Sexualaufklärung

Aufgeklärte Kinder und Jugendliche schützen sich besser vor sexuell übertragbaren Infektionen und unerwünschten Schwangerschaften. Und sie entwickeln sich gesünder. Der Bund unterstützt deshalb die Sexualaufklärung in den Kantonen.  

Warum braucht es Sexualaufklärung?

Sexualaufklärung leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen, Teenagerschwangerschaften und sexueller Gewalt. Sie stärkt Kinder und Jugendliche und fördert deren gesunde Entwicklung.

Wer braucht Sexualaufklärung?

Alle Kinder und Jugendlichen in der Schweiz haben ein Recht auf Sexualaufklärung. Der Zugang zu aktuellem Wissen und die Schulung von Kompetenzen fördern sie in ihrer gesunden Entwicklung und tragen zur Prävention von sexuellen Übergriffen und von Krankheiten bei.

Wer macht Sexualaufklärung?

Sexualaufklärung bildet die Basis für die Förderung der sexuellen Gesundheit. Sie sollte im Elternhaus beginnen und zu Präventionszwecken in der Schule fortgeführt werden, um die Chancengleichheit zu gewährleisten. Sexualaufklärung findet jedoch grundsätzlich überall da statt, wo Kinder und Jugendliche leben, beispielsweise in der Kita, im Sportverein oder im Ferienlager.

Wer ist verantwortlich für die Sexualaufklärung?

Die Prävention von sexuell übertragbaren Infektionen, von sexuellen Übergriffen und der Schutz der Gesundheit sind von öffentlichem Interesse. Das Nationale Programm HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (NPHS) definiert die Zuständigkeiten und Aufgaben von Bund, Kantonen und den wichtigsten Akteuren:

Der Bund unterstützt die entwicklungsgerechte Sexualaufklärung. Die Umsetzungsverantwortung liegt bei den Kantonen. Die Fachhochschulen bilden das Fachpersonal aus und Fachorganisationen sorgen für die Qualitätssicherung der Angebote. Die Sexualaufklärung und Information der Kinder und Jugendlichen ist eine Aufgabe der Schule, welche in den Lehrplänen beschrieben ist. Sie bereitet wissenschaftlich korrekte Informationen aufgrund von pädagogischen und didaktischen Überlegungen auf und fördert die Handlungskompetenzen der Kinder und Jugendlichen.

Dokumente

Prüfung der Grundlagen zur Sexualaufklärung (PDF, 332 kB, 20.02.2018)Bericht des Bundesrats in Erfüllung des Postulates 14.4115 Regazzi vom 10. Dezember 2014. Bern, Februar 2018.

Expertenbericht Sexualaufklärung (PDF, 3 MB, 20.02.2018)Sexualaufklärung in der Schweiz mit Bezug zu internationalen Leitpapieren und ausgewählten Vergleichsländern. Bern, Juni 2017.


Jugendsexualität im Wandel der Zeit. (PDF, 3 MB, 20.01.2017)Veränderungen, Einflüsse, Perspektiven.
Bericht der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen. Bern, 2009.

Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule (PDF, 1 MB, 20.01.2017)Grundlagen für die schweizweite Verankerung von Sexualerziehung in der Schule sowie Überlegungen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen an Hochschulen.
Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule. Luzern, 2008.

Sexualpädagogik und Schule (PDF, 129 kB, 20.01.2017)Eine Situationsanalyse.
Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule. Luzern, 2007

Weiterführende Themen

Strategie des NPHS

Das NPHS ist eine Nationale Strategie zur Prävention sowie zur Diagnose und Behandlung von HIV und anderen STI. Das Programm können Sie hier herunterladen.

Letzte Änderung 27.02.2018

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Dienstbereich Öffentliche Gesundheit
Übertragbare Krankheiten
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