Fortpflanzungsmedizin

Geht der Kinderwunsch nicht auf natürlichem Wege in Erfüllung, können in der Schweiz in ca. 30 Zentren Behandlungen der medizinisch unterstützten Fortpflanzung in Anspruch genommen werden. Die rechtlichen Voraussetzungen für fortpflanzungsmedizinischen Behandlungen sind im Fortpflanzungsmedizingesetz festgelegt.  

Spermien bei der Befruchtung einer Eizelle
Die Befruchtung: Eizelle und Spermien

Das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) und die gleichnamige Verordnung (FMedV) sind seit Januar 2001 in Kraft.

Das Bundesamt für Gesundheit ist verantwortlich für die Rechtsetzungsarbeiten mit Bezug zur Fortpflanzungsmedizin.

Für die Umsetzung und den Vollzug des Gesetzes sind die Gesundheitsdirektionen der Kantone zuständig. Dazu gibt es zwei Ausnahmen:

Für die statistische Auswertung und regelmässige anonymisierte Veröffentlichung der Schweizer Daten zu den fortpflanzungsmedizinischen Tätigkeiten und deren Ergebnisse ist das Bundesamt für Statistik (BFS) zuständig.

Das Register zur Erfassung von Geburten, die nach einem Fortpflanzungsverfahren mit gespendeten Samenzellen erfolgen, wird vom Eidgenössischen Amt für das Zivilstandswesen (EAZW) im Bundesamt für Justiz geführt.

Gesetze

Gesetzgebung Fortpflanzungsmedizin

Das Fortpflanzungsmedizingesetz legt fest, unter welchen Voraussetzungen die Verfahren der medizinisch unterstützten Fortpflanzung beim Menschen angewendet werden dürfen.

Weiterführende Themen

Rechtsetzungsarbeiten zur Fortpflanzungsmedizin

Das Bundesamt für Gesundheit ist verantwortlich für die Rechtsetzungsarbeiten mit Bezug zur Fortpflanzungsmedizin.

Wirksamkeitsprüfung Fortpflanzungsmedizingesetz

Das BAG überprüft die Wirksamkeit des Fortpflanzungsmedizinrechtes.

Parlamentarische Vorstösse

Seit das Fortpflanzungsmedizingesetz 2001 in Kraft getreten ist, wurden dazu über 30 parlamentarische Vorstösse eingereicht. Etwa 1/3 davon bezieht sich auf Fragen rund um die Präimplantationsdiagnostik (PID).

Stellungnahmen und Gutachten

Stellungnahmen und Gutachten zu Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Fortpflanzungsmedizingesetz

Häufige Fragen

In der Schweiz dürfen Fortpflanzungsverfahren nur angewendet werden, wenn damit die Unfruchtbarkeit eines Paares überwunden werden soll und die anderen Behandlungsmethoden versagt haben oder aussichtslos sind oder wenn die Gefahr der Übertragung einer schweren, unheilbaren Krankheit auf die Nachkommen nicht anders abgewendet werden kann.

Letzte Änderung 30.11.2017

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Biomedizin
Sektion Transplantation und Fortpflanzungsmedizin
CH - 3003 Bern

Tel.
+41 58 463 51 54

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