«Chancengleichheit in der Suchthilfe» – Newsletter Sucht Nr. 2 - September 2018

Newsletter Nationale Strategie Sucht

Liebe Leserin, lieber Leser

Anfang September fand in Bern die 2. Stakeholderkonferenz Sucht zum Thema «Chancengleichheit in der Suchthilfe» statt. Als Projektleiterin der Nationalen Strategie Sucht war diese Konferenz für mich besonders wertvoll, weil sie Gelegenheit bot, mich vor Ort mit Fachleuten aus der Praxis auszutauschen. Gleichzeitig ermöglichte die Veranstaltung es mir, zu spüren, wie es um die Umsetzung der Strategie steht und wie sich zeigende Lücken und Schwachstellen anzugehen sind. Die Strategie mit ihren Massnahmen kommt dann zum Fliegen, wenn es gelingt, sie als Instrument zu nutzen, um jene Themen in den Fokus zu rücken, die die Akteure der Suchthilfe in ihrem Alltag vor immer neue Herausforderungen stellen.

Ein Highlight der Konferenz war es für mich festzustellen, wie relevant das diesjährige Schwerpunktthema in der Praxis ist. Suchtfachleute kennen konkrete Ansatzpunkte, um Ungleichheiten im Zugang zu Gesundheitsversorgung und spezifisch zu Suchthilfeangeboten zu ebnen. Gleichzeitig kommen wir nicht umhin, uns immer wieder folgende Fragen zu stellen: Wie erreichen wir Familien in vulnerablen Situationen? Wie ist die Zugänglichkeit zu psychiatrischen Angeboten für Suchtbetroffene? Erhalten Suchtbetroffene im Strafvollzug die nötigen Hilfestellungen und Angebote? Wie funktioniert Suchtprävention bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung? Und die grosse Frage: Wie erreichen wir die «Unerreichbaren»? Zielführend sind hier bereichsübergreifende Kooperationen und allseitiges Sensibilisieren für die Bedürfnisse der potentiell von Chancenungleichheit Betroffenen.

Für mich ist klar: Ein umfassendes Suchthilfeangebot ist nur dann erfolgreich, wenn die besonders Vulnerablen Zugang zu den Angeboten haben und sie auch in Anspruch nehmen. Nach wie vor geht man von einer grossen Dunkelziffer an nicht erreichten Suchtbetroffenen aus. Entwicklungen im Bereich der integrierten Versorgung könnten zu einem einfacheren und chancengerechteren Zugang beitragen, da sich durch bereichsübergreifende Kooperationen die Eingangspforten zu unterstützenden Angeboten vervielfältigen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit eine ganzheitliche Sicht des betroffenen Menschen fördert. Um tragfähige Modelle ausarbeiten zu können, sind Politik und Verwaltung jedoch gleichermassen gefordert: Den Akteuren der Suchthilfe und der Gesundheitsversorgung muss es ermöglicht werden, sich gezielt und ohne Kosten- und Legitimationsdruck auch diesen Gruppen zu widmen.

Ich danke an dieser Stelle all jenen, die sich jeden Tag beherzt für Menschen einsetzen, deren Stimme allzu leicht überhört wird und mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass Chancengleichheit auch in der Suchthilfe gelebt werden kann.

Übrigens: Die BAG-Broschüre «Chancengleichheit» wurde mit neuen Kennzahlen zum Thema Sucht ergänzt. Wir freuen uns, wenn Sie sie in Ihrer täglichen Arbeit nutzen können.

Save the date – am 6. Mai 2019 findet der gemeinsame Stakeholderanlass der beiden Nationalen Strategien NCD sowie Sucht zum Thema «Alter» statt.

Mirjam Weber

 

 

 

 

Herzliche Grüsse

Mirjam Weber, stellvertretende Leiterin Sektion Präventionsstrategien,
Leiterin Sucht-Strategie

Themenübersicht

Massnahmen

September 2018 - Suchtpolitik ist ein dynamisches Feld, das sich ständig neuen Herausforderungen stellen muss, etwa veränderten Verhaltensmustern und Konsumtrends.

