Newsletter «In den Kantonen» - Juni 2019

Räume schaffen, die bewegen


Liebe Leserin, lieber Leser,

Ein schön gestalteter Park mit Sitzbänken verleitet ältere Menschen eher zu einem Spaziergang als ein brachliegender Acker entlang der Strasse. Ist der Schulweg sicher, schicken Eltern ihre Kinder lieber zu Fuss als sie zu fahren. Und ist ein Fahrradstreifen gut ausgebaut, schwingen sich mehr Personen aufs Velo, als wenn sie auf einer engen Strasse dauernd von Lastwagen überholt werden.

Die Art und Weise, wie wir die Umgebung gestalten, beeinflusst, wie und ob wir uns im Alltag bewegen. Und mit Bewegung fördern wir beiläufig unsere Gesundheit. Ist die Umgebung, in der wir leben, wohnen und arbeiten, bewegungsfreundlich, so stärkt dies die Gesundheit. Deshalb engagieren wir uns bei den «Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung 2020-2024».

Mit den Modellvorhaben fördern acht Bundesämter gemeinsam innovative Ansätze und Methoden. Wir unterstützen Kantone, Städte, Gemeinden, aber auch regionale Organisationen, die innovative und sektorenübergreifende Ansätze entwickeln. Für uns vom BAG steht die Bewegungsförderung dabei im Zentrum. Von den insgesamt fünf Themenschwerpunkten begleiten wir «Siedlungen, die kurze Wege, Bewegung und Begegnung fördern», «demographischer Wandel: Wohn- und Lebensraum für morgen gestalten» und «Landschaft ist mehr wert».

Vielleicht verfolgen Sie ein interessantes Projekt, aber es fehlen finanzielle Mittel? Oder Sie erkennen in der Gemeinde Handlungsbedarf und suchen nach Lösungen? Bis am 2. September 2019 können Sie Ihre Projekte einreichen. Wir freuen uns auf spannende Projekte!

Petra Bäriswyl

 

 

Herzliche Grüsse

Petra Baeriswyl
Co-Leiterin Sektion
Gesundheitsförderung und Prävention


Rubriken

Bund

Bewegung

Ausschreibung Modellvorhaben Nachhaltige Raumentwicklung

Mit den Modellvorhaben wird lokalen, regionalen und kantonalen Akteuren ein Anreiz gegeben, innovative Lösungsideen für raumplanerische Herausforderungen zu entwickeln und vor Ort zu erproben. Das BAG begleitet die Themenschwerpunkte «Siedlungen, die kurze Wege, Bewegung und Begegnung fördern», «Demografischer Wandel: Wohn- und Lebensraum für morgen gestalten» und «Landschaft ist mehr wert». Das BAG setzt sich auch in dieser Runde für die Gesundheitsförderung ein, insbesondere für die Schaffung von bewegungsfreundlichen Umgebungen.

Projekte können bis zum 2. September 2019 eingereicht werden.

Zu den Unterlagen der Ausschreibung


Tabak, Nikotin

Werbeverbote für Tabak gefährden UNO-Abkommen

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-SR) hat die Detailberatungen zum zweiten Entwurf des Bundesgesetzes über Tabakprodukte und elektronische Zigaretten (15.075) aufgenommen und dazu drei Berichte des Bundesamts für Gesundheit veröffentlicht. Einer davon zeigt: Wenn das Parlament keine restriktiveren Werbeverbote beschliesst, kann die Schweiz die Konvention der Weltgesundheitsorganisation, welche den Tabakkonsum eindämmen will, nicht ratifizieren, weil dafür die nötige gesetzliche Grundlage fehlt.

Bericht 1: Minimale Anforderungen zur Ratifikation der WHO-Tabakkonvention FCTC

Bericht 2: Wie sind alternative Tabakprodukte (elektronische Zigaretten, erhitzte Tabakprodukte, Snus) in der Europäischen Union und verschiedenen Ländern wie Deutschland, England, Frankreich, Italien, den USA und den Vereinigten Staaten geregelt?

