Assistierte Suizide

Assistierte Suizide nehmen jährlich zu. Der Bundesrat hat wiederholt entschieden, auf eine ausdrückliche Regelung der organisierten Sterbehilfe im Strafrecht zu verzichten. Er setzt vielmehr auf Suizidprävention, Palliative Care und koordinierte Versorgung.

Todesfälle durch assistierten Suizid in der Schweiz

Das Bundesamt für Statistik verzeichnete 2014 bei Personen mit Wohnsitz in der Schweiz 742 Fälle pro Jahr, bei denen Sterbehilfe geleistet wurde. Das entspricht 1,2 Prozent von allen Todesfällen. Seit 2008 hat die Zahl jedes Jahr zugenommen.

Jährliche Zunahme von assistierten Suiziden

In der Todesursachenstatistik werden seit dem Erhebungsjahr 2009 die Fälle von assistiertem Suizid (durch eine Sterbehilfeorganisation) nicht mehr zu den Suiziden gezählt, sondern separat ausgewiesen. 2009 kommen auf 1 Fall von assistiertem Suizid (mittels Sterbehilfeorganisation) 4 Fälle von Suizid.

Psychische Gesundheit, Suizidprävention und Palliative Care fördern

Bundesrat und Parlament haben 2011 bzw. 2012 entschieden, auf eine ausdrückliche Regelung der organisierten Suizidbeihilfe zu verzichten. Sie kamen zum Schluss, dass es mit den bestehenden gesetzlichen Regeln möglich ist, Missbräuche zu verhindern beziehungsweise aufzudecken. Bundesrat und Parlament tragen mit diversen Massnahmen zur Stärkung des Selbstbestimmungsrechts bei: z.B. mit der besseren Koordination der Prävention und Früherkennung von psychischen Erkrankungen, dem Aktionsplan Suizidprävention, der Plattform Palliative Care oder mit einer besser koordinierten Versorgung z.B. bei multimorbiden Personen.

Letzte Änderung 14.12.2016

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