Die nachfolgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über den Stand der Aktivitäten, die zur Umsetzung der Nationalen Strategie Sucht beitragen.

Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht

Unterstützung für Betroffene und ihr Umfeld

In der Schweiz leiden immer mehr Menschen an chronischen Krankheiten. Für Menschen mit einer Suchtproblematik stellt die Sucht und ihre Folgen für die Betroffenen und ihre Angehörigen, ihr Umfeld und die Gesellschaft eine grosse Herausforderung dar. Die stetige Zunahme der Gesundheitskosten erfordert von allen Akteuren des Gesundheitswesens neue und innovative Versorgungsmodelle. Gleichzeitig schneidet die Schweiz beim Einbezug der Patientinnen und Patienten und deren Unterstützung zum Selbstmanagement im internationalen Vergleich schlecht ab. Daher wurde im Rahmen der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) - und in Koordination mit der Nationalen Strategie Sucht und den Aktivitäten rund um die Verbesserung der psychischen Gesundheit sowie unter Einbezug der wichtigsten Akteursgruppen - als erster Schritt ein Referenzrahmen zur Selbstmanagement-Förderung geschaffen. Dieser liefert die Grundlagen, auf der die Akteure ihre Arbeit in den kommenden Jahren weiter ausbauen können.


Ein Referenzrahmen zuhanden von Fachpersonen

Gemeinsam mit Stakeholdern wurde zum ersten Mal ein umfangreiches Do­kument erarbeitet, welches nun für Fachpersonen zur Verfü­gung steht. Der Referenzrahmen fokussiert auf konzeptionelle, strategische und gesundheitspolitische Aspekte der Selbstmanagement-Förderung. Er richtet sich an Personen, die beim Bund, in den Kantonen und Gemeinden sowie in den diversen Organisationen und Institutionen tätig sind und sich auf stra­tegischer Ebene mit der Versorgung von Menschen mit chroni­schen nichtübertragbaren körperlichen und psychischen Krankheiten und Suchtbetroffenen befassen. Die Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen und auf den verschiedenen Ebenen des Gesundheitswesens sollen ein gemeinsames Ver­ständnis für die Selbstmanagement-Förderung entwickeln. Im Referenzrahmen werden ausgewählte Praxisbeispiele vorge­stellt und partizipativ erarbeitete Empfehlungen für die nächs­ten Schritte formuliert.


Neue Plattform «Selbstmanagement-Förderung» ab 2018

2018 findet die Lancierung der Nationalen Plattform Selbstmanagement-Förderung bei chronischen Krankheiten und Sucht statt. Die Plattform ist das Gefäss für die Umsetzung der Handlungsempfehlungen, die im Referenzrahmen gemeinsam mit den Stakeholdern formuliert wurden. Eine erste halbtägige Veranstaltung der Plattform wird am 30. Oktober 2018 statt­finden (siehe auch «Agenda / Veranstaltungen».

Interessierte finden weitere Informationen auf der Website zur Selbstmanagement-Förderung.


Frühe Kindheit  

Frühe Kindheit beeinflusst Gesundheit ein Leben lang

Die erste Lebensphase ist für die körperliche, psychische und soziale Entwicklung eines Menschen prägend. Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen unterstreichen die Bedeutung der frühen Förderung. Immer mehr Fachleute setzen sich dafür ein, Familien mit kleinen Kindern durch eine kindgerechte Grundversorgung zu unterstützen. Die Fördermassnahmen können in Bildungs- und Sozialwesen angesiedelt sein, aber auch im Gesundheitswesen. Das BAG legt einen besonderen Fokus auf sozioökonomisch benachteiligte Familien oder Familien mit Migrationshintergrund.

Gesundheitsförderung und Prävention in der ersten Lebensphase wirken sich positiv auf den weiteren Lebensverlauf aus. Sie verringern Kosten im Gesundheits-, Sozial- und Strafrechtswesen. Deshalb unterstützt das BAG Aktivitäten von Partnern, welche die frühkindliche Gesundheit fördern und die Prävention verbessern.