Bericht 3: Alternativprodukte: Chancen und Risiken für die öffentliche Gesundheit


Alkohol

Promillegrenzen für Gummiboot-Fahrer aufgehoben

Der Bundesrat hebt die Promillegrenze für Gummiboot-Fahrer per Anfang 2020 auf. Die Gummiboot-Fahrer unterstehen aber weiterhin der gesetzlichen Vorgabe, dass das Boot nur von fahrtüchtigen Personen gesteuert werden darf. Bei einer allfälligen Kontrolle muss die Fahrtüchtigkeit individuell bestimmt werden.

Medienmitteilung des Bundesrates


Cannabis

Nationalratskommission sagt JA zu Experimentierartikel

Die Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) ist auf das Geschäft des Bundesrats zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes eingetreten. Mit 12 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen stimmt die Kommission der Änderung (19.021) zu, mit der die Voraussetzungen für befristete und streng reglementierte wissenschaftliche Studien über den Cannabiskonsum zu Genusszwecken geschaffen werden soll.

Medienmitteilung der SGK-N


Eidgenössische Kommission für Suchtfragen (EKSF) empfiehlt Legalisierung

Die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen EKSF hat aktuelle Fragen zu Cannabis und zum Cannabiskonsum aufgearbeitet und vier Berichte mit relevanten Erkenntnissen aus unterschiedlichen Perspektiven publiziert. Die Kommission geht mit ihren Empfehlungen weiter als der Bundesrat mit der Lancierung eines Experimentierartikels im Betäubungsmittelgesetz vorsieht. Sie empfiehlt Straffreiheit des Konsums und eine Regulierung des Marktes mit Vorgaben zur Konzentration der Inhaltsstoffe, der Produktion, dem Vertrieb und dem Verkauf von Cannabisprodukten. Damit können schaden- und risikomindernde Massnahmen ergriffen werden.

Medienmitteilung der EKSF

Zu den Berichten


Medikamente

Illegale Arzneimittelimporte

Im Auftrag des Schweizerischen Heilmittelamtes Swissmedic hat die Eidgenössische Zollverwaltung im vergangenen Jahr 3203 Sendungen mit illegal eingeführten Medikamenten sichergestellt. Illegale Einfuhren betreffen nach wie vor hauptsächlich Medikamente gegen Impotenz, gefolgt von Suchtmitteln wie Psychopharmaka, Schlaftabletten und Beruhigungsmittel.

Medienmitteilung von Swissmedic


Illegale Drogen

Richtlinien zu Hepatitis C veröffentlicht

Um die Bekämpfung von Hepatitis C bei Drogenkonsumierenden auf allen Ebenen zu optimieren, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gemeinsam mit Infodrog sowie Expertinnen und Experten aus dem Suchtbereich das Dokument «Hepatitis C bei Drogenkonsumierenden: Richtlinien mit settingspezifischen Factsheets» erarbeitet.

Zu den Richtlinien


NCD und Sucht

«Gesund altern»

Am 6. Mai 2019 fand in Bern die gemeinsame Stakeholderkonferenz der beiden nationalen Strategien NCD sowie Sucht zum Thema «Gesund Altern» statt. Mehr als 320 Personen nahmen teil. Die Präsentationen aus Plenum, Subplenen und Workshops können auf der Website des BAG heruntergeladen werden.


Kantone

NCD

Neues Gesundheitsgesetz Kanton Solothurn

Im Kanton Solothurn ist die Referendumsfrist für die am 19.12.2018 vom Kantonsrat beschlossene Totalrevision des Gesundheitsgesetzes unbenutzt abgelaufen. Die Totalrevision sieht unter anderem die Anhebung der Altersgrenze für den Verkauf von Tabakwaren von 16 auf 18 Jahre vor und regelt Testkäufe in einer dazugehörenden Verordnung. Das Gesetz tritt voraussichtlich am 1. September 2019 in Kraft.

