Postulat: Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz

Die Schweiz verfügt über eine qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgung. Dies hält der Bundesrat in einem Bericht zur Zukunft der Psychiatrie in der Schweiz fest. Der Bericht zeigt aber auch, dass Entwicklungsbedarf besteht.

Ergebnisse des Berichts

Im Laufe eines Jahres leidet laut Schätzungen bis zu einem Drittel der Schweizer Bevölkerung an einer psychischen Krankheit. Knapp die Hälfte der erkrankten Personen lassen sich behandeln.

Die Mehrheit der Patientinnen und Patienten wird von Psychiaterinnen und Psychiatern oder von psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten behandelt. Die Behandlung erfolgt in der ambulanten Sprechstunde, in intermediären Strukturen wie beispielsweise psychiatrischen Tageskliniken, oder aber stationär in psychiatrischen Kliniken oder psychiatrischen Abteilungen von Spitälern.

Der Bericht kommt zum Schluss, dass in der Schweiz gute und qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgungsstrukturen bestehen, die für viele psychisch kranken Menschen eine bedarfsgerechte Behandlung und Betreuung anbieten. Der Bericht zeigt aber auch, dass Entwicklungsbedarf besteht.

Massnahmen

Der Bundesrat will die Grundlagen für die Planung und Weiterentwicklung der Angebotsstrukturen verbessern. Vorgesehen sind insbesondere regelmässige Publikationen über die Entwicklung der psychiatrischen Versorgung. Gleichzeitig sollen sich die Akteure künftig untereinander noch mehr koordinieren. Dabei sollten beispielsweise die Behandlung und berufliche Integration von psychisch Kranken besser aufeinander abgestimmt werden. Weiter wird eine nachhaltige Finanzierung der intermediären Strukturen angestrebt. Zudem will der Bundesrat die Qualifikation von Fachpersonen mit geeigneten Massnahmen unterstützen. So soll einerseits ein eidgenössisch anerkannter Abschluss für spezialisierte Psychiatriepflege eingeführt werden. Andererseits soll geprüft werden, ob die Bereiche Diagnostik und Behandlung psychisch kranker Personen stärker in den Weiterbildungsprogrammen für Grundversorger berücksichtigt werden sollen.

Nächste Schritte

Zurzeit wird die Umsetzung der Massnahmen erarbeitet. Die Umsetzung der Massnahmen liegt in der Zuständigkeit verschiedener Bundesstellen, der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren sowie der Kantone und der Leistungserbringer.

Letzte Änderung 26.07.2018

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