Das BAG hat zum Thema «Gesundheitsförderung und Prävention in der frühen Kindheit» ein Konzept verfasst und Massnahmen formuliert. Diese lehnen sich an die Handlungsfelder der NCD-Strategie an. Mit den Massnahmen trägt das BAG auch zur Umsetzung der Nationalen Strategie Sucht und des Berichts «Psychische Gesundheit» bei.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der BAG-Seite zur «Frühen Kindheit».

Aus der Praxis

September 2018 -Im Jahr 2018 stellen wir praxisnahe Projekte im Bereich Sucht und Prävention aus der Schweiz und dem Ausland vor, die darauf abzielen, die Chancengleichheit zu erhöhen.

Soziale Ungleichheit, also die ungleiche Verteilung materieller und immaterieller Ressourcen in einer Gesellschaft, hat einen grossen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Der Zugang zu Ressourcen und deren Verteilung wird meist entlang von Unterschieden im sozioökonomischen Status, also Unterschieden hinsichtlich Bildung, beruflichem Status und Einkommen, beschrieben.

MidnightSports – Sportveranstaltungen für Jugendliche ab 21 Uhr

Die Stiftung IdéeSport nutzt Sport als Mittel der Gewalt- und Suchtprävention, der Gesundheitsförderung und der gesellschaftlichen Integration. Das Freizeitverhalten der Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Jugendliche gehen öfter in den Ausgang als früher und sind bis spät in die Nacht hinein unterwegs. Zur Auswahl stehen herkömmliche Ausgangsangebote wie Restaurants, Bars, Discos oder Partys. Wer auf Grund des Alters oder fehlender finanzieller Möglichkeiten keinen Einlass bekommt, trifft sich auf öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Bushaltestellen oder Schulanlagen. Konflikte mit anderen Nutzern dieser Bereiche sind fast schon logisch. Es müssen daher Räume und Strukturen geschaffen werden die konfliktfreie Begegnungen ermöglichen. MidnightSports-Veranstaltungen finden wöchentlich am Samstagabend zwischen 21 Uhr und Mitternacht statt und werden von einem Team aus Jugendlichen (Juniorcoachs) und Erwachsenen (Projektleitung, Seniorcoachs, Freiwillige) gemeinsam organisiert, durchgeführt und betreut.


Futurina - gestärkte Zusammenarbeit zwischen Familien, Schulen und verschiedenen Organisationen in Berns Westen

Futurina ist ein Projekt der Vereinigung Berner Gemeinwesenarbeit VBG und der Stadt Bern und fördert Kinder ab 4 Jahren und Jugendliche in den Quartieren Untermatt, Stöckacker und Schwabgut. Futurina stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Familien, Schulen und verschiedenen Organisationen im Quartier. Angebote für Kinder und deren Familien werden durch futurina besser zugänglich gemacht. Dies erhöht die Bildungschancen der Kinder.


Haben Sie innovative, erfolgreiche Projekte im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention bei sozioökonomisch Benachteiligten und/oder Migrantinnen und Migranten umgesetzt? Wenn ja, dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Wissen

September 2018 - In dieser Rubrik weisen wir auf relevante Studien im Suchtbereich hin.

Psychoaktive Medikamente

Einnahme nimmt zu

Seit 2011 steigt in der Schweiz die Einnahme starker Schmerzmittel sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel stetig an. Dies ergibt der Bericht «Einnahme von psychoaktiven Medikamenten in der Schweiz im Jahr 2016». Der Bericht fasst die Ergebnisse der Befragung des Suchtmonitorings zusammen und beschreibt den Trend über die letzten fünf Jahre. Auch wenn es sich nicht um eine alarmierende Zunahme handelt, ist es wichtig, die Entwicklung weiter zu beobachten. So können Veränderungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf entsprechende Massnahmen ergriffen werden. In einem Faktenblatt sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst.