Kantonsratsbeschluss zum neuen Gesundheitsgesetz


Aktion Diabetes im Kanton Wallis

Die Diabetes-Gesellschaften im Wallis bauen mit finanzieller Unterstützung von Gesundheitsförderung Schweiz die Aktion Diabetes auf – ein Programm zur umfassenden Diabetesversorgung auf kantonaler Ebene. Die Umsetzung hat im Januar 2019 begonnen und wird vier Jahre dauern. Ziel ist es, alle Phasen der Versorgung von Patienten mit Diabetes oder mit einem Risiko für Diabetes zu koordinieren und Verbesserungen zu erreichen.

Mehr Informationen


Leitfaden zur Teilnahme an der Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung Schweiz hat in Zusammenarbeit mit den lateinischen Kantonen, die im Rahmen der Lateinischen Konferenz für Gesundheit und Soziales (Conférence Latine des Affaires Sanitaires et Sociales CLASS) zusammengefasst sind, einen Leitfaden zur Teilnahme an der Gesundheitsförderung veröffentlicht. Die Gemeinschaftsaktion ist ein wichtiger Schwerpunkt der Gesundheitsförderung. Der Leitfaden bietet einen theoretischen Rahmen, der den Begriff Teilnahme auf der Grundlage einer Literaturrecherche definiert. Innerhalb dieses Rahmens werden drei Verfahren zu partizipatorischen Prozessen analysiert.

Der Leitfaden ist französisch und italienisch verfügbar.


Illegale Drogen

Kanton St. Gallen lockert Weisungen beim Drogenbesitz

Im Kanton St. Gallen ist der Besitz von bis zu zwei Gramm Kokain oder Heroin nicht mehr strafbar. Dies seit eine interne Weisung der St. Galler Staatsanwaltschaft per 1. März 2019 in Kraft getreten ist. Zwei Gramm Kokain oder Heroin entsprechen dem «Preisäquivalent» von 10 Gramm Cannabis, die in Art. 19b des Betäubungsmittelgesetzes namentlich als geringfügige Menge eines Betäubungsmittels, dessen Mitführung straffrei ist, definiert sind. Der Konsum oder Handel von Betäubungsmitteln ist aber nach wie vor strafbar.

Mehr dazu in einem Zeitungsartikel


Suchtmittelkonsum von Jugendlichen im Kanton Basel-Stadt nimmt ab

15- bis 16-jährige Jugendliche in Basel-Stadt konsumieren deutlich weniger Zigaretten, Cannabis und Alkohol als noch vor einigen Jahren. Das zeigt der Jugendgesundheitsbericht 2019 zum Suchtmittelkonsum von Jugendlichen, der auf wiederholten anonymen Befragungen basiert.

Zur Medienmitteilung des Gesundheitsdepartements

Zum Bericht


Zusammenarbeit zwischen Suchtfachleuten und Polizei im Kanton Tessin

Am 28. März fand ein Kongress zum Thema Zusammenarbeit zwischen Suchtfachleuten und Polizei im Kanton Tessin statt. Organisiert wurde der Kongress von Infodrog in Zusammenarbeit mit der Tessiner Sucht und mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit, des Kantons Tessin, der Stadt Lugano und des IQ-Zentrums. Mehr als 100 Fachleute aus dem Suchtbereich und von der Polizei kamen zusammen.

Zum Programm und den Präsentationen


Tabak und Nikotin

Kanton Waadt: Gleichbehandlung von Nikotinprodukten

Der Grosse Rat des Kantons Waadt möchte die elektronische Zigarette der gleichen rechtlichen Regelung unterwerfen wie Tabakwaren. Ein entsprechendes Postulat wurde an den Staatsrat überwiesen. Die Abgeordneten wollen nicht warten, bis es auf Bundesebene eine Regelung gibt.

