strahlenschutz

Seit 01.01.2018 gilt das neue Strahlenschutzrecht. Hier finden Sie mehr Informationen.

Gesetze

Gesetzgebung Strahlenschutz

Das Strahlenschutzgesetz (StSG) bezweckt, Mensch und Umwelt vor Gefährdungen durch ionisierende Strahlen zu schützen. Es gilt für alle Tätigkeiten, Einrichtungen, Ereignisse und Zustände, die eine Gefährdung mit sich bringen können.

Letzte Änderung 13.08.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Strahlenschutz
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz

Tel. +41 58 462 96 14
E-Mail

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