Gemeinsame Einnahme von Medikamenten und Alkohol bei Personen ab 55 Jahren verbreitet

Das Suchtmonitoring Schweiz hat Daten zur gemeinsamen Einnahme von Alkohol und Medikamenten bei Personen ab 55 Jahren erhoben und ausgewertet. Die Auswertung zeigt, dass ein Drittel der Personen, die Medikamente einnehmen, mindestens einmal pro Monat auch mindestens zwei Gläser Alkohol zu sich nehmen. Zudem geben rund 1/5 der Personen an, immer oder fast immer Alkohol zu konsumieren, wenn sie verschriebene oder frei verkäufliche Medikamente einnehmen.

Die gemeinsame Einnahme von Medikamenten und Alkohol ist dann besonders risikoreich für die Gesundheit, wenn zusammen mit der Medikamenteneinnahme regelmässig zwei oder mehr Gläser Alkohol getrunken werden oder punktuell risikoreich Alkohol konsumiert wird. Risikoreich bedeutet bei Frauen vier und bei Männern fünf Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit, zum Beispiel anlässlich einer Geburtstagsfeier oder beim Abendessen. In Beratungsgesprächen zwischen Ärztin und Arzt sowie Patientin und Patient können Fragen zum Alkoholkonsum als «Türöffner» dienen, um die Risiken zu besprechen. In einem Faktenblatt sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie «Gemeinsame Einnahme von Medikamenten und Alkohol bei Personen ab 55 Jahren» zusammengefasst.


Neue, optimierte Navigation der BAG-Website

Die BAG-Webseite enthält eine breite Themenpalette im Bereich Gesundheit. Damit die Inhalte leichter auffindbar sind, hat das BAG die Webseite strukturell optimiert. Sie besteht nun aus neun Hauptrubriken:

  • Das BAG
  • Gesund leben
  • Krankheiten
  • Medizin & Forschung
  • Versicherungen
  • Strategie & Politik
  • Berufe im Gesundheitswesen
  • Gesetze & Bewilligungen
  • Zahlen & Statistiken

Seit 13. September 2018 ist die BAG-Webseite mit dieser neuen Struktur online. Die URL www.bag.admin.ch bleibt bestehen. Die überarbeitete Struktur hat neue Links zur Folge. Bitte aktualisieren Sie deshalb auf Ihrer Internetseite oder in Ihren Dokumenten Links, die auf unsere Webseite verweisen. Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Kooperation. Wenn Sie Fragen haben, sind wir gerne für Sie da.


Neues aus der Politik

September 2018 - In der Sommersession 2018 wurden verschiedene Geschäfte und politische Vorstösse im Bundesparlament zu den Themen NCD, Sucht und psychische Gesundheit behandelt. Nachfolgend folgt eine entsprechende unkommentierte Zusammenfassung (Quelle: SDA).

NCD/Sucht

Cannabis I, rekreativer Gebrauch:

Der Bundesrat hat am 4. Juli die Vernehmlassung zum Experimentierartikel BetmG eröffnet. Mit dem Experimentierartikel sollen die gesetzlichen Grundlagen für Pilotstudien geschaffen werden, mit denen die Auswirkungen eines geregelten Zugangs zu Cannabis zu Genusszwecken erforscht werden können. Der Bundesrat hat die Vernehmlassung eröffnet, obwohl der Nationalrat die entsprechende Motion Zanetti im Gegensatz zum Ständerat ganz knapp abgelehnt hat. Mittlerweile hat der Nationalrat in der Herbstsession jedoch vier Motionen mit der gleichen Stossrichtung wie die Motion Zanetti angenommen. Die Vernehmlassung läuft noch bis zum 25. Oktober. Nach aktueller Planung wird der Bundesrat dem Parlament die Botschaft zum Experimentierartikel in der Frühjahrssession 2019 zur Behandlung überweisen. Wenn die parlamentarische Behandlung ohne Verzögerung erfolgt und kein Referendum ergriffen wird, kann die gesetzliche Grundlage für die Pilotstudien zum rekreativen Gebrauch von Cannabis im Laufe des Jahres 2020 in Kraft gesetzt werden.