Zur parlamentarischen Debatte (S. 37 ff)


Städte

Tabak und Nikotin

Regionalspital Lugano wird rauchfrei

Das Regionalspital Lugano ist neu eine rauchfreie Einrichtung. Diese Bestimmung wird durch andere therapeutische Massnahmen ergänzt, die Rauchenden helfen sollen, mit dem Rauchen aufzuhören. Das Krankenhaus wurde vom Global Network for Tobacco Free Healthcare Services (GNTH) zertifiziert. GNTH ist eine unabhängige Organisation, die die Einstellung oder Reduzierung des Tabakkonsums an Gesundheitsstandorten fördert. Mit diesem Label wurden in der Schweiz bereits fünfzehn Krankenhäuser ausgezeichnet.

Mehr Informationen


Alkohol

Kampagne der Stadt Lausanne für 13- bis 17-Jährige

Nach mehreren Alkoholpräventionskampagnen hat die Stadt Lausanne ihren Präventionsbereich auf Tabak und Cannabis ausgeweitet. Diese beiden Substanzen konsumieren Jugendliche neben Alkohol am häufigsten. Die multi-thematische Kampagne wurde vom 15. bis 26. Mai 2019 durchgeführt. Shows, Schulungen und die Ausstrahlung von drei Videos im Blogger-Modus richteten sich an Jugendliche und Eltern.

Mehr Informationen zur Kampagne (französisch)


Kindheit und Jugend

BMI-Monitoring zeigt erfreuliche Zahlen

Das aktuelle Monitoring der Gewichtsdaten der schulärztlichen Dienste der Städte Basel, Bern und Zürich, das zum 13. Mal durchgeführt wurde, ergibt die tiefsten Messwerte seit Erhebung der Zahlen. Das von Gesundheitsförderung Schweiz veröffentlichte Merkblatt enthält neben verschiedenen Grundresultaten eine zusätzliche Analyse zum Zusammenhang zwischen Schulort und Körpergewicht. Die Resultate zeigen, dass bewegungsfreundliche und gesundheitsfördernde Quartiere für das gesunde Körpergewicht ein erhebliches Potenzial haben.

Zum Faktenblatt von Gesundheitsförderung Schweiz


Illegale Drogen

Berner Stadtrat gegen kontrollierten Kokainverkauf

Der Berner Stadtrat spricht sich gegen einen Pilotversuch für den kontrollierten Kokainverkauf aus. Mit 31 zu 26 Stimmen lehnte er eine Motion aus den Reihen der Alternativen Linken (AL) ab.

Mehr Informationen


Netzwerke

Gesundheitsförderung in den Schulen

«Schule handelt»

Die Gesundheit von Lehrpersonen ist entscheidend für die Unterrichtsqualität und ein lernförderndes Schulklima. Bei der Umsetzung des Projekts «Schule handelt – Stressprävention am Arbeitsplatz» unterstützt Gesundheitsförderung Schweiz Schulen, die psychische Gesundheit ihrer Angestellten zu erhalten und zu verbessern. Im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz nimmt RADIX ab sofort Förderanträge von Schulen in der Deutschschweiz entgegen.

Die nötigen Formulare und Reglemente finden Sie auf der Website von Radix.

Zum Artikel von Gesundheitsförderung Schweiz


Alkohol

Wie viel ist zu viel?

In der Deutschschweiz wurde vom 16. bis 26. Mai 2019 über Alkohol gesprochen. Die Dialogwoche Alkohol wurde unter dem Motto «Wie viel ist zu viel» bereits zum fünften Mal erfolgreich durchgeführt. In elf Deutschschweizer Kantonen, in der Romandie und im Tessin fanden insgesamt rund 50 Aktivitäten statt, koordiniert vom Fachverband Sucht. Die verschiedenen Aktivitäten – von der Möglichkeit, eine Rauschbrille zu tragen bis hin zum Verteilen von Quizfragen und Flyern - regten zum Nachdenken an und vermittelten Informationen zum Alkoholkonsum.

