Koordinationsgruppe für den Freizeitverkehr

Ein gut funktionierendes nachhaltiges Freizeitverkehrssystem ist für unser Land von grosser wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung, dadurch kann sich der Anteil der bewegungsaktiven Bevölkerung erhöhen.

Die Zielsetzung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist eine vermehrte Verlagerung zu Gunsten des Langsamverkehrs, ein attraktiveres Verkehrsangebot im Bereich des Langsamverkehrs und eine Erhöhung des Anteils der bewegungsaktiven Bevölkerung. Zudem will das BAG einen guten Zugang zu Freizeitaktivitäten für alle sozialen Schichten schaffen und diese im näheren Alltagsumfeld ansiedeln.

Freizeitverkehr

Der Freizeitverkehr macht insgesamt 37% aller Wege, 40% aller Distanzen und 47% der gesamten Wegzeit aus. Am meisten Freizeitwege mit je rund einem Fünftel sind Besuchen, der Gastronomie sowie nichtsportlichen Aussenaktivitäten (z.B. Spaziergänge) gewidmet. Aktiver Sport ist der Grund für rund jeden achten Freizeitweg. Der Freizeitverkehr ist das gewichtigste Verkehrssegment. Der Handlungsbedarf für die Verkehrspolitik, Konzepte für eine nachhaltige Abwicklung des Freizeitverkehrs zu entwickeln, ist dementsprechend gross.

Handlungsfelder

Der Handlungsbedarf ergibt sich vorab im Bereich der Besuche von Verwandten und Bekannten, in etwas geringerem Mass im Bereich der Gastronomiebesuche sowie an dritter Stelle beim aktiven Sport. Mit nochmals geringerer Bedeutung sind zudem Besuche von Kulturveranstaltungen und Freizeitanlagen zu beachten.

Aufgrund der grossen Bedeutung, der Vielschichtigkeit und Komplexität des Freizeitverkehrs besteht Bedarf nach einer Gesamtsicht und einer daraus abgeleiteten Strategie im Freizeitverkehr. Die Koordinationsgruppe für den Freizeitverkehr begleitet diese Strategie.

Strategie Freizeitverkehr des Bundes

  • Im Freizeitverkehr sollen diejenigen Verkehrsmittel zum Einsatz kommen, welche die vergleichsweise grössten Vorteile besitzen. Aus Sicht einer nachhaltigen Verkehrspolitik ist eine Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr anzustreben.
  • Reduktion des MIV-Wachstums im Freizeitverkehr, ohne dass ein allgemeines Wirtschaftswachstum in Frage gestellt wird.
  • Kürzere Wege (attraktive Ziele in Wohnortsnähe, kombinierte Mobilität)
  • Attraktive und konkurrenz- und marktfähige Angebote im Freizeitverkehr
  • Es soll hauptsächlich mit Anreizen und attraktiven Angeboten gearbeitet werden und weniger mit Geboten und Verboten.
  • Der Bund spielt eine aktive Rolle in einem Netzwerk von Schlüsselakteuren aus Kantonen und Gemeinden, von Verbänden und Interessenorganisationen und der privaten Wirtschaft.

Letzte Änderung 07.08.2018

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz

Tel. +41 58 463 88 24
E-Mail

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