Cannabis II, medizinscher Gebrauch:

Ausgehend von verschiedenen parlamentarischen Vorstössen mit dem Ziel, die medizinische Verwendung von Cannabis zu erleichtern und zu erweitern, hat der Bundesrat am 4. Juli das EDI beauftragt, dafür die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, bzw. dem Bundesrat bis im Juni 2019 eine entsprechende Vernehmlassungsvorlage zu unterbreiten. Bis Ende 2020 soll zudem geprüft werden, ob und wie die Vergütung von cannabishaltigen Arzneimittel über die obligatorische Krankenpflegeversicherung oder eine alternative Finanzierung sichergestellt werden kann. Wenn der Legiferierungsprozess keine Verzögerung erfährt und das Referendum nicht ergriffen wird, kann die gesetzliche Grundlage für die erleichterte und erweiterte Verwendung von cannabishaltigen Arzneimittel im Jahre 2021 in Kraft treten. Gegebenenfalls werden cannabishaltige Arzneimittel analog Opiaten ohne Ausnahmebewilligung des BAG ärztliche verschrieben werden können.

Cannabis III, Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken:

Der Nationalrat will den Export von medizinisch genutztem Cannabis und Cannabiszubereitungen ermöglichen. Er möchte den Bundesrat mit einer entsprechenden Gesetzesänderung beauftragen. Nach geltendem Recht ist der Export nicht erlaubt. Die vom Nationalrat angenommene Motion wurde von Christa Markwalder (FDP/BE) eingereicht. Nach ihren Angaben ist der weltweit entstehende Markt für Produkte auf Cannabis-Basis bis zu mehrere hundert Milliarden Dollar gross. Wenn der Ständerat der Motion ebenfalls zustimmt, was erwartet wird, sollen die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen im Rahmen des Legiferierungsprozess zum medizinischen Gebrauch von Cannabis geschaffen werden (vgl. Cannabis II).


Fragen aus der Fragestunde

18.5381 Frage Roduit. Einsamkeitsgefühle bei Jugendlichen Curia Vista


Neue Vorstösse aus der Session

Nichtübertragbare Krankheiten

18.3682 Ip. Gmür Alois. Uno-Konferenz zu nichtübertragbaren Krankheiten Curia Vista


Tabak

18.3644 Ip. Roduit. Verbot von elektronischen Zigaretten für Minderjährige Curia Vista

18.3454 Ip. Eder. Dringliche Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor E-Zigaretten Curia Vista


BetmG / Drogen

18.3659 Ip. Béglé. Drogen. Wie kann der Handel auf offener Strasse besser bekämpft werden? Curia Vista

18.3497 Ip. Ruiz Rebecca. Mittel zur Bekämpfung des Drogenhandels auf offener Strasse Curia Vista

18.424  Iv.pa. Buffat. Nulltoleranz für Dealerinnen und Dealer Curia Vista

18.3437 Ip. Geissbühler. Fragwürdige Studien mit bedenklichen Methoden zur Befreiung von Drogenabhängigkeit Curia Vista

18.3438 Ip. Geissbühler. Unterstützung der sogenannten "Global Commission on Drug Policy" durch das EDA Curia Vista


Ernährung

18.3656 Mo. Flückiger Sylvia. Ernährung ist Privatsache Curia Vista


Diverses NCD/Sucht

18.3649 Mo. Humbel. Stärkung von integrierten Versorgungsmodellen. Abgrenzung zu einseitigen Listen-Angeboten ohne koordinierter Behandlung Curia Vista

18.3681 Ip. Arslan. Für eine kohärente Gesundheitsaussenpolitik (GAP) Curia Vista

18.3691 Ip. Heim. Gesundheitsaussenpolitik. Bilanz und Zukunft – auch mit Blick auf die potenziell globale Gefahr der Antibiotika-Resistenzen Curia Vista