Eine Liste der Aktivitäten finden Sie hier.


Bewegung

EnergieSchweiz lanciert die Ausschreibung «MONAMO Gemeinden»

«MONAMO Gemeinden» steht für Modelle nachhaltige Mobilität in Gemeinden. Die Ausschreibung richtet sich an Gemeinden mit einer Grösse von rund 8’000 bis maximal 50'000 Einwohnern. Gesucht werden Gemeinden, welche bereit sind, in einem «Feldexperiment» über mehrere Jahre neue, innovative Ansätze für eine nachhaltige Gemeindemobilität zu entwickeln und zu erproben. Die Eingabefrist für Gesuche ist der 15. Oktober 2019.

Zu den Ausschreibungsunterlagen von EnergieSchweiz  


International

Tabak und Nikotin

Kanada führt Plain Packaging ein

Die Verpackung der Tabakwaren ist eine wichtige Werbefläche für die Tabakindustrie. Ab dem 9. November 2019 gehen Zigaretten in Kanada nur noch in einer einheitlichen, braunen Verpackung über den Ladentisch. Einheitsverpackungen ohne die spezifischen Markenelemente und mit grossen bildlichen Warnhinweisen gelten zusammen mit Preiserhöhungen und umfassenden Werbeverboten als eine der wirksamsten Massnahmen der Tabakprävention.

Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention


Mallorca plant Rauchverbot an Stränden

Die Behörden in Mallorca planen, an den meisten Stränden ein Rauchverbot zu erlassen. Die Behörden wollen damit die Flut an Zigarettenstummeln im Sand eindämmen. Rauchverbote an Stränden gibt es auch in anderen Regionen Spaniens und in anderen Ländern. Eine Übersicht bietet folgender Zeitungsartikel:

Mehr Informationen


Kindheit und Jugendalkohol

Neue WHO Richtlinien

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat neue Richtlinien zu körperlichen Aktivitäten und zu Schlaf für Kinder unter fünf Jahren veröffentlicht. Unter anderem empfiehlt die WHO, dass 1-2-jährige Kinder sich pro Tag mindestens zwei Stunden körperlich aktiv betätigen. Die wichtigsten Empfehlungen in Kürze finden Sie in der Medienmitteilung der WHO (englisch).

Zu den neuen Richtlinien der WHO 


Aus der Forschung

NCD und Sucht

Neue Indikatoren auf MonAM.ch

Am 18. Juni werden 24 neue Indikatoren online gestellt, andere werden aktualisiert. Sie sind mit den Sucht- und NCD-Präventionsstrategien verknüpft und befassen sich unter anderem mit den kantonalen Alkohol- und Tabakvorschriften, Bewegung, Adipositas und Stress am Arbeitsplatz.

www.monam.ch


Kindheit und Jugend

Kindlicher Konsum von Zucker und Fett als Prädiktor für regelmässigen Alkoholkonsum

Aus zahlreichen Studien ist bekannt, dass der Konsum von Fett und Zucker zu suchtähnlichem Verhalten wie Überkonsum, Kontrollverlust und Craving führen kann. Die vorliegende Studie untersuchte nun den Zusammenhang zwischen Fett-und Zuckerkonsum in der Kindheit und späterem Alkoholkonsum in der Jugend. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass Kinder, die frühzeitig viel Fett und Zucker zu sich nehmen, davon auch später in ihrer Ernährungsweise beeinflusst werden und z.B. mehr Alkohol konsumieren.

