Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten

In der öffentlichen Gesundheit sind die Nachbarstaaten wichtige Partner der Schweiz. Der Austausch und die Zusammenarbeit geben wertvolle Impulse für die Reform des Gesundheitswesens und den Gesundheitsschutz der Bevölkerung.

Unterzeichnung Schlusserklärung
Unterzeichnung der gemeinsamen Schlusserklärung am 7. Gesundheitsquintett in Zürich (CH), 15. September 2019. Personen von links nach rechts: Mauro Pedrazzini, Minister für Gesellschaft, Fürstentum Liechtenstein; Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, Deutschland; Bundesrat Alain Berset, Schweiz; Dr. in. Brigitte Zarfl, Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Österreich; Anne Calteux, erste Regierungsrätin im Gesundheitsministerium, Luxemburg

Bedeutung der Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten beruht auf mehreren Aspekten:

  • Die Gesundheitssysteme weisen Gemeinsamkeiten auf. Deutschland und Österreich kennen beispielsweise ebenfalls eine föderale Kompetenzverteilung.
  • Es stellen sich ähnliche Herausforderungen in der öffentlichen Gesundheit, beispielsweise im Umgang mit der Herausforderung Demenz, der Entwicklung der Versorgungsqualität oder der Kontrolle der Medikamentenpreise.
  • In den Grenzregionen besteht ein erhöhter Bedarf an Zusammenarbeit, da insbesondere bei der Gesundheitsversorgung für Grenzgängerinnen und Grenzgänger Kontinuität sichergestellt werden muss.

Das «Gesundheitsquintett»

Einmal pro Jahr findet ein informelles Treffen der Gesundheitsminister der deutschsprachigen Länder statt. Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg und die Schweiz organisieren das Treffen abwechslungsweise. Das Gesundheitsquintett beschränkt sich nicht auf die Ministerebene, sondern vertieft auch Zusammenarbeit und Austausch auf Fachebene. Nicht zuletzt ermöglicht es diese Plattform, gemeinsame Initiativen auf internationaler Ebene zu lancieren.

Bereiche und Formen der Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit erfolgt auf verschiedenen Ebenen und über verschiedene Plattformen:

  • Auf Ministerebene findet der Austausch im Rahmen bilateraler Treffen oder am Rande multilateraler Veranstaltungen (z.B. Weltgesundheitsversammlung der WHO oder informelle EU-Ministertreffen) statt. In den letzten Jahren konnten diese Beziehungen im Sinne der Strategie Gesundheit2020 vertieft werden.
  • Eine formelle Zusammenarbeit mit unseren Nachbarstaaten existiert in Form von grenzüberschreitenden Pilotprojekten oder entsprechenden Abkommen. So wurde 2016 mit Frankreich ein Rahmenabkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich unterzeichnet. Es wird nach Ratifikation durch die beiden Parteien in Kraft treten.
  • Unter Fachpersonen findet regelmässig und in verschiedenstem Rahmen ein Austausch über ein breites Spektrum von Gesundheitsthemen statt.
Logo Gesundheit 2020

Strategie Gesundheit2020

Das Schweizer Gesundheitssystem muss auch in Zukunft qualitativ hochstehend, finanzierbar und für alle zugänglich bleiben. Dieses Ziel verfolgt die Strategie Gesundheit2020 des Bundes mit 36 Massnahmen. Informieren Sie sich hier.

Letzte Änderung 17.09.2019

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Sektion EU und Nachbarstaaten
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