18.3570 Mo. Bendahan. Dem Missbrauch von geldspielähnlichen Mikrotransaktionen in Videospielen vorbeugen Curia Vista

18.3521 Ip. von Siebenthal. Psychopharmaka Konsum Curia Vista

18.3476 Po. Brélaz. Studie über die Entwicklung der Geldspielsucht Curia Vista

18.3477 Marchand-Balet. Umsetzung der Interprofessionalität. Stand der Dinge? Curia Vista

18.3449 Ip. Estermann. Genügend Schlaf für alle! Curia Vista


Tabakproduktegesetz

Vernehmlassung abgeschlossen

1287 Antworten sind bei Vernehmlassung zum zweiten Vorentwurf des Tabakproduktegesetzes eingegangen. Die Vernehmlassung lief von 8. Dezember 2017 bis am 23. März 2018. Die Eingaben werden nun ausgewertet und in den Entwurf eingearbeitet. Wie schon bei der ersten Vorlage liegen sie inhaltlich weit auseinander. Das erste Bundesgesetz über Tabakprodukte wurde mit Beschluss vom 8. Dezember 2016 zur Überarbeitung an den Bundesrat zurückgewiesen.

Das neue Gesetz regelt Tabakprodukte und E-Zigaretten. Dazu gehören Zigaretten, aber auch Snus, Kautabak oder CBD-Hanfprodukte. Vor allem der Gesundheitsschutz für Jugendliche und Kinder soll verstärkt werden. Neu ist vorgesehen, auch Snus und nikotinhaltige E-Zigaretten in der Schweiz zuzulassen, dies jedoch nur unter bestimmten Auflagen. Die vom Parlament gewünschten Werbeeinschränkungen sind so geringfügig wie sonst nirgends in Europa. Voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres wird die Vorlage ans Parlament überwiesen.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der BAG-Webseite


Geldspiel

Annahme des neuen Gesetzes

Die Bevölkerung hat in der Volksabstimmung vom 10. Juni 2018 das neue Geldspielgesetz mit 72,9 Prozent angenommen. Alle Geldspiele sind nun in einem einzigen Gesetz geregelt. Mit dem neuen Gesetz sind Online-Geldspiele künftig zugelassen. Internetseiten ausländischer Casinos dürfen gesperrt werden. In den Verordnungen des Geldspielgesetzes sind zudem Massnahmen zur Prävention der Geldspielsucht und zum Schutz von Spielerinnen und Spieler präzisiert. Die neuen Bestimmungen treten voraussichtlich zum 1. Januar 2019 in Kraft. Das BAG wird die Entwicklungen im Bereich des problematischen Geldspiels weiterhin verfolgen.

Dienstleistungen zu Gunsten der Kantone

September 2018


Wie im Newsletter vom Mai 2018 erwähnt, wird seit Mai 2018 viermal pro Jahr ein Newsletter an die Kantone versendet, der über Neuigkeiten zu den Themen Prävention von Sucht und NCD auf kantonaler und nationaler Ebene berichtet. Der Newsletter kann hier abonniert werden.

Agenda / Veranstaltungen

September 2018 - In dieser Rubrik, die laufend ausgebaut wird, weisen wir auf spannende Veranstaltungen in den kommenden Monaten hin. Tragen Sie sich die Daten in Ihrer Agenda ein!