Mehr Informationen im BAS-Suchtforschungstelegramm


Bericht Aufwachsen im digitalen Zeitalter

Im März 2019 veröffentlichte die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen ihren neusten Bericht. Dieser befasst sich mit den Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche benötigen, um in einer digitalen Welt aufzuwachsen, sich auszubilden, zu arbeiten und daran teilzuhaben. Er vereint Beiträge zur digitalen Transformation aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Medienpädagogik, ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit, Bildungswesen, Berufsbildung, Frühförderung, Wirtschaft sowie Einschätzungen von Kindern und Jugendlichen zur Digitalisierung.

Zum Bericht


Frühe Kindheit beeinflusst Gesundheit ein Leben lang

Die Grundlagen für ein gesundes Leben werden schon während der Schwangerschaft und der frühen Kindheit gelegt. Ein aktueller Forschungsbericht des BAG zeigt die Situation der 0-4-Jährigen und Ihrer Familien in der Schweiz und beleuchtet die Datenlage, Krankheitslast, vulnerable Familien sowie Angebote für diese Familien.

Mehr Informationen


Gesundheitsförderung in der Schule

Lektionenvorschläge zur Suchtprävention

Alle vier Jahre befragt Sucht Schweiz im Rahmen der Studie «Health Behaviour in School-aged Children» (HBSC) 11-bis 15-jährige Schülerinnen und Schüler zu ihrem Suchverhalten. Zusammen mit der Studie veröffentlichte Sucht Schweiz drei Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung zum Thema Suchtprävention.

Zur Broschüre

Zur Studie


Bewegung

Bewegungsförderung im öffentlichen Verkehr

Die Schweizer Bevölkerung nutzt den öffentlichen Verkehr rege. Durch gezielte, massgeschneiderte Informationen seitens der ÖV- Unternehmen kann die Gesundheit bzw. die körperliche Aktivität dabei gefördert werden: Die Universität Zürich erarbeitete konkrete Ansatzpunkte zur Optimierung von Mobilitäts- und ÖV-Apps für mehr Kundenfreundlichkeit, Multimodalität und Bewegung im ÖV-Alltag.

Diese Grundlagen wurden in praktischen Publikationen aufgearbeitet und beinhalten konkrete Möglichkeiten zur Umsetzung.


Bewegungsfreundliches Umfeld

Bewegung spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit. Ein Faktenblatt des BAG zeigt die Vorteile eines bewegungsfreundlichen Umfelds in der Schweiz. Die Schaffung von zugänglichen und attraktiven Velowegen, Grünflächen oder Spielplätzen soll alle dazu anregen, sich vermehrt zu bewegen – zu Hause, in der Schule oder bei der Arbeit, unterwegs und in der Freizeit.

Mehr Informationen zu einem bewegungsfreundlichen Umfeld

Zum Faktenblatt «Bewegungsfreundliches Umfeld in der Schweiz»


Alter

Zunahme der durchschnittlichen Lebensdauer im Generationenverlauf

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat neuen Kohortensterbetafeln für die Schweiz berechnet. Die durchschnittliche Lebensdauer von Männern, die im Jahr 1917 geboren wurden, war 63 Jahre und diejenige von Frauen, die im selben Jahr geboren wurden, 70 Jahre. Männer, die 1967 geboren wurden, werden im Durchschnitt ein Alter von fast 82 Jahren erreichen, Frauen mit dem gleichen Geburtsjahrgang ein Alter von 87 Jahren. Knaben und Mädchen, die 2017 geboren wurden, dürften durchschnittlich 91 bzw. 94 Jahre lang leben; 26% der Mädchen und 15% der Knaben könnten sogar mindestens 100 Jahre alt werden.

Mehr Informationen zur Lebenserwartung in der Schweiz  


Gesundes Altern erforschen

Die Do-Health-Studie untersucht, wie sich die Chancen für ein Alter in guter Gesundheit verbessern lassen. Die grösste europäische Studie zu Gesundheit im Alter steht kurz vor Abschluss. Die ersten Resultate zeigen: Die Hälfte der teilnehmenden Seniorinnen und Senioren aus der Schweiz gehört zu den sogenannten Healthy Agers: Sie sind frei von chronischen Krankheiten und haben eine gute körperliche und mentale Gesundheit.

