Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien

Der Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien zeigt auf, welche Arbeiten in der Schweiz für einen sicheren Umgang mit Nanomaterialien nötig sind. Am 17. Dezember 2014 hat der Bundesrat beschlossen, den Aktionsplan bis 2019 fortzuführen.

Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien

Die Bedeutung der Nanotechnologie und der Nanomaterialien für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft wächst. Neue Möglichkeiten sollen ausgelotet und nachhaltige Anwendungen genutzt werden. Als Teil der Innovation sollen mögliche Risiken umfassend und  frühzeitig untersucht und Massnahmen zum Schutz von Umwelt und Gesundheit getroffen werden. Dazu sind die nötigen rechtlichen
Grundlagen zu schaffen.

Als Konsequenz verabschiedete der Bundesrat im April 2008 den „Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien“, welcher die Bundesämter beauftragt, die rechtlichen Grundlagen für einen sicheren Umgang mit Nanomaterialien zu schaffen. Die Debatte um Chancen und Risiken der Nanotechnologie muss ein fester Bestandteil der Technologieentwicklung sein. Deshalb sollen die Information und der Dialog mit Bevölkerung, Politik und Wirtschaft gefördert werden.

Bisherige Resultate

Seit 2008 wird an der Umsetzung des Aktionsplans gearbeitet:

Verschiedene Wegleitungen wie der „Vorsorgeraster synthetische Nanomaterialien“ oder der „Leitfaden für das Sicherheitsdatenblatt“ sind publiziert. Sie helfen, mögliche Risiken von Nanomaterialien zu erkennen und wichtige Sicherheitsinformationen entlang der Produktions- und Lieferkette weiterzugeben.

Mehr dazu: Sicherer Umgang

Erste rechtliche nanospezifische Anpassungen der Chemikalienverordnung, der Pflanzenschutzmittelverordnung, der Biozidprodukteverordnung und des Lebensmittelrechts sind erfolgt.

Mehr dazu: Geltendes Recht

Verschiedene Dialogveranstaltungen mit Konsumenten- und Umweltorganisationen, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden haben stattgefunden.

Mehr dazu: Dialogforen

Anstehende Aufgaben

Der Bundesrat hat in seiner Zwischenbilanz vom 17. Dezember 2014 die weiteren Arbeiten festgelegt. Im Vordergrund stehen die Weiterentwicklung und internationale Harmonisierung der Test- und Beurteilungsmethoden für Nanomaterialien sowie die Ergänzung des bestehenden Rechts.

Grundsätzlich können die für Chemikalien entwickelten Methoden verwendet werden, Anpassungen für Nanomaterialien sind aber notwendig. Auch müssen neue Methoden entwickelt werden, insbesondere zur Charakterisierung von Nanomaterialien.

Mehr dazu: Prüf-, Mess- und Beurteilungsmethoden

Die rechtlichen Bestimmungen sollen den spezifischen Eigenschaften der Nanomaterialien angepasst werden. Dazu gehören:

  • die Vorbereitung einer Revisionsvorlage der Chemikalienverordnung, mit der synthetische Nanomaterialien dem Anmeldeverfahren für neue Stoffe unterstellt werden;
  • die Planung eines Meldeverfahrens für Betriebe, die Nanomaterialien herstellen oder weiterverarbeiten.

Weiterführende Themen

Sicherer Umgang mit Nanomaterialien

Der Schutz von Umwelt und Gesundheit vor möglichen Gefahren der Nanotechnologie benötigt wissenschaftliche und methodische Grundlagen. Es braucht Zeit, diese zu entwickeln und in verbindlichen Regulierungen umzusetzen.

Geltendes Recht

Verschiedene Verordnungen enthalten nano-spezifische Ergänzungen. Nachfolgend sind die wichtigsten in der Schweiz geltenden Bestimmungen für Nanomaterialien aufgeführt.

Dialogforen Nanotechnologie

Der Dialog ist ein wichtiges Element bei der Entwicklung neuer Technologien. Chancen und Risiken müssen erörtert und Lösungen für einen sicheren und sinnvollen Umgang gefunden werden.

Prüf-, Mess- und Beurteilungsmethoden

Die Wirkung von Nanomaterialien hängt von deren Grösse, Form und Zusammensetzung ab. Um die Wirkung und das Verhalten von Nanomaterialien im Körper und in der Umwelt zu ermitteln, braucht es verlässliche Methoden.

Letzte Änderung 18.08.2017

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