  • Kantonsübergreifender Erfahrungs- und Wissensaustausch für die kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung und Suchtfragen vom 1. und 18. Oktober 2018. Ein kantonsübergreifender Erfahrungs- und Wissensaustausch für die kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung und Suchtfragen sowie für weitere Akteure im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention entspricht einem Bedürfnis. Deshalb finden im Rahmen der Strategien Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD), Sucht und psychische Gesundheit jährlich bis zu vier halbtägige, kantonale Austauschtreffen statt: Zwei «Kantonale Austauschtreffen Deutschschweiz (KAD)» finden in der Deutschschweiz statt, ein «Rencontre Intercantonale Latine (RIL)» in der Romandie sowie ein Treffen örtlich flexibel. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, die Fachleute, die sich mit Fragen der Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen, bezüglich ihrer Aktivitäten untereinander zu vernetzen, ihnen interessante neue Erkenntnisse aus der Forschung aber auch erfolgreiche Projekte aus anderen Kantonen zu präsentieren. Die jeweiligen Themen werden unter Einbezug der Kantone durch die Trägerschaft festgelegt, die sich aus Gesundheitsförderung Schweiz, dem Bundesamt für Gesundheit BAG, der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK und der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV zusammensetzt. Die Daten lauten: 1. Oktober 2018 RIL: 13h15 à 17h30 à l’Hôtel Continental,Place de la Gare 2, Lausanne. «Comprendre les réseaux sociaux pour les utiliser dans les domaines addictions/MNT» / 18. Oktober 2018 KAD: 13.00 bis 17.10 Uhr im Volkshaus Zürich (Stauffacherstrasse 60) zum Thema «Psychische Gesundheit und Sucht».
  • Am 7. November 2018 findet die 6. nationale Arkadis-Fachtagung zum Thema «Leben lassen! – Kognitive Beeinträchtigung, psychoaktive Substanzen und suchtbedingte Verhaltensweisen» statt. Weitere Informationen finden Interessieren hier. Der Anmeldeschluss ist der 26. Oktober 2018.
  • Am 6. Mai 2019 findet die gemeinsame Stakeholderkonferenz der beiden nationalen Strategien NCD sowie Sucht statt. Das Schwerpunktthema des Jahres 2019 lautet «Alter», und auch die Stakeholderkonferenz wird sich diesem Thema widmen.

 

Rückblick auf die Stakeholderkonferenz Sucht vom 6. September 2018

Die zweite Stakeholderkonferenz Sucht fand zum Thema «Chancengleichheit in der Suchthilfe» statt.
Link auf die BAG-Webseite zur Konferenz

 

Rückblick auf die nationale Tagung «Gesundheit und Armut» der Berner Fachhochschule

Ende Juni 2018 wurde in Bern die nationale Tagung «Gesundheit und Armut» durchgeführt. Die dritte Tagung zu diesem Thema fragte nach den gesundheitlichen Folgen von Armut in der Lebenslaufperspektive. Die Ausgabe 5/2018 des Faktenblatts «Social Impact» widmet sich der Frage: Arm und krank - ein Leben lang? Eine koordinierte Gesamtpolitik für die Förderung gleicher Gesundheitschancen. Das Faktenblatt bietet eine Kurzfassung der Zusammenhänge zwischen Armut und Gesundheit, ungleichen Gesundheitschancen über alle Lebensphasen.

Aus den Medien

September 2018

Spectra online

Wer sich regelmässig bewegt, mindert das Risiko, nichtübertragbare Erkrankungen, wie Krebs oder Diabetes, zu erleiden. Im Rahmen der NCD-Strategie soll Bewegung als Therapieform deshalb künftig in der Gesundheitsversorgung verankert werden. Mit dem Pilotprojekt «Pas à Pas» geht der Kanton Waadt seit 2015 neue Wege, indem Menschen mittels einer ärztlichen Überweisung zu mehr körperlicher Aktivität ermuntert werden. Auf Spectra Online erschien ein Beitrag zu diesem Projekt.


Spectra

Spectra, die Präventionszeitschrift des Bundesamtes für Gesundheit,  widmete dem Thema «mHealth» eine Ausgabe.


Medienmitteilung: «Die EKAL passt ihre Empfehlung für einen unproblematischen Alkoholkonsum nach unten an»

Aufgrund neuer Erkenntnisse korrigiert die Eidgenössische Kommission für Alkoholfragen (EKAL) die Orientierungshilfe für einen risikoarmen Alkoholkonsum nach unten. Link zur Medienmitteilung

Letzte Änderung 08.08.2019

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Kontakt

Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
Schweiz
Tel. +41 58 463 88 24
E-Mail

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