Bericht in Spectra

Zur Studie «Do Health»


Gesundheitsförderung und Prävention

Broschüre zu sozialen Ressourcen

Gesundheitsförderung Schweiz hat im Grundlagenbericht «Psychische Gesundheit über die Lebensspanne» die soziale Unterstützung als zentrale externe Ressource identifiziert. In der nun veröffentlichten Broschüre wird auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen dargestellt, was soziale Ressourcen sind, warum sie für die psychische Gesundheit von eminenter Bedeutung sind und wie sie im Rahmen kommunaler und kantonaler Massnahmen gefördert werden können.

Zur Broschüre «Soziale Ressourcen»

Zum Bericht «psychische Gesundheit über die Lebensspanne»


Alkohol


Illegale Drogen

Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit – Bericht von Infodrog

Im Bericht über den Konsum von psychoaktiven Substanzen in der Freizeit wertet Infodrog die Ergebnisse der Befragungen von Freizeitdrogenkonsumierenden aus. Es scheint, dass Freizeitdrogenkonsum besonders häufig im Ausgang/an Partys stattfindet. Rund die Hälfte der Kokainkonsumierenden sowie rund 85% der Cannabiskonsumierenden gaben aber an, die Substanzen in den letzten 12 Monaten auch im privaten Setting konsumiert zu haben. Alkohol bleibt neben Tabak die am häufigsten verwendete psychoaktive Substanz.

Zum Bericht


Betriebliche Gesundheitsförderung

Was bringt BGM wirklich?

Welche Arten von Massnahmen in der betrieblichen Gesundheitsförderung besonders wirksam sind, haben Forscherinnen und Forscher der Jacobs University Bremen in einer Studie über viele Einzeluntersuchungen untersucht. Die Motivation von Mitarbeitenden durch sogenannte Verhaltensförderung ist nachweislich nützlich. Wirksamer ist es jedoch, wenn unternehmensweite Massnahmen und Änderungen der Arbeitsumgebung umgesetzt werden durch sogenannte Verhältnisförderung.

Mehr Informationen zu «Was bringt BGM wirklich»?


Agenda

Gesund durch Achtsamkeit? Forum P&G, 24. Juni 2019, Zürich

Innehalten, Wahrnehmen was ist, ohne es zu bewerten – Achtsamkeit hilft, mit schwierigen Situationen umzugehen und die eigene Mitte zu finden. Doch wie beeinflussen Achtsamkeitsübungen und gelebte Achtsamkeit die Gesundheit? Fachpersonen erläutern das Konzept Achtsamkeit und stellen Methoden wie die Mindful-Based Stress Reduction (MBSR) sowie Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit vor. Es werden Einsatzmöglichkeiten im Präventionsbereich besprochen und Praxisbeispiele aus den Bereichen Schule, Unternehmensführung oder Familie präsentiert.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Interessierte aus dem Kanton Zürich. Andere Personen sind aber auch willkommen!


«Autonomie in der Medizin – Autonomie und Glück», 28. Juni 2019, Bern  

Mit einem mehrjährigen Veranstaltungszyklus reflektieren die Zentrale Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin das Konzept der Autonomie und die Prämissen hinter diesem zentralen ethischen Konzept. Die letzte Tagung der Reihe findet zum Thema «Autonomie und Glück» statt.


10. Schweizerische Fachtagung Jugendgewalt, 3. Juli 2019, Zürich

An der Fachtagung «Erscheinungsformen von Jugendgewalt – Hintergründe und Präventionsmöglichkeiten» beleuchten Fachreferentinnen und Fachreferenten in Impulsreferaten wichtige Aspekte der Jugendgewalt und der Präventionsmöglichkeiten aus Sicht von Praxis und Wissenschaft.


Familiengründung als vulnerable Phase, 22. - 23. August 2019, Zürich

Die Fachtagung «Familiengründung als vulnerable Phase» wird gemeinsam vom Lehrstuhl für Klinische Psychologie (Schwerpunkt Kinder/Jugendliche und Paare/Familien) der Universität Zürich, dem Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz (NPG) und dem Dachverband männer.ch organisiert.

Mehr Informationen zu «Familiengründung als vulnerable Phase»


Attraktive Freiräume für die urbane Gesellschaft von morgen, bedürfnisgerecht und nachhaltig geplant, gestaltet und betrieben

Qualitativ wertvolle städtische Freiräume erhalten im Zusammenhang mit der inneren Verdichtung, dem zunehmenden Bewegungsmangel und gesellschaftlichen Veränderungen eine immer grössere Bedeutung. Im dreitägigen Zertifikatskurs von sanu ag werden verschiedene Lösungsansätze und Instrumente für die Schaffung qualitativ wertvoller Aussenräumen diskutiert. Die Teilnehmenden haben zudem Gelegenheit, interessante Praxisbeispiele zu besichtigen und ein eigenes Projekt zu planen, resp. weiterzuentwickeln.

1. Kurstag | 22. August 2019 | Biel

2. Kurstag | 12. Sept. 2019 | Aarburg

3. Kurstag | 24. Okt. 2019 | Winterthur 

Mehr Informationen zu «Attraktive Freiräume für die urbane Gesellschaft…»

 

Child and Adolescent Public Health, 28. August 2019, Winterthur

Gesundheitliche Versorgung und Förderung in der frühen Kindheit ist entscheidend für den Verlauf des weiteren Lebens. Die Swiss Public Health Conference 2019 widmet sich diesem Thema entlang dem Lebensverlaufsansatz (life course approach).


«BGM für Körper und Geist: physische und psychische Gesundheit gemeinsam fördern», 28. August 2019, Pfäffikon

Die nationale Tagung für betriebliches Gesundheitsmanagement 2019 von Gesundheitsförderung Schweiz widmet sich dem Zusammenhang zwischen Körper und Psyche. Beide Aspekte gilt es im Rahmen von gesundheitsfördernden Massnahmen zu berücksichtigen.

Mehr Informationen zu «BGM für Körper und Geist»


Präventionstag Fachverband Sucht, 3. September 2019, Zürich

Der diesjährige Präventionstag des Fachverbands Sucht findet zum Thema «Lebensverlaufsansatz (life course approach) und Übergänge im Leben – Bedeutung für die Suchtprävention» statt.

Mehr Informationen zum Präventionstag Fachverband Sucht


Human Enhancement: Was hat das mit Sucht zu tun? Suchtakademie, 19.-20. September 2019, Ascona

An der Suchtakademie 2019, organisiert von der Nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS-CPA, wird unter dem Titel «Human Enhancement» das Thema Sucht in der Welt des selbstoptimierten Menschen betrachtet. Welche ethischen Fragen stellen sich dabei? Was sind die Folgen von Human Enhancement für Mensch und Gesellschaft? Diese und andere Fragen werden am Anlass diskutiert.

Mehr Informationen zu «Human Enhancement»


«Stressfrei dank Bewegung», 25. September 2019, Magglingen

Die nächste Netzwerktagung von hepa.ch findet am 25. September 2019 in Magglingen statt. hepa.ch verbindet schweizweit Unternehmen, Institutionen und Organisationen für eine wirkungsvolle Gesundheitsförderung durch Bewegung und Sport.

Zu den Netzwerktagungen von hepa.ch

Letzte Änderung 01.10.2019

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Bundesamt für Gesundheit BAG
Abteilung Prävention nichtübertragbarer Krankheiten
Schwarzenburgstrasse 157
3003 Bern
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Tel. +41 58 